Mittwoch, 25. April 2018

Fail Britain: Zwischenbericht zum Fall Alfie Evans



Katholisches.info meldet in seinem 11. [sic!] Update zu Alfie Evans:

Alfie Evans atmet seit 34 Stunden selbständig.

Die Eltern haben Rekurs gegen das von Richter Hayden verhängte Ausreiseverbot eingebracht. Heute nachmittag findet eine Anhörung vor dem Berufungsgericht statt.

Die Eltern schöpfen alle verfügbaren Rechtsmittel aus, finden sich aber mit jedem Antrag und in jeder Instanz vor immer denselben Richtern wieder, die bereits das Todesurteil gegen Alfie erlassen und bestätigt haben. Eine Verhandlungsfarce, zumal weder Richter Hayden noch das Krankenhaus willens sind, Fehler einzugestehen und zu korrigieren.

Prämisse aller Verhandlungen einschließlich des Todesurteils war allein das Gutachten des Alder Hey Hospitals, das behauptete, daß der kleine Alfie ohne künstliche Beatmung nach drei Minuten sterben werde. Die Einholung eines zweiten, medizinischen Gutachtens, wie von der Familie verlangt, wurde von Richter Hayden als unnötig abgelehnt. Als am Montag abend 22 Uhr die künstliche Beatmung eingestellt wurde, ist Alfie aber nicht gestorben. Er atmet seither selbständig. Erst nach mehr als 10 Stunden, als die ärztliche Diagnose offensichtlich widerlegt war, erhielt er vom Krankenhaus zur Unterstützung eine Sauerstoffmaske. Die künstliche Beatmung wurde nicht wieder aufgenommen.
Die Ärzte des Krankenhauses und der Richter halten aber in rechthaberischer Eitelkeit an ihrem Todesverdikt fest, weshalb Alfie gefälligst zu sterben habe. Darauf laufen das Ausreiseverbot und die groteske Verzögerungstaktik des Krankenhauses hinaus. Alfie ist seit Monaten eine Geisel der „Kultur des Todes“. Frühestens am kommenden Montag soll er das Krankenhaus verlassen dürfen. Im Klartext: Ärzte und Richter hoffen, daß Alfie bis dahin tot ist. Damit dem tatsächlich so ist, wird er nicht mehr ernährt. Seit Montag abend ist seine Nahrungsversorgung eingestellt. Das Kind wird zu Tode gequält.

Nachtrag zur gestrigen Verhandlung vor Richter Hayden: Ein Arzt des Alder Hey Hospital sprach von „wirklicher Angst“, die er empfinde, weil vor dem Krankenhaus Menschen für das Leben von Alfie Evans demonstrieren und beten. Grotesk. Die Wirklichkeit ist: Die Familie Evans, eine einfache Familie aus dem Volk, und ihre Freunde und Unterstützer, Menschen mit gesundem Menschenverstand und Herz, stören die so „schön“ zurechtgeredete Welt der Henker.


Vergessen wir an dieser Stelle nicht: 
- Es stehen Rettungskräfte aus Italien bereit, um ihn mit einer bereiten Maschine nach Italien ausfliegen zu können.

... Und Krankenhaus und Staat machen weiter wie bisher, außenstehende stellen sich dumm und haben schon in übermäßiger Zahl Solidarität mit dem Krankenhaus bekundet mit Bemerkungen, dass die Eltern eines Kranken Kindes sich nicht so anstellen sollen, da es dort im Krankenhaus noch mehr kranke Kinder gäbe (sic! Habe diese Bemerkungen massenweise auf der FB-Seite der Klinik gesehen!). Auch von Seiten der Queen hört man nichts, die Medien sind zu beschäftigt mit dem royalen Nachwuchs und in Deutschland hört man zu dem Thema praktisch ebenfalls fast nichts [KORREKTUR: Jetzt schon].

Und man soll sich also an dieser Stelle tatsächlich wundern, dass selbst Briten diese Situation mit der im Dritten Reich vergleichen - das barbarische System, für dessen Ende man sich regelmäßig selbst groß feiert und feiern lässt?



