Freitag, 26. August 2016

Kleiner Cartoon: Was Johannes Paul II. zu einem Heiligen macht

Es gibt keine Helden ohne Mut. Und keine Heilige ohne Gott selbst. 

Kleines Filmchen über das apostolische Leben von Papst Johannes Paul II.




Was sie im Parlament so treiben...


- Die Essener Politikerin Petra Hinz bleibt aufgrund eines Formfehlers im Fax weiterhin Mitglied des Deutschen Bundestages. Ihr Mandatsverzicht aufgrund des gefälschtes Lebenslaufes wird damit nicht berücksichtigt und sie erhält dafür einen weiteren Monat 9.300 Euro zuzüglich 4.300 Euro steuerfreier Aufwandsentschädigung.

- Heiko Maas hat keine Band gelobt, die im Mecklenburg-Vorpommern unter Beobachtung des Landesverfassungsschutzes steht. Es war nur sein Mitarbeiter.

- Bundestagsabgeordnete bestellten sich Luxus-Schreibgerät von Montblanc. Auf Steuerkosten.
Und Nobert Lammert wollte  die Belege nicht rausrücken.


Wer spätestens jetzt nicht die Titelmelodie von Monty Python´s Flying Circus im Hinterkopf wahrnimmt, sollte am besten gleich den nächsten Arzt aufsuchen.




Mittwoch, 24. August 2016

Wallfahrtskirche Maria Locherboden



Auf der Rückreise von Italien kam ich in Österreich im der Nähe des Klosters Stams an einem besonderen Wallfahrtsort vorbei, nämlich der praktisch überdeutlich sichtbaren Wallfahrtskirche Maria Locherboden.



Die Geschichte dieses Wallfahrtsortes beinhaltet gleich zwei wunderbare Ereignisse. Beim ersten im Jahre 1740 wurde der Bergknappe Thalman Kluibenschädl aus Mötz bei seiner Suche in einem Stollen eingeschlossen. Er war wie viele Bergknappen aus der silberreichen Gegend auf der Suche nach einer neuen Silbererzader. Nachdem mehrer Adern nach kurzem Graben wieder im Berg versiegten, versuchte er sein Glück am noch heute erhaltenen Stollen, vor dessen Eingang sich jedoch ein Fels schob. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen rief er die Muttergottes um Hilfe an und schlief daraufhin ein. Daraufhin sollen Engel den Stein beiseite geschoben haben, sodass Thalman am nächsten Morgen durch einen schmalen Zugang zurück ins Freie gelangte. Als Dank dafür brachte er am Stolleneingang ein Bild der Muttergottes an, das später durch eine Kopie eines Bildes von Lucas Cranach ersetzt wurde.



Einen erneuten Schub erhielt der Wallfahrtsort, als im Jahre 1871 die schwerkranke Maria Kalb aus Rum bei Innsbruck vor dem Bild vollständig geheilt wurde. Der Frau, die schon von den Ärzten aufgegeben wurde und der bereits die Sterbesakramente gereicht worden waren, erschien die Muttergottes, die ihr sagte, sie solle sich nach Locherboden aufmachen und dort den Rosenkranz der sieben Schmerzen beten. 1896 wurde der Bau der Kapelle begonnen, die 1901 beendet und von 1914 bis 1916 mit den heute noch sichtbaren Bildern ausgemalt wurde, nachdem schon vorher neue Wege für die vielen Pilger erschlossen worden waren. Bei der Konsekration des Baus durch Fürstbischof Simon Aicher aus Brixen wurden immer wieder seltsame Lichterscheinungen beobachtet.

 









Den Typ würde ich auf jeden Fall eher wählen!



Wer sich in den USA weder für einen "Durchgeknallten" noch für eine "geldgeile Lügnerin" entscheiden kann, für den gibt es nun (wieder) einen neuen Kandidat. Richtig - Alice Cooper.

