Samstag, 26. Dezember 2015

Sed Contra: Chesterton und der Weihnachtsmann



Zur Diskussion über den Weihnachtsmann und dem christlichen Weihnachtsfest:
Angesichts des alljährlichen Weihnachtskommerzes mit dem korpulenten Rauschebart im roten Mantel dürfte es wundern, dass der katholische Autor G. K. Chesterton fest an seine Existenz glaubte und diesen kindlichen Glauben auch weiterempfahl.
Ist Chesterton in seiner allseits bekannten Phantasterei nun vollkommen durchgedreht, vor allem angesichts der heutigen Bemühungen, einem Totalausverkauf von Weihnachten entgegenzuwirken, die sich schon damals leicht abzeichnete?

Beileibe nicht, denn was heute zur Symbolgestalt des kollektiven Konsums geworden ist, stand als die damalige Märchengestalt noch für etwas ganz anderes, wie Chesterton seine Erlebnisse zur Zeit Queen Victorias schildert:


Als Kind war ich mit der Erklärung eines Phänomen konfrontiert. Ich hängte am Ende meines Bettes einen leeren Strumpf, der am nächsten Morgen ein voller Strumpf war. Ich hatte nichts mit der Sache zu tun, die ihn füllte. Ich habe nicht dafür gearbeitet oder nachgeholfen, dass es so passierte. Ich war nicht einmal brav gewesen - ganz im Gegenteil.

[...]

Damals wunderte ich mich, wer die Spielsachen in den Strumpf tat. Jetzt wundere ich mich, wer den Strumpf an das Bett tat, und das Bett in das Zimmer, das Zimmer in das Haus, das Haus auf den Planeten und den Planeten in den leeren Raum.

Einst dankte ich Santa Claus für ein paar Puppen und Nüsse. Nun danke ich ihm für Sterne und Straßen, für den Wein und das Meer. Einst fand ich es amüsant und fantastisch, ein Geschenk zu finden, das nur halb in den Strumpf passte. Nun bin ich amüsiert und beeindruckt, jeden Morgen ein Geschenk zu finden, das so groß war, dass man dazu zwei Strümpfe brauchte und von dem der größte Teil noch herausschaute. Es ist das großartige und Geschenk meiner Selbst [...]


Wenn man dann noch das Zitat aus Mt 5,45 im Kopf hat von Gott, der "die Sonne aufgehen lässt über Bösen und Guten und es regnen lässt über Gerechten und Ungerechten", dann dürfte schnell klar sein, wer für Chesterton der echte und einzige große Weihnachtsmann war und immer noch ist.
Und in dieser Nacht in seine Schöpfung trat und ihr seinen Sohn schenkte.


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnachten


Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: 
"Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ."

So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Lk 2,15-16


Natürlicher Schneeflockenersatz...




Mittwoch, 23. Dezember 2015

Was ist cooler als ein Baumhaus?

- Natürlich ein Baum als Haus.



Und was ist cooler als ein Baum als Haus?

- Ein ganzer Baum als Kapelle.
Wie dieses schöne Beispiel aus Frankreich, das heute noch immer zugänglich ist.





"Once abolish the God, the Government becomes the God."

Über dieses Chesterton-Zitat kann man diskutieren.

Einerseits gibt es - wie in Chestertons Verweis - das Beispiel Sowjet-Russland, dazu kamen noch später Nazi-Deutschland, Nordkorea und China, bei der die Erhaltung des Staates über alles andere gestellt wurde/wird. Andererseits habe ich viele atheistische Freunde, die solche Statolatrie in ihren Ansetzen zutiefst ablehnen.

Dann gibt es noch diejenigen, für die die Menschenrechte erst mit bestimmten Schriftstücken anfingen zu existieren, weil ihnen selbst das Naturrecht "zu diffus und religiös" sei. Und am liebsten die Geburt Christi durch die "Geburt der Bill of Rights" ersetzen wollen. Besonders die Gruppe "Freedom From Religion Foundation" (FFRF) tut sich in letzter Zeit damit ordentlich hervor.



Besonders für Gamer dürfte diese Sache ziemlich interessant sein. Kommt doch in dem semi-dystopischen Spiel "Bioshock Infinite" den Verfassungsväter Washington, Jefferson und Franklin schon selbst beinahe religiöse Verehrung zu. Im Hauptbereich der Kirche/des Tempels/was das auch immer für ein seltsames Gebäude sein soll...