Freitag, 20. April 2018

Geht ein Muslim zum Exorzist ...



Wie? Nein, das ist kein Witz!


Der 13. Jährliche Kurs über den Katholischen Exorzismus an der Universität Regina Apostolorum in Rom fand diese Woche statt und hat faszinierende Informationen über den geistigen Kampf der Kirche in der ganzen Welt bekanntgegeben.

An einem Punkt während einer Frage-und-Antworten-Runde mit dem 89-jährigen Kardinal Ernest Simoni gab ein indischer Priester, der in Dubai dient, folgendes preis:

"Viele Muslime kommen zu uns, sogar hochgebildete. Sie sagen: 'Vater, jemand hat Schwarze Magie an mir ausgeübt, können Sie über mich beten und den Teufel vertreiben?' Was ist der beste Weg, diesen Menschen zu helfen? ... [V]iele kommen aus dem Libanon mit ähnlichen Problemen." [...]

Weiter geht es HIER.



Donnerstag, 19. April 2018

Petition für Alfie Evans




Wer das Drama um den kleinen Alfie mitbekommen hat und seine Eltern unterstützen möchten (den inzwischen auch Papst Franziskus seine aktive Unterstützung zugesagt hat - während von der Diözese Liverpool aus Schweigen herrscht), kann diese Petition HIER unterschreiben.



EDIT: Eine andere Sache, die weder direkt mit diesem Fall noch mit dem des letztes Jahr durch Ausschaltung der lebenserhaltenden Maßnahmen verstorbenen Charlie Gard zu tun hat, ist diese seltsame Meldung, dass es schon um 1999 im allseits gelobten Kinderkrankenhaus Alder Hey Hospital, in dem Alfie derzeit stationiert ist, zu illegalen Organentnahmen an Kindern kam.

Nicht, dass ich Verdächtigungen aussprechen möchte (das dürfte wohl hier nicht wirklich der Fall sein) - aber das ist wirklich ein verdammt gruseliger Zufall ...

EDIT II: Das Gericht hat inzwischen bekräftigt, dass am nach einer Verzögerung von zehn Tagen am Montag das Beatmungsgerät abgestellt wird.

“This is not justice. This is cruel bureaucracy.”



Dienstag, 10. April 2018

Ob sich die Kiddies von der ANTIFA wohl auch dorthin trauen?


Während man sich bei uns über jeden auch nur so absurd-lächerlichen Fehler der Israelis aufregt, wird neben grundlegenden Details zum Thema "Protest in Gaza" auch diese Sache gerne ignoriert:



[...] Nicht wenige Beobachter der Situation im Nahen Osten stellen sich nun die Frage: Was haben diesen Fahnen zu bedeuten? Warum versehen Palästinenser ihre Flagge mit dem Hakenkreuz?

Die Antwort ist so klar wie erschreckend: Die Nazis werden in Gaza verehrt.
[...]

Man lese HIER weiter.

Ob das in irgendeiner Weise bei uns Niederschlag finden wird, sei dahingestellt. Dass Mitglieder der ANTIFA gerne die palästinensische Gewalt gerne als Verzweiflungstaten interpretieren, während HAMAS und FATAH ihre eigenen Einwohner umbringen, dürfte ja allgemein bekannt sein.

Letztens hat mir übrigens einer von denen erklärt, dass "die israelischen Politiker [wohl die bösen Imperialisten] die Palästinenser aus Gaza [wohl die armen unterdrückten Proletarier] wegfegen wollen, um nur noch Juden dort anzusiedeln". 

Richtig gehört: Der Gaza-Streifen, aus dem die israelischen Siedler 2005 abgezogen wurden, um einen Friedensprozess mit den Palästinensern voranzubringen und wo seither sogar noch mehr Raketen Richtung Israel fliegen.

So eine Steilvorlage hätte sich Klein-Goebbels wohl damals selbst verzweifelt gewünscht.


Samstag, 7. April 2018

Auch ohne Waffe kann man sich ordentlich ins eigene Knie schießen

Paul Joseph Watson bringt auf den Punkt, warum die Anti-Trump-Aktivisten mit ihrem March Of Our Lifes paradoxerweise erst recht die Stellung von Trump und den Republikanern in Washington stärken.