Auch wenn das ganze nur eine Parodie ist und er selbst lieber nichts mit Politik zu tun haben will (davon bekommen Schwarzhaarige nur graue Haare - "schaut euch doch nur mal Obama an"), die Wahlversprechen sind doch recht verlockend - gerade für Rock-Fans:

1. Brian Johnson zurück in AC/DC bringen.
2. Sich für eine Schlange in jedem Topf einsetzen.
3. Bleistifte und Bücher abschaffen.
4. Den verstorbenen Lemmy im Mount Rushmore verewigen.
5. Den Big Ben in Big Lemmy umbenennen.
6. Groucho Marx auf dem 50$-Schein abdrucken. (Statt Ulysses S. Grant)
7. Peter Sellers auf dem 20 Pfund-Schein abdrucken.
8. Becherhalter für ALLE Flugzeugsitzplätze einführen.
9. Reden während eines Kinofilms verbieten.
10. Das Selfie-Machen verbieten. Außer am speziellen Nationalen Selfie-Tag.


Schade eigentlich - der bekehrte (und nicht wirklich brave) Schockrocker setzt sich derzeit mit seiner Solid Rock Foundation besonders für Jugendliche mit Problemen ein - indem sie mit Musik von der Straße geholt werden. Ein Projekt, das gerade in kleineren Kreisen immer häufiger Schule macht.



PS: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Poison außerdem die offizielle Nationalhymne werden soll. ;-)


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Freitag, 19. August 2016

Die Ausbeute von Gestern kann sich sehen lassen


Die restlichen Bilder müssen zwar noch sortiert werden, aber immerhin...


... Berührungsreliquien kann man hier jede Menge erwerben. Linke Seite von Antonius von Padua (für Freunde und Bekannte einen Extra-Vorrat besorgt), rechts unten von Leopold Mandić, links oben links von Justina von Padua und rechts vom Evangelisten Lukas. Und mit dem Strohhut kam ich mir auch schon fast vor wie der allseits bekannter Schatzjäger im Kino.

Und weil das bei uns in Deutschland wahrscheinlich vollkommen politisch unkorrekt ist...


... und Italien neben Japan gerade der richtige Ort ist, um sich mal so ordentlich schleifen zu lassen und  Dinge zu erwerben, bei denen man bei uns nicht einmal auf den Gedanken kommt, so etwas überhaupt zu produzieren:3

Spaß beiseite.
Ich rahme mir das Bildchen ein und stelle es neben den Werken von Thomas von Aquin auf.


"Schatz! Rate mal, wer bei uns rumzensiert!"



Wisst ihr noch, die Petitionenliste vorgestern?
Die ist aktuell wegen "Konflikten mit den Nutzungsbedingungen für zuverlässige Petitionen" gesperrt worden. Wie es weitergehen mit, kommt auf die Auswertung des Begründungsaufsatzes an. So sieht man mal, wie schnell das funktioniert...


Unsere Seite, die binnen weniger Stunden 1400 Likes bekommen hat, wurde massenhaft gemeldet.
Unsere Petition, die binnen weniger Stunden 1655 Menschen unterzeichnet hatten, wurde ebenfalls massenhaft gemeldet und ist nun gesperrt worden. Sie kann daher bis auf weiteres nicht mehr unterzeichnet werden. [Edit: Kann wieder unterzeichnet werden, aber unter Löschungsvorbehalt] Uns wurden 72 Stunden Zeit gegeben, sämtliche Aussagen gerichtsfest zu belegen- ansonsten wird unsere Petition gelöscht.

Wer sich die vielen anderen Petitionen so betrachtet, fragt sich, wieso man ausgerechnet mit uns so verfährt. Wir haben aber damit gerechnet. Es ist an Absurdität nicht zu überbieten.

Dieser kleine Begründungsaufsatz mit den Belegen wird etwas Aufwand bereiten und diese Sperre wird uns 72 Stunden kosten, in denen die Petition nicht unterzeichnet werden kann. Es wird uns aber nicht aufhalten. Die Machenschaften der Amadeu-Antonio-Stiftung sind mittlerweile unproblematisch mit Quellen zu belegen.