Ein Tor, wer jetzt Böses denkt. Besonders, wenn man die Thematik des Spiels betrachtete und dabei bedenkt, dass dort mit den dreien ordentlich Schindluder getrieben wird...


Montag, 7. Dezember 2015

Lutheran Satire: "Horus ruins Christmas"

Mit dem Advent beginnt nicht nur die Fastenzeit, sondern auch die Zeit der geschätzten "Nein-Ich-glaube-nicht-an-Gott-feiere-aber-Weihnachten-weil-ja-heidnisch-und-eh-alles-von-Christen-geklaut-die-bei-jeder-Kritik-rumheulen"-Kommentare.
Was Lutheran Satire (bekannt für die Donall und Conall-Videoreihe) humoristisch ins Visier nimmt.



Und falls noch einmal nachgelegt ("Ihr nehmt die Bibel eh nich ernst!") wird, gibt es auch noch dieses nette Filmchen.



Samstag, 5. Dezember 2015

Freitag, 4. Dezember 2015

Nochmal Satire - von katholisch.de



Da glaubt man, eine super Wochenschau-Satire geschrieben zu haben - und dann kommt katholisch.de einfach so daher mit einem unglaublichen Maß an Selbstironie, die man beinahe selbst nicht durchschauen kann, und zeigt einem, dass man so wirklich ganz falsch gelegen hat. Es geht wieder mal um das beliebte Thema "Wir sind Kirche - und ihr niiiiihicht!"

[...] Da sollte wohl nicht über Kirchenpolitik berichtet, sondern Kirchenpolitik betrieben werden: durch Verschweigen (das Gegenteil von Journalismus), Kleinschreiben und grobes Aburteilen. Motto: Wenn die katholische Realität nicht so ist, wie ich sie gern hätte, dann zensiere oder selektiere ich mir einfach eine andere herbei. "Ich mach' mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt" (Pippi Langstrumpf). Das geht leichter, wenn man die anderen gar nicht als katholisch betrachtet. Oder nur als katholische Spreu, der man selbst als goldener Weizen leuchtend gegenübersteht. [...]

[...] In der Mehrzahl zu sein ist kein Wahrheitsbeweis, in der Kirche noch weniger als in der Politik. Doch es vermindert das Risiko der Sektiererei. Der Katholikentag bringt immer noch mehr als das Zwanzigfache an Teilnehmern auf die Beine als jede "Heerschau" der ZdK-Verächter. Die nächste des "Forums deutscher Katholiken" soll übrigens mit einem missionarischen Magneten besonderer Art punkten: Bischof Tebartz-van Elst. Den Scheuklappen-Katholizismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.

Touché. Das die Nummer von in seiner Autorität beleidigten ZdK hätte ich euch beinahe abgekauft. 

Aber so was würde sich ja niemand in einer offiziellen Internetpräsenz trauen...


Donnerstag, 3. Dezember 2015

Satirische Wochenschau

Während es derzeit im Osten ordentlich weiterkracht und man jetzt erst merkt, wie doof man sich eigentlich unvorbereitet vorbereitet hat, sind diese Woche weit wichtigere Dinge in der Gesellschaft zu vermerken.
Ach ja, und ich habe Grippe, mir ist langweilig und es kam noch keine neue South Park-Episode raus.

Dieser Artikel ist der heute-Show gewidmet - einer öffentlich-rechtlichen Satire-Sendung - nein, jetzt noch nicht lachen -, die versucht, witzig zu sein und uns zeigt, dass es inzwischen keinen Unterschied mehr gibt zwischen Gesellschafts-Satire und der Satire-Gesellschaft. Und die uns zeigt, dass es vollkommen okay ist, auf andere loszugehen, die nicht der eigenen Meinung sind.


- Im Streit um die Besetzung und Umfunktionierung der Stuttgarter Oper während der "Demo für Alle" und der daraus resultierenden Frage um die Neutralität öffentlicher Einrichtungen (und der Frage, wie viel vom Steuergeld für das offensichtliche Riesentransparent verwendet wurde) ist man sich einig, dass nichts passiert, die CDU doof ist und es sich in Wirklichkeit bei der "Demo für Alle" um einen Pegida-Ableger handelt.

[...] [Manfred] Kern [Grünen-Abgeordneter] sieht in der Versammlung in Stuttgarts Guter Stube Symbolik: „Dass die Demo für alle vor das Opernhaus zieht, ist kein Zufall“, sagt er. Es gebe Parallelen zur rechtspopulistischen Pegida, die vor die Dresdner Semperoper ziehe. [...]