Dienstag, 27. März 2018

Warum katholische Publikationen wichtig sind




Randnotiz zu der Predigt von Fr. James Buckley FSSP:

Gerne werden ja die Werke der Barmherzigkeit auf die leiblichen Werke reduziert - man sieht es ja oft in den Medien, wenn unter dem Begriffen "christliche Nächstenliebe" und "kirchliches Engagement" nur zu gerne heruntergebrochen werden auf die subtile Forderung "Sei ein nützliches Mitglied der Zivilgesellschaft". Offen gesagt wird das eigentlich nicht (außer wenn man sich vor den politischen Karren spannen lässt) trotzdem wird dies offensichtlich, wenn zumindest die geistigen Werke als "allzu theoretisch" und "nicht gesamtgesellschaftlich nützlich" eingestuft werden - oder als Störung des gesellschaftlichen Friedens (möge er nun existieren oder nicht) durch "dogmatische Haarspaltereien".

Dazu muss man sagen, dass eine politische Spaltung der Gesellschaft schon seit Jahren stattfindet. Die Frage ist nicht, ob sie gespalten wird, sondern auf wessen Seite man steht. Inzwischen sind wir schon so weit, dass alles an einen offiziellen Narrativ ausgerichtet sein muss, der ab und an zur verunsicherten Frage führt: "Darf ich das sagen oder werde ich vielleicht als 'Rechts' eingestuft und sollte mir die ganze Sache wirklich noch einmal 'objektiv' überlegen, wie die anderen es sagen?"

Erheblich länger als die immer weiter zutage tretenden Konflikte sind allerdings die subtil geistigen. "Der Mensch lässt sich gerne betrügen" sagt es Thomas Mann so schön in seinem Werk "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Wie Pater Buckley ausführte, kippten in Genesis die ersten Menschen nicht einfach unter der Macht der Schlange zusammen - sie wurden regelrecht in eine Überredung hineingezogen, die vom Teufel selbst so lange definiert wurde, bis er ihre Neugierde erweckte und die Aufmerksamkeit auf seine falschen Vorschläge zog. Das "Desire" anpeilen, wie man in der Werbebranche so schön sagt, wenn man beim Kunden nach einem wunden Punkt in seiner Aufmerksamkeit sucht, um kurzzeitig zum beispiel das rationale Denken durch emotionales Fordern auszuschalten, um die Absicht des Produktkaufes zu begünstigen.

Ist diese Erzeugung einer geistigen "Echoblase" hier noch kurzzeitig, kann sie in größeren Gesellschaften zu reglerechten "Echokammern" ausarten, da sich zu kurzgefasste Argumentationen bald durch die Wirklichkeit widerlegen lassen. So funktionieren Ideologien, die ohne Unterstützung nicht überleben würden. So funktionieren aber auch Popkulturen, die sich gerne politisch vor den Karren spannen lassen - und jeder wegen ihres "positiven Charakters" ohne weitere Diskussion zustimmt. "A Handmaid`s Tale" war ursprünglich als Kritik am Islamismus gedacht - heute schlachtet die Autorin selbst die inzwischen als Serie verfilmte Dystopie als "Kritik am christlichen Fundamentalismus" aus, die den Menschen wie jede Propaganda als allzeit einsetzendes Damoklesschwert im Kopf bleiben und dort subtil weiterwirken wird. Auch die Konversion von Muhammad Ali fand in einem Umfeld statt, die seine eigenen Angehörigen als regelrechte Gehirnwäsche bezeichneten. Und mit Planned Parenthood möchte ich nicht einmal anfangen.

Wie ein Narrativ wirkt, der regelmäßig mit höchster Zustimmung und emotionaler Nachträglichkeit eingehämmert wird, dürfte bekannt sein. Dagegen vorzugehen, ein regelrechtes "Redpillen" zu organisieren, ist für viele Laien alleine nur schwer möglich. Auch weil Mitdiskutanten gerne abblocken - wie es ja auch Franz von Sales erging, als ihm beim Versuch, die Protestanten aufzuklären, vorher die Kirche vor der Nase verschlossen wurde, um eine Diskussion zu unterbinden. Weswegen er professionelle Publikationen entwickelte, um über Umwege zu den Menschen zu kommen, aber auch um seine Positionen mit jederzeit nachprüfbaren Argumenten und Quellen zu belegen - auch ohne selbst in persona anwesend zu sein. Und diese waren wirklich professionell gestaltet.