Dass die, die unsere Meinungsfreiheit einschränken wollen und dafür auch noch ein vorzügliches Auskommen durch Steuermittel erhalten, uns, die wir dagegen kämpfen, ebenfalls mit allen Mitteln zensieren werden, war uns bewusst.

Wir werden vor diesen Leuten aber keinen Zoll breit zurückweichen.

Dem missbräuchlichen Melden von unliebsamen Meinungen, dem Sperren von politisch Andersdenkenden, dem politisch-korrekten Sprachdiktat und der Zensur werden wir uns entgegen stellen.

[Quelle: Facebook. "Stoppt die staatliche Föderung der Amadeu-Antonio-Stiftung"]



Aber es gibt auch Positives zu vermelden. 

Ein erster Erfolg für unsere Initiative:
Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat nach massivem, öffentlichen Druck ihre Pranger-Seite "neue-rechte.net", auf der Privatpersonen anonym denunziert und veröffentlicht werden sollten und Parteien wie CDU und SPD mit der NPD oder dem III. Weg gleichgesetzt wurden, abgeschaltet.
Das kann aber nur ein erster Schritt sein!
[...]


Der getroffene Hund bellt eben. 
Und das ist praktisch, denn dann weiß man, dass es sich um einen Hund handelt.


Mittwoch, 17. August 2016

So richtig Lust, diesem faschistoiden Schwachsinn ein Ende zu setzen?





Die Amadeu-Antonio-Stiftung gibt an, „Für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur“ zu streiten.

Geführt wird die Stiftung von Anetta Kahane, einer ehemaligen StaSi-IM, die von 1973 bis 1982 Bürger der DDR im Auftrag des SED-Regimes ausspionierte. In den bisher veröffentlichten Jahren 2008-2014 erhielt die Stiftung knapp 6.2 Millionen an Zuschüssen, vor allem vom Bundesfamilienministerium. Da die Stiftung diese öffentlichen Fördermittel nicht einmal annähernd aufbrauchte, wurden damit unter anderem erhebliche Rücklagen gebildet, welche auch für Finanzgeschäfte der Stiftung missbraucht werden.

Unter Federführung des Justizministers Heiko Maas (SPD) wurde eine Task-Force eingerichtet, welche sog. „Hate-Speech“, also Hasskommentare, auf Facebook löschen soll. Dazu gab das Bundesinnenministerium bekannt, dass auch Inhalte zensiert werden sollen, die explizit nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen, im Sinne der Task Force allerdings in Deutschland nicht mehr erwünscht sind. Wenn nun also Inhalte gelöscht werden, welche gegen kein Gesetz verstoßen und von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, kann man in diesem Fall nur von Zensur sprechen.

Darüber hinaus gab die Stiftung eine Broschüre gegen eben jene „Hate-Speech“ heraus. Verantwortlich dafür war im Auftrag der Amadeu-Antonio-Stiftung die Aktivistin Julia Schramm. Diese ist bekannt für Aussagen wie „Danke, Bomber Harris“ in Bezug auf die Tötung von fast 25.000 Zivilisten in Dresden, „Deutschland darf getötet werden“ oder „Lasst es krachen, lasst es knallen – Deutschland in den Rücken fallen“. Man weiß nicht einmal, was befremdlicher anmutet: Dass die Bundesregierung eine selbst erklärte Staatsfeindin subventioniert- oder dass eben jene Dame, die für ihre öffentlichen, verbalen Ausfälle bekannt ist, nun im staatlichen Auftrag gegen angebliche Hasskommentare vorgehen soll. Das Bundesfamilienministerium um Ministerin Manuela Schwesig (SPD) fördert dieses Gebaren mit rund 130.000 Euro Steuergeld.