Außerdem wurde bekanntgegeben, dass demnächst bei der Bekämpfung schädlicher Symbole und Verschwörungen eine Expertenkommission um Dan Brown eingerichtet wird. Deren erste Amtshandlung besteht darin, die Stuttgarter Antifa nach Asien zu schicken, um sogenannte "Glückssymbole" zu bekämpfen.


- Die JUSOS fordern "mehr Sonderrechte für Trans*menschen". Abgesehen von der Sache, dass man sich fragt, ob es nicht eher "Trans*gender" heißen und "Trans*menschen" eher auf andere Richtungen beziehen sollte, kommt es zu einem weitaus größeren Problem:

[...] Künftig solle jeder Bürger entscheiden können, welches Geschlecht er annehmen wolle. Auch mit Kritik an der eigenen Partei sparten die Jusos nicht.

So wird problematisiert, daß die innerparteiliche Frauenquote zum Problem werden könne, wenn eine Frau ihr Geschlecht ändere. „Trans*gender, deren Identität weder explizit männlich noch weiblich ist, werden von der Quote faktisch nicht erfaßt“, beklagte der Verband.
[...]

Seien wir doch ehrlich: Die Trans*rechte sind wie wir alle wissen in Wirklichkeit von den Konservativen heimlich eingebracht worden. Um natürlich die Frauenquote zu unterwandern, das sieht man doch inzwischen ganz deutlich!


- Die DBK kann ihre "gemeinsame Homepage" nicht mehr unter Kontrolle halten. Hat sie zwar nie gekonnt und man fragt sich bis heute gelegentlich, was gelegentlich in dieser Mischung aus großer Internetpräsenz und national-regionalen Kirchenblatt für Zeugs geraucht Schriften  konsumiert werden. Lustigerweise ändert das nichts an der Tatsache, dass man bei der Weigerung, weiterhin Kirchensteuer (mit denen das übrigens finanziert wird) zu zahlen, aus der Kirche ausgeschlossen wird. 


- Im US-amerikanischen San Bernardino werden bei einem Angriff auf eine Sozialeinrichtung 14 Menschen getötet. Liberale regen sich auf, dass man für die Opfer betet. 
Hatte wir schon nach den Terroranschlägen in Paris, als gegen den in sozialen Netzwerken berühmten Slogan "Pray for Paris" die Gegeninitiative "Don´t pray for Paris" entstand, wo neben sozialen Trostpflastern vor allem auf die Lebensfreude wie Champagner, Tanz und Liebe Wert gelegt wird. Das hatten die Besucher des Metal-Konzerts im Bataclan-Theater auch. Nur gebracht hat es halt nichts. 


- Kurz nach dem Amoklauf des Colorado Shooters, der sich in einem Ableger von Planned Parenthood verschanz und drei Menschen getötet hat, lässt die dortige Präsidentin vermelden:

Vicki Cowart, president of Planned Parenthood of the Rocky Mountains, went beyond an inference, saying the shooter “was motivated by opposition to safe and legal abortion.” [Attorney General Loretta] Lynch, who called the “unconscionable attack” a “crime against women receiving health care services,” pledged the full resources of her office for the investigation.

Von deutschen Medien wird das anders als in den USA sofort übernommen und nicht weiter überprüft, obwohl derzeit mehr Fragen vorliegen als Antworten. Beispielsweise ist bekannt, dass der Täter, Robert Lewis Dear, psychisch instabil war. 
Er ist zwar gläubiger Christ und gegen Abtreibung, machte sich aber nicht aus seinem Handeln gegen die Gebote der Bibel sowie Ehebruch, Körperverletzung und Tierquälerei. Soziale Kontakte - auch zu Lebensrechtgruppen - unterhielt der zurückgezogene Einsiedler, der ohne Strom und fließend Wasser lebte, keine. Bei Nachbarn galt er als verrückt und gefährlich zugleich mit einem starken Hang zur Paranoia, die den Beamten bei seiner Festnahme entgegen schlug - und aus denen Mrs. Cowart den Beweis herausgehört haben will, dass er wegen "Babyteile" aufgeregt sei. Die Beamten sind sich in der Hinsicht noch immer nicht einig, doch für Planned Parenthood bietet es derzeit die einzigartige Möglichkeit, nach den Skandal-Videos, die Lebensschützer heimlich aufnahmen, wieder zurückzuschlagen. Und da greift man ordentlich zu.