Hinter diesen Publikationen stand nicht ein anonymer Verfasser, der fernab in einem Elfenbeinturm die Emotionen lenkt und lediglich argumentative Munition und rhetorische Kniffe für seine Jünger liefert, sondern ein Mensch, der mitten im Leben bei anderen Menschen lebt und der - weit wichtiger - seine und ihre Sorgen aktiv in ein Leben mit Gott miteinbezieht, den er selbst erleben durfte. Aus diesem Grund wurden auch die Evangelien verfasst, aus diesem Grund haben auch die Apostel und Kirchenväter zur Feder gegriffen.

Und aus diesem Grund ist es wichtig, auch heute noch für eine wirkungsvolle und missionarische publikatorische Tätigkeit zu sorgen - vor allem bei dem Müll, der tagtäglich verbreitet wird - sowohl informativ, als auch unterhaltungstechnisch. Man dürfte kämpferisch wahrscheinlich von einer Art "Kontra-Kultur" sprechen, die hier gefordert wird. Wenn es darum geht, dass man seine Position darlegt, der ein weiterer widerspricht und diese sogar nicht in eine Art Weltbild oder gesellschaftliche Gepflogenheit oder Mode hineinpasst, kann man dies bejahen. Doch war die katholische Position nie eine Gegenposition, sondern immer die Normalität, wie es G.K. Chesterton in seiner "Othodoxie" und seiner "Autobiographie" darlegte, um zu erklären, warum er als geistig wacher Journalist und Schriftsteller zum Katholizismus konvertierte.

Die Kirche hat im Laufe der Geschichte immer wieder gesellschaftlichen Bewegungen und Ansichten widersprochen: Der spätantiken und über das Mittelalter bis in die Neuzeit anhaltenden Dekadenz und unkontrollierten Verschwendungssucht, dem blinden Fanatismus, der die Nächstenliebe angriff, dem unkontrolliereten Fehdetum, das sich allein aus Rache und Zorn speiste, der Versklavung fremder Kulturen, der Ausbeutung der Arbeiter. Und bizarrerweise wird gerade ihr das von einer Gesellschaft vorgeworfen, die damals als Gesamtes wenig bis nichts getan oder sogar zugeschaut hat - und sich heute selbstzufrieden auf die Schulter klopft, wie weit es doch zivilgesellschaftliche Demokratie und menschliche Genialität und Solidarität in der Menschheitsgeschichte gebracht haben. Und sich medial immer und überall ein Denkmal setzt, damit sich das jeder merkt.

Wenn das bedeutet, eine Kontra-Kultur aufzubauen, die man es schon Johannes Paul II. vorgeworfen hat, als man merkte, wo er seine Stärke herbekam, als man merkte, warum Paul VI. die damalige Entwicklung der Sexualität durch diverse Präparate und Praktiken ablehnte und als schädlich kennzeichnete - dann ja: Wir bauen eine Gegenkultur auf.

Wir werden ein Bollwerk aufbauen aus Büchern, Magazinen, Homepages und Blogs beflaggt von Flyern und Gebetskärtchen. Und in seinem Inneren wird ein eigenes kleines Paradies sein, das die Schönheit der Welt in sich birgt, von der niemand etwas wissen will, die Blätter dessen Pflanzen die Wunden der Völker heilen werden (Off. 22,2) und der Zuflucht für die Flüchtlinge der Gesellschaft aus Beton, Displays und veganen Würstchen. Und wenn es wieder einmal zu einem Zusammenbruch kommt, werden wir uns dieses Gebiet zurückerobern und ihm seinen Ewigkeitscharakter in den Augen Gottes zurückgeben.




Donnerstag, 22. März 2018

Gehört der Islam zu Deutschland?