Auf der von der Amadeu-Antonio-Stiftung betriebenen Internetplattform „neue-rechte.de“ werden die CDU und die SPD, welche die Bundesregierung stellen, die wiederum die Stiftung mit Steuergeldern alimentiert, neben dem „III. Weg“, der „NPD“ oder der „English Defense League“ als rechtsextrem eingeordnet. Dort sollen Personen anonym an einen öffentlichen Pranger gestellt werden- nach Parteien geordnet.
 [...] 


Dienstag, 16. August 2016

Stimmt, das Teil habe ich schon einmal irgendwo gesehen...


... genauer gesagt in einer Buchhandlung, die zu einem Karmelitenkloster gehörte. Auf die Anfrage an einen Pater, ob das nicht Esoterik sei, hieß es, dass es lediglich zur Meditation diene. Neben einem Büchlein als Anleitung wurde auch ein Brettchen mit dem Enneagramm darauf angeboten.

Jetzt, wo ich gerade zufällig einen Artikel auf katholisches.info zu dem Thema gefunden habe, muss ich wohl oder übel kurz Pause vom Urlaub machen.

[...] Zwei römische Dikasterien, der Päpstliche Kulturrat und der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog haben mit dem gemeinsamen Dokument: Jesus Christus, der Spender lebendigen Wassers. Überlegungen zu New Age aus christlicher Sicht, vom 3. Februar 2003 die auch den verschiedenen Enneagramm-Lehren zugrundeliegende Charakteranalyse verworfen und warnen ausdrücklich vor dem Gebrauch dieser esoterischen „Hilfsmittel“, die von verschiedenen Gruppen kostenlos auch im Internet angeboten werden.

In dem römischen Dokument heißt es: „Johannes Paul II. warnt vor der ‚Rückkehr der alten gnostischen Ideen unter der Maske des so genannten New Age: Wir dürfen uns nicht vormachen, dass dies zu einer Erneuerung der Religion führe. Es handelt sich nur um eine neue Form von praktiziertem Gnostizismus —jener Geisteshaltung, die, im Namen eines tiefgreifenden Wissens über Gott, zu einer Verzerrung seines Wortes führt und es durch rein menschliche Worte ersetzt. Der Gnostizismus hat den Bereich des Christentums nie völlig verlassen. Statt dessen hat er immer Seite an Seite mit dem Christentum bestanden, manchmal in Gestalt einer philosophischen Bewegung, häufiger aber, indem er den Charakter einer Religion oder Scheinreligion annahm, die in dezidiertem oder gar erklärtem Widerspruch zu allem steht, was zum Wesen des Christlichen gehört‘ (Johannes Paul II.: Crossing the Threshold of Hope, 1994, S. 90). Ein Beispiel dafür ist das Enneagramm mit seinen neun Typen zur Charakteranalyse, das, wenn es als Mittel zum geistlichen Wachstum gebraucht wird, eine Vieldeutigkeit in Lehre und Leben des christlichen Glaubens zur Folge hat.

In Publikationen spanischer Jesuiten wird diese esoterische Enneagramm-Lehre zur Persönlichkeitsentwicklung verworfen. Wenig kümmert das alles den katalanischen Jesuiten Lluís Iriberri, der seine Enneagramm-Lehre in einem Atemzug mit den berühmten Exerzitien seines Ordensgründers, des heiligen Ignatius von Loyola nennt. Doch mit diesen hat die esoterische Lehre Gurdjieffs so viel zu tun wie die übrigens zur selben Zeit entstandene völkisch-esoterische Lehre eines Jörg Lanz von Liebenfels mit dem Christentum.
[...]