Dass es sich bei einem der Toten um einen Polizist gehandelt hat, der selbst evangelikaler Pastor und Pro Life-Aktivist war und sein Leben hingegeben hat, um das PP-Personal zu schützen - dazu wird von der Einrichtung nichts gesagt. Warum auch, er hat sich ja auch nicht positiv zu Planned Parenthood geäußert - und wofür bezahlen wir Polizisten überhaupt, wenn nicht von Irren abgeknallt zu werden?


Allen Lesern, die sich heute Nacht noch durch diese Ansammlung von Irrsinnigkeiten gequält haben gebe Gott einen gesegneten und ruhigen Schlaf.

Für all diejenigen, die für das verantwortlich sind:
Herr, lass Hirn regnen...



Und für all diejenigen, die noch immer nicht einschlafen können, gibt es eine Gutenachtgeschichte.



Sonntag, 29. November 2015

Bach in Japan. Oder: "Was Hoffnung für Christen bedeute"



250 Jahre nach seinem Tod ist Johann Sebastian Bach missionarisch tätig - in Fernost.
Dass sich jetzt in einer Gesellschaft, in der sich 2/3 als "nicht gläubig" bezeichnen, aber 70% den Wert von Religion betonen, sowohl Höhergebildete als auch die Popkultur mit der christlich geprägten westlichen Kultur auseinandersetzen, darüber berichtet dieser lesenswerte Artikel.

[...] Die Kunst der Fuge ist wahrscheinlich Bachs abstraktestes und intellektuell herausfordernstes Werk. Damals verleitete ihre erhabene Schönheit Arthur Peacocke, den englische Theologen und Biologen, zur Aussage, der Heilige Geist selbst hätte sie geschrieben, indem er Bachs Hand nutzte.
Ein Viertel Jahrtausend nach dem Tod des Komponisten bereitet die Qualität seiner Musik dem Christentum einen seltsamen Weg zu einer Gruppe von Menschen, die in der Vergangenheit mehr als jeder andere sich der Mission widersetzten: Der japanischen Elite.

Masashi Masuda aus Hokkaido, Japans nördlichster Insel, erzählte mir, wie Glenn Goulds Interpretation von Bachs Goldberg Variationen in ihm erstmals Interesse am Christentum weckten. "Da war irgendetwas in dieser Musik, dass mich dazu brachte, tiefer und tiefer in seine spirituellen Ursprünge einzutauchen." 
Masuda ist heute Jesuitenpriester und Dozent für Systematische Theologie an der Sophia Universität in Tokyo. Yoshikazu Tokuzen, Rektor an Japans Lutheran Seminary und Präsident des Nationalen Christlichen Rates (National Christian Council, NCC) wiederholt Peacocke: "Bach ist ein Werkzeug des Heiligen Geistes." Als Beweis zitiert Tokuzen eine beeindruckende Statistik. Obwohl weniger als 1 Prozent der 127 Millionen Japaner dem Christentum angehören, sympathisieren 8 bis 10 Prozent mit dieser "fremden" Religion. 
Tokuzen erklärt: "Die meisten Sympathisanten sind Teil der Elite und viele hatten ihren ersten Kontakt mit dem Christentum  durch die Musik von Johann Sebastian Bach."

"Ich gehöre zu dieser Kategorie", sagt meine Übersetzerin Azusa, eine fünfundzwanzig-jährige Jurastudentin. Sie nahm eine CD aus ihrer Handtasche. Es war eine Aufnahme von Bachs Vergnügte Ruh´, beliebte Seelenlust, deren Text erklärt, dass Gottes wahrer Name die Liebe sei. "Das hat mir gezeigt, was diese zwei Wörter für Christen bedeuten", erklärt sie, "und ich mag sie so sehr, dass ich diese Aufnahme abspiele, wann immer ich kann." [...]

[...] "Was die Leute in dieser Situation [angesichts der Generationenkluft, der Trennung innerhalb von Familien und Gesellschaft, sowie gesellschaftlichem Druck auf das Privatleben], ist Hoffnung im christlichen Sinne des Wortes, aber Hoffnung ist hier eine fremde Idee", erklärt der berühmte Organist Masaaki Suzuki, Gründer und Leiter des Bach Collegium Japan. Er ist die führende Kraft hinter dem "Bach Boom", der über Japan zieht, während es sich anhaltend in einer Periode spiritueller Verarmung befindet. "Unsere Sprache hat kein entsprechendes Wort für Hoffnung. Entweder benutzen wir ibo, das "Verlangen" bedeutet, oder nozomi, das etwas unerreichbares beschreibt. Nach jedem Auftritt des Bach Collegiums ist Suzuki auf seinem Podium von nichtchristlichen Zuhörern umringt, um mit ihm über Themen zu reden, die normalerweise ein Tabu in der japanischen Gesellschaft sind - zum Beispiel über den Tod. "Und dann bitten sie mich zwangsläufig, ihnen zu erklären, dass "Hoffnung" für Christen bedeute." [...]