Michael Hesemann hat zum Statement von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Antwort gegeben mit der eigentlich jeder zufrieden sein könnte - aber es niemand so wirklich sein will:


[...] „Der Islam hat sogar maßgeblich zur europäischen Einigung beigetragen. Ohne den Islam hätte es keinen Karl den Großen gegeben, dessen Großvater erst als Held von Poitiers über seine Rolle als Hausmeier hinauswuchs und den Grundstein für die Dynastie der Karolinger legte, keine Kreuzzüge samt dem damit verbundenen Kulturtransfer, keine Renaissance, die Folge des Falls von Konstantinopel und der Flucht seiner Gelehrten in den Westen war, keine Heilige Liga als erstem europäischen Verteidigungsbund gegen die Türken und so vieles andere. Der Islam spielte also sehr wohl eine wichtige Rolle in der Geschichte Europas, auch und gerade Deutschlands, aber eben nicht als Teil unserer Kultur, in die er nie integriert war – sondern als Bedrohung, gegen die es sich zu vereinigen und alle Grenzen und Gegensätze zu überwinden galt. Sprich: Ohne Islam hätte sich ein christliches Abendland nie in dieser Klarheit definiert.“ [...]



Mittwoch, 21. März 2018

Robert Kardinal Sarah: Palmsonntag und das liturgische Gesammeltsein




Auszug aus dem dem äußerst lesenswerten Buch "Die Kraft der Stille" von Robert Kardinal Sarah und Nicolas Diat.

Das Evangelium zeigt, wie wichtig es ist, fruchtloser Begeisterung, heftigen Leidenschaften, ideologischen oder politischen Schreien zu misstrauen. 

Als Jesus am Palmsonntag von Betanien nach Jerusalem herabkam, wurde er feierlich und prachtvoll empfangen. Vor seinen Füßen breitete das Volk seine Kleider und Palmzweige aus und pries den Sohn Davids. Alle riefen: "Hosanna! Gesegnet sei Er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels!" (Joh 12,13). Alle waren Zeugen der Auferstehung des Lazarus gewesen, der bereits im Grab gelegen hatte. Aus diesem Grund empfing die Menge Christus mit großem Prunk. Im Lärm dieses triumphalen Einzugs und dem außergewöhnlich festlichen Empfangs war ganz Jerusalem in Aufregung . Jeder fragte sich: "Wer ist das?" (Mt 21,10). [...]

[...] Nachdem die Feierlichkeiten beendet waren, fand sich zu vorgerückter Stunde merkwürdigerweise niemand mehr, der Ihm Gastfreundschaft und etwas zu essen anbot. So verließ Jesus die Stadt und kehrte nach Betanien zurück, um dort mit seinen Jüngern die Nacht zu verbringen. Der mit großer Begeisterung empfangene Sohn Gottes fand keinen, der Ihm seine Tür öffnete. Wie oft sind doch auch in der heutigen Zeit unser Empfang, unsere Liebe, unser Lob nur oberflächlich und unbeständig, wie eine religiöse Fassade.

Heute begnügen wir uns damit, Riten zu erfüllen, die keine Auswirkung auf unser konkretes Leben haben, weil sie ohne Sammlung, ohne Innerlichkeit und ohne Wahrheit vollzogen werden. Die Einwohner Jerusalems verstanden nicht tief genug das Kommen des Gottessohnes; das Volk war seinen Leidenschaften und politischen Ambitionen ausgeliefert, überschwänglich, laut, oberflächlich. In all den weltlichen Wirren gefangen, konnten sie nicht das Geheimnis von der Ankunft des Königs und Messias verstehen; [...]

[...] Die Einwohner Jerusalems wollen einen messianischen Herrscher und versuchte nicht, die stille Größe der Botschaft Christi zu begreifen. Das Volk nimmt Christus nicht in seinem Herzen auf: es gibt sich nur einer oberflächlichen und übertriebene Verführung hin. Das Schwerste ist, Jesus im Geist und in der Wahrheit zu lieben, um Ihn im Herzen und den Tiefen unseres Wesens aufzunehmen.

Die wahre Aufnahme ist still, Sie ist weder diplomatisch noch theatralisch oder sentimental.


Die Inquisition kommt ... Nach Kanada.



An dieser Stelle könnte man bei genauerer Betrachtung eigentlich schon eher von deren Gegenteil - einer Hexenjagd - sprechen, die der kanadische Psychologe und Kulturkritiker Jordan Peterson in seinem eigenen Land schildert.

[...] "Ich habe die Dokumentation der Tribunale für Soziale Gerechtigkeit und für die Ontario Menschenrechts-Kommission gelesen und daraus ergibt sich, dass sie das Recht haben, die Präzedenzfälle auszusetzen", erklärt Peterson. "Oh wirklich? Sie haben das getan, haben Sie? Okay, das bedeutet das genau? Ich weiß ganz genau, was das bedeutet. Es bedeutet, dass das englische Gewohnheitsrecht ein unterdrückerisches Patriarchat ist und wir uns, wenn es erforderlich ist, uns nicht an dessen Diktat halten, wenn es unserer ideologischen Agenda widerspricht."

Diese Menschrechtsgesetzgebungen wurden auch gebraucht, um die Meinungsfreiheit einzuschränken. Letzen Juni nahm der kanadische Senat mit 67 zu 11 "Gender Expression" und "Geschlechtsidentität" in den Menschenrechtscodex des Landes und Hassverbrechen-Sprache des Strafgesetzbuches auf, das so weit gehen kann, dass Privatpersonen bestraft werden können, die nicht die von Transgendern bevorzugte Pronomen verwenden.

Als Ergebnis, sagt Peterson, wurde die Annahme der Unschuld [bis zum erwiesenen Gegenteil], die eine der Grundpfeiler des westlichen Rechts sind, ersetzt "durch 'Glaubt dem Kläger' und die 'Überlast an Beweisen' ". [...]


Wer also einen gewissen Sketch von Monty Python schon bizarr findet ... Ja, dem darf nach dieser Form der Scharia-Polizei das Lachen im Halse stecken bleiben.


Mittwoch, 21. Februar 2018

So was nennt man "Soy Boys" ...




In den Badischen Neuesten Nachrichten vom 20. Februar erschien unter der Kategorie "Wissenschaft" der Artikel "Der Feind ist ein Weichei - Männlichkeit und politische Ideologie in Filmen des Kalten Krieges":

"Hight Treason" etwa ist ein britischer Spionagethriller aus em Jahr 1951. Die Handlung: Eine Gruppe kommunistischer Verschwörer will in Engalnd ein Kraftwerk in die Luft sprengen. Dabei bedienen sie sich eines jungen Mannes aus der Arbeiterklasse, der ihnen - ohne die wahren Absichten zu durchschauen - Zündschnüre für ihre düsteren Plan liefert. Der Junge wird als naiv, schüchtern, ängstlich und sehr unmännlich dargestellt. [...]

[...] Die Botschaft ist für [Kulturwissenschaftlerin Kathleen] Starck klar: Alle, die für kommunistsiche Ideologien anfällig sind, sind keine richtigen Männer. [...]

Natürlich arbeitet man sich hier am Thema "Politische Männlichkeit" und deren "subtilen" Wirkweise ab, bei der vor allem Trump und Putin ihr Fett wegkriegen als Macho-Populisten. Von letzterem existieren sogar Ausstellungen junger Künstler und frei erhältliche offizielle Wandkalender - bei Leuten wie Trudeau,  Macron und Anton Hofreiter völlig undenkbar.

Bei Propaganda weiß man eigentlich, wo man ist: Stark überzeichnete Darstellungen, die an das Vertrauen an die eigene Gesellschaftsordnung appelieren. Besonders zu Zeiten, in denen eine gegnerische Seite ebenfalls versucht, Vertrauen aufzubauen - indem sie emotional versucht, eine Gesellschaft zu untergraben. Mal mit Vorwürfen der Ungerechtigkeit, mal mit Verweis auf die eigene Überlegenheit - sei es vom Status der eigenen Virtus oder von der materiellen Überlegenheit aus (hier ein aktuelles Beispiel).
Nichts neues unter der Sonne.

Trotzdem tun sich in diesem Punkt Parallelen auf: "Friedfertige" neigen inzwischen eher dazu, sich als "links" und dementsprechenden Programmen zugehörig zu bezeichnen, während "Streitlustige" eher nach "rechts" neigen. Zurückführen kann man das - besonders hier in Deutschland - auf einen etwas naiv geratenen Narrativ vom "guten linken Fortschritt" und der "bösen rechten Ewiggestrigkeit", der sich aus den sozialistischen Utopien seit Charles Fourier, Karl Marx und Co. speist. Wenn jeder sich in die Gesellschaft (die übrigens nicht "repressiv" sein darf - was das auch immer heißen möge, selbst Karl Marx fand an dieser Stelle Gewalt zu gesellschaftlichen Umgestaltung legitim), kann alles so toll werden, jeder würde für jeden sorgen, jeder würde für jeden da sein - und es gäbe supertolle Sexorgien, bei denen wirklich JEDER mitmachen kann (nach Fourier).

Im Weg stehen einfach nur die bösen "Reaktionären" (gegebenenfalls auch Magnaten, Kapitalisten, etc.) , die wie typische Cartoon-Bösewichte der lieben Gesellschaft was zwischen die Beine werfen, um ihre Macht zu behalten, weil sie ja eh nichts besseres können.

Dieser Narrativ wird schnell zu Anlaufpunkt für all diejenigen, die sich "unterdrückt" fühlen oder mitmachen, weil sie nicht automatisch zu den "Unterdrückern" dazugerechnet werden wollen. Die Rolle ist trotz aller linken Aktivitäten eine passive. Man fühlt sich im Recht, auf der "richtigen Seite der Geschichte", sodass man schnell denkfaul wird und sich in seiner eigenen Utopie einnistet. Siehe die sogenannten Social Justice Warriors (SJW) in den USA.

Auffällig ist, dass heute viele dieser sich daraus ergebenden "Naivlinge" nicht wie im Zeitungsartikel beschrieben, die "Arbeiterklasse" stellen, sondern sich meist in universitären und sonst wie angesicherten Gesellschaftsbereichen finden lassen. Diese darf sich nämlich inzwischen mit Problemen herumschlagen, die inzwischen für viele Linke längst Schnee von gestern sind. Kein Wunder, dass diese plötzlich leicht "rechts" werden und mehr allgemeine staatliche Sicherheit fordern, während man auf der linken Seite aus Angst vor Konfrontation mit einem fremde Weltbild plötzlich exklusiven Schutz von Seiten des eigentlich verhassten Staates fordert- auch mit verzweifelter Gewalt und zum Schutz vor einem ominösen "Faschismus", dessen totalitären Winkelzüge schon lange bei den Linken selbst zu erkennen waren als Ergebnis ihres Rückzuges in den geistigen elfenbeinernen Turm. Ein Pardoxon, das gerne ignoriert wird.

Noch mal zurück zum Thema "Weicheier": Es gibt den Verdacht, dass neben einem verweichlichten Weltbild ("Kann sein, dass die AfD nicht offen faschistisch ist - sie wird trotzdem den Faschismus einführen, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommt") auch das real geführte Leben seinen Einfluss hat. Wer sich schützen möchte, sucht sich eine Gruppe, in der er sich verstecken kann, wer ein schwächliches Auftreten hat, sucht sich ein leicht totalitäres linkes Weltbild, das mit einer gewissen Controll Freak-Mentalität offensichtlichen Schutz und Sicherheit für jedermann jedeleut bietet und einen selbst mit einfachen Allerweltslösungen ständig in seiner Position bestärkt, ohne sich selbst stark ändern zu müssen.

Man muss sich nur an bestimmte Codices halten. Zum Beispiel, dass Sojamilch gut für die Natur und damit auch für die Klima und automatisch für die ganze Welt an sich ist (während Kuhmilch ein Zeichen rassischer Überlegenheit darstellt) und daher Sojamilch überall zugänglich sein sollte.

Womit wir anschließend beim Thema des ganzen sind: Soy Boys. Kerle, die irgendwie jeden Blödsinn, der als progressive Gesellschaftskritik dargestellt wird und genauer betrachtet nichts anderes als ein gruppenbezogenes Virtue Signaling darstellt, das einzig dazu dient, nicht aus einem bestimmten Personenkreis gestoßen zu werden, egal wie absurd auch dessen Forderungen sind, die unter der Utopie "gerechte Gesellschaft" gehandelt werden.




Die Lösung dazu? Geht raus, mach was irgendwas abenteuerliches und durchgekanlltes, was dich wirklich herausfordert.
Wie Breath of the Wild, nur ohne Konsole. Und nein. Cosplay gilt auch nicht.

Vielleicht von mindestens drei Kerlen verprügeln lassen, während du die Namen von fünf Müslisorten nennst, aber bitte nicht jeder möglichen Ideologie nachlaufen, die darauf hinausläuft, Leute als verweichlichte "nützliche Idioten" (nach Lenin) kleinzuhalten.





"Wegener ist der einzige deutsche Held seit dem Zweiten Weltkrieg"




Höchst empfehlenswerter Artikel auf der Achse des Guten zu am 28. Dezember 2017 verstorbenen Ulrich Wegener, dem Gründer der GSG9 und Einsatzleiter der Befreiung des entführten Flugzeuges Landshut - das derzeit übrigens im Dornier-Museum in Friedrichshafen am Bodensee restauriert wird.


[...] Ohnehin hatte die deutsche Linke sicher ihre Schwierigkeit mit dem geradlinigen Soldaten, der sich in der preußischen Tradition seiner Familie sah und selbst nach dem Krieg seinem Vaterland als Offizier dienen wollte. Er war ein schlagender Beweis dafür, dass diese Tradition und demokratisch-freiheitliche Werte eben kein Widerspruch sein müssen und wir uns vielleicht heute diesem Ethos vorurteilsfreier nähern sollten.

Denn als gebürtiger Jüterboger hat der Brandenburger seine demokratische Gesinnung schon in jugendlichem Alter mehr unter Beweis gestellt, als all die 68er, denen der knorrige Ton und der Appell an Disziplin, Befehl und Gehorsam Anlass zum Mäkeln gaben. Er hatte vor den DDR-Wahlen Flugblätter gegen die „Einheitsliste der Nationalen Front“ verteilt und landete deshalb für 16 Monate im Stasi-Knast.

Als er 1952 entlassen wurde und nach Westberlin flüchtete, wog der 1,86 m große Hüne gerade mal 60 kg. Kein Wunder, dass einer der amerikanischen Sicherheitsberater des Präsidenten gegenüber dem deutschen Terrorismusexperten Rolf Tophoven sagte: „Wegener ist der einzige deutsche Held seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Das trifft es. Der Mann hat unserem Land viel erspart.
[...]


Und auch zum bis heute ständig mantraartig wiederholten und bei Links-Grün-Alternativen beliebten Vorwurf "Disziplin gleich Faschismus gleich Holocaust" haben sich schon damals bei der Landshut-Aktion die wahren Gesichter gezeigt, die auch heute noch gerne geflissentlich ignoriert werden - und gerne unter dem Begriff "Israelkritik" heruntergehandelt* werden:

[...] [Wilfried] Böse erwies sich als Erbe der deutschen KZ-Betreiber und selektierte – wie an der Rampe von Ausschwitz – ungefähr 100 Israelis und Juden. Alle anderen Passagiere durften mit einer anderen „Air France“-Maschine nach Hause fliegen. Die Crew blieb aus Solidarität mit den Geiseln zurück. [...]


*Anmerkung: Bin erst vor kurzer Zeit einem Mitglied der Antifa begegnet. War persönlich sehr nett, aber dem es jedes Mal sauer aufstieß, wenn man positiv von der Polizei sprach und der bei dem Nahost-Konflikt jedes Mal auf die ach so bösen Isrealis zu sprechen kam, die "die Palästinenser rausfegen wollen, um  nur noch Juden (sic!) dort [d.h. den palästinensischen Autonomiegebieten] ansiedeln zu können". 

Danach dachte ich nur noch: Meine Fr****, war das gruselig.