Man könnte jetzt natürlich einwenden, dass es sich doch lediglich um ein Symbol zur Betrachtung handle, wie beispielsweise bei der Vision des Handelns Gottes von Bruder Klaus oder um eine Betrachtungshilfe wie die "Logische Maschine" des 1857 seliggesprochenen franziskanischen Gelehrten Raimundus Lullus

Trotzdem darf man sich fragen, warum ganze Gesellschaften gerade zur Pflege und Auslegung dieses einen Symbols eingerichtet werden. Bei der Vision von Bruder Klaus handelt es sich um eine Schauung, die zwar vom Lehramt der Kirche empfohlen wird (solange die Grenzen dieser Vision beachtet werden, bei der es sich um keine vollständig umfassende Darstellung des göttlichen Lebens handelt), aber nicht zum Glaubensgut und Glaubensheil verpflichtend ist. Bei der "Maschine" des Raimundus Lullus handelt es sich um eine Denkhilfe, die lediglich eine Richtung zur Argumentation bzw. Schlussfolgerung oder deren weitere Überprüfung darstellt. Diese baut auf logische Kriterien auf, die aber ebenfalls das Denken nicht umfassend darstellen und damit trotz ihrer häufigen Rezitation nicht als unfehlbar gelten können.

Das Enneagramm läuft dagegen in Gefahr, zu einer Art Ouija für Charakterzüge zu mutieren. Zugegeben, an Nikolaus von Flüe wurde bisweilen auch schon ordentlich "psychologisch" und esoterisch herumgepfuscht, dennoch blieb sine Vision als "Erfahrungssymbol" erhalten, nicht als Mehrfachwerkzeug zur Persönlichkeitsdeutung, die letztendlich auch zu einer Lebensdeutung hinauslaufen kann, die das vermeidliche Werkzeug Christi zu einem neuen Lebensquell macht, das einen sehr schnell den eigentlichen Herrn im Hause vergessen lässt. 
Dazu kommt vor allem nach Meinung des Religionspsychologen Bernhard Grom die Gefahr, dass man sich durch vorgegebene Charaktere in Fehl- oder Engdeutungen festfährt. Außerdem liegen keine reflexiven Möglichkeiten vor, diese Fehldeutungen zu erkennen. Bestenfalls handle es sich dabei um eine "naive alltagspsychologische Typendeutung" - anders wird es problematisch. Auch sollte man sich fragen, warum man sich psychologisch und vom Blickpunkt der Gewissenserforschung nur auf neun Typen beschränken bzw. nur in diesem Rahmen denken sollte. So gesehen könnten auch die banalsten Persönlichkeitstest in Teenie-Magazinen ebenso gut für einen Beichtspiegel herhalten - natürlich im Rahmen des kirchlichen Lebens und nur partiell, niemals umfassend, wie die Autoren dieser "Tests" ebenfalls gerne vormachen. Es handelt sich genauer betrachtet, wie der Psychologe Colin Goldner darlegt, um eine "Partyunterhaltung mit keinerlei Erkenntniswert".

Warum das Enneagramm trotzdem einen so populären Ruf auch in kirchlichen Kreisen genießt trotz der Warnung aus Rom, dürfte daher schwer zu verstehen sein. Dazu würden neben der sperrigen Salonpsychologie einiger "Experten" auch zusätzlich die Gefahr hinzukommen, sich auf den gut gemeinten christlichen Weg der Esoterik (was meist als vollkommenste Neutralität vorgegeben wird, weil sich niemand so richtig mit den daraus resultierenden Ergebnissen beschäftigen will) schnell in eine böse Überraschung zu begeben.

Was man tun kann, wenn ein Freund oder ein Bekannter sich damit näher auseinandersetzen oder tiefer einsteigen will?
Am besten ihn oder sie über die Grenzen aufklären, vielleicht auch echte Betrachtungen und Exerzitien empfehlen oder einfach mit einem oder mehreren (auch nebensächlichen) Gesprächen von einer näheren Beschäftigung abbringen, vor allem wenn man merkt, dass es keine Spielerei mehr, sondern eine ernsthaftere Sache ist.


Gedankenfetzen. Italienurlaub, erster Tag.