Kann ich unterschreiben...

Gefunden in einem Buch für Gebetsanliegen:

Lieber Gott, 
danke, dass du uns alle erschaffen hast, 
Menschen und Katzen.
Amen.
Deine Anna.




Samstag, 21. November 2015

Christkönigs-Sonntag: Das liturgische Jahresende



[...] Genau wie wir am 31. Dezember einen Rückblick auf das vergangene Jahr halten, weil es das Ende des Kalendarischen Jahres ist, so blicken wir am Christkönigsfest auf das Jahr zurück, weil es das Ende des Liturgischen Jahres ist. 

Es ist von Vorteil, auf die vergangenen zwölf Monate zurückzuschauen vom Blickpunkt des spirituellen bzw. liturgischen Jahres aus, wie wir es verbracht haben.

- Was hast du alles erreicht?
- Was hast du getan, was nicht so erfolgreich war?
- Welche Events, Feiern oder Formen der Verehrung haben dich am meisten vorangebracht? Warum?
- Was hat dich am wenigsten vorangebracht? Warum?
- Wie war deine geistige Haltung?
- Was kannst du im folgenden Jahr ändern oder dir vornehmen?
- Wie war dein Verhältnis zum Herrn gewesen?
- Was willst du dir für das nächste Jahr vornehmen?
- Wie bist du dieses Jahr geistig gewachsen?
- Was hat dich darin gehindert, darin mehr zu wachsen und wie kannst du diesen Hindernissen begegnen?

Dies sind nur einige Beispiele für Fragen, die wir uns selbst fragen können - und sollten.

Denn es ist kein Zufall, dass das liturgische Jahr mit dem Christkönigsfest endet und mit dem Advent beginnt. Sondern der richtige Zeitpunkt. [...]
Quelle


Bald ist No-Shave-November!

Und neben katholischer Bartcreme ist auch dieser nette Pulli zu empfehlen. ;-)



Nicht vergessen: Einen Monat nicht rasieren! Rasputin des Jahres werden!


Montag, 9. November 2015

RAF 4.0. Oder: Ja, man kann noch einen drauflegen...



... nachdem neben diversen Backpfeifen, die Flüchtlingsheime anzünden, jetzt auch Übergriffe auf Konservative kommen, die man in erster Linie für die Haltung der Täter verantwortlich macht. Obwohl eine direkte Verbindung klar fehlt.

Nachdem es jetzt bei Beatrix von Storch und Hedwig von Beverfoerde nach Aufführung eines "Anti-Nazi-Theater- stücks" brannte, gegen den katholischen Blogger Josef Bordat eine Drohung ins Haus flatterte, eine Studentenverbi- ndung von zwanzig Personen überfallen wurde und sich in Thüringen eine RAF 4.0 meldete, diskutiert man bei der Antifa über die "Notwendigkeit einer terroristischen Gruppierung innerhalb der Linken".

...

Leute. Ihr wisst, dass das auf Twitter alle mitlesen können. Und mit "alle" meine ich nicht nur die NSA und die Bundespolizei, vor denen ihr gleichzeitig alle warnt...


R.I.P. Ernst Fuchs

Heute verstarb mit 85 Jahren der österreichische Maler Ernst Fuchs.

Der Freund Salvador Dalís entwickelte die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, einer Mischung aus Surrealismus und österreichischem Jugendstil. Bei seinen Bildern hatte auch die Ikonenmalerei Einfluss, mit der er sich in Israel beschäftigte, wo er sich 1957 für längere Zeit in der  Dormitio Abtei am Berg Zion aufhielt.



Requiem aeternam dona ei, Domine.

Et lux perpetua luceat ei.

Requiescat in pace.
Amen


[EDIT: Bei Le Penseur findet sich ebenfalls ein hervorragender Kommentar mit empfehlenswertem Link zu den Bildern :-D]


Samstag, 7. November 2015

Blog-Flanieren 2



[...] Die letzte Gruppe [von Katholiken, die die Kirche verlassen oder sich vom Glauben entfernen] sind die "Skeptiker