Seit heute Morgen trage ich den leichten beschen Mantel. Jetzt in Tramin/Südtirol bei gefühlten 30°C fragt mich meine Mutter, ob ich ihn nicht ausziehen will. Ich krämple den Ärmel hoch, die Sonne brennt sofort auf den Arm.
Endlich verstehe ich, warum der olle Rommel gerade mit so einem Teil durch Nordafrika rumlungerte.

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Wie man sich als Deutscher in Italien fühlt.
Man kommt an einem Aushang mit Sterbeanzeigen vorbei, auffällig groß, auffällig bunt und mit viel mehr Text als bei den  Zetteln, die man bei uns in Deutschland an die Terminwände an die Kirche hängt oder regelmäßig in den Sterbeanzeigen abdruckt.
Ich komme mir vor wie eine Karteileiche.


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Der Spritz Aperol hat mehr Sektgehalt als normal. Ich torkle ins Hotel zurück, vorbei an einem offiziellen italienischen Lidl, der sterile Spritzen (mit einem lächelnden kleinen Mädchen auf der Verpackung) und jeweils zwei Cola-Flasche im Sortiment hat, die sich ein einziges Etikett teilen (nein, ich sehe nicht doppelt. Habe es selbst überprüft). Zurück in der Wohnung fange ich an, dieses Posting zu schreiben und öffne eine Flasche Aperitif, die es im selben Lidl für 99 Cent im Sechserpack gab.

Italien ist schön.
Ich frage mich, wie normale Menschen nur in so einem schönen Land überhaupt leben können, ohne auf Dauer bizarre Autoaggressionen davon zu entwickeln...




Montag, 15. August 2016

Es kann nicht genug Schockfotos zu diesem Thema geben...


Und aus diesem Grund fahre ich morgen in den Urlaub nach Italien - bevor es noch schlimmer wird.
Bilder aus Padua, Vincenza und vom Gardasee werden noch folgen (dann aber mit einer etwas gesünderen Hautfarbe...).

Apropos Schockbilder... Aber das ist definitiv nicht mein Problem.


Zu Mariä Himmelfahrt: Oscar Wilde in Ravenna



[...] Wir kamen zunächst nach Genua,in eine schöne Marmorstadt mit beeindruckenden Palästen hoch über dem Meer, dann nach Ravenna, das wegen seiner uralten christlichen Kirchen und wegen seiner Mosaike aus dem vierten Jahrhundert äußerst interessant ist. Diese Mosaike sind nicht zuletzt deshalb so bemerkenswert, weil sie zwei Darstellungen der Madonna auf einem Thron enthalten, umgeben von Anbetenden. Sie widerlegen die gängige protestantische Auffassung, die Verehrung der Heiligen Jungfrau habe erst in einem relativ späten Stadium der Kirchengeschichte begonnen. [...]
("An Reverend  H.R. Bramley, 2. April 1877")


Samstag, 13. August 2016

Wir leben in einem aufgeklärten Land



- nur der Begriff "aufgeklärt" ist so ziemlich relativ...


[...] Ich beobachte immer wieder, wie Profile von islamkritischen Autoren, die ich auf Facebook abonniere, gesperrt werden – oft sogar die von Autoren, die selbst aus islamischen Ländern stammen. Ein türkischer Kommilitone teilt währenddessen Videos von Pierre Vogel. Zugegeben, eigentlich ist das schon fast witzig, aber eben das verstehen die Leute ja nicht! Und mir geht der Humor langsam aus. Unsere aufklärerischen Werte sind ernsthaft in Gefahr und als ich noch ein Kind war, habe ich nie gedacht, dass ich mir einmal um diese Werte Sorgen machen werde.

Wenn ich Intoleranz kritisiere, bin ich dann wirklich intolerant? Soll ich wirklich still sein, wenn ein kritischer Blogger verhaftet, eine vergewaltigte Frau gesteinigt, eine unehrenhafte Schwester ermordet wird? Oder vielleicht ein Schwuler oder ein Jude? Wieso will mir Spiegel Online jeden Tag einreden, dass ich ein schlechter Mensch bin und wieso teilen meine Facebook-Freunde begeistert, dass AfD-Anhänger nicht mehr Mitglied im Fußballfanclub vom BVB sein dürfen? Sind denn alle um mich herum verrückt geworden? Vielleicht ist es für die Leute leichter, mich für einen schlechten Menschen zu halten, als sich mit Inhalten auseinanderzusetzen. Vielleicht halten mich Andere auch nicht gar nicht für einen schlechten Menschen – immerhin wissen sie das mit meinem Straßenhund! – sondern im besten Fall für dumm, naiv oder charakterlich schwach und anfällig für die Propaganda der Rechtspopulisten.
[...]

Dieser Artikel ist nicht einmal zwei Wochen alt. 

Und ratet mal, was in der Zwischenzeit passiert ist...


Online-Spiel zum Wochenende ;-)

Vorsicht! Macht extrem süchtig weil zu schnell zu Ende!




Freitag, 12. August 2016

I GOTTA FORGIVE THEM ALL!



Man kann sie rausschmeißen, in Technikläden damit Werbung für externe Lade-Akkus machen (Mediamarkt - hust hust) oder Leute damit in den Beichtstuhl locken. Besser jedenfalls als wegen ihnen auf Truppenübungsplätzen rumzustolpern.
Willkommen zur nächsten Runde im Nerdkarussell zum Thema Pokemon Go :3

Mit Hilfe des Pokemon-Booms versucht ein Priester im norditalienischen Desio Jugendliche zur Buße zu locken: Jeden Samstag könnten sie ihre «Pekkamon» im Beichtstuhl abladen - «die Sünden [italienisch peccati, d. Red.], die dich hindern, im Leben zu gewinnen», heißt es auf mit Pokemon-Figuren dekorierten Aushängen der Pfarrei San Pietro e Paolo. Laut der Lokalzeitung «Il Giorno» (Donnerstag) kam dem 47-jährigen Geistlichen Giuseppe Corbari der Einfall angesichts zahlreicher pokemonjagender Jugendlicher auf dem Kirchplatz. [...]

Jedenfalls so etwas dürfte sich auch der Bischof von Orange County gedacht haben. 
Und ein nettes Wortspiel ist es sogar auch noch.


Wenn Träume wahr werden...


... - und mit Träume meine ich gerade die Albträume, die man in Deutschland nicht gerne wahrnehmen möchte.
Und diese Träume findet man mitten in Berlin.

[...] Die Ländervorwahl von Israel, das nicht auf der Liste ist, kenne ich auswendig: 972. Ich war entgeistert: Wie ist es möglich, im Jahre 2016 in Berlin, der Hauptstadt des neuen Deutschlands, dass Israel eliminiert, getilgt, ausgemerzt wird? Dass Israel ausradiert wird, hatte ich in Gaza erlebt, in einer eher ruhigen Phase, als ich dort die arabischen Schulen besuchte. Man zeigte mir die Karten der Region: Israel war auf ihnen nicht verzeichnet, denn Israel darf in den Köpfen der Araber nicht existieren. Hier und jetzt, in Berlin, das Gleiche: Israel wird von der Telefonliste gestrichen. [...]

[...] Aber warum? Ich war völlig niedergeschlagen: Gibt es dafür eine Erklärung? Seine Antwort: „Die Mehrheit unserer Kundschaft sind Araber, und sie haben verlangt, dass Israel gestrichen werde.“ Wie auf den geographischen Karten in Gaza. Israel existiert nicht. Ich stand an der Rezeption, es war zehn Uhr abends, und blickte um mich. Die Hotelhalle war voller Kinder, dreißig müssen es gewesen sein, in kurzen Hosen, sie fühlten sich sichtlich zu Hause, sie kümmerten sich um keinerlei Belange des Anstands. Es kam mir wie eine Art Besatzung vor. [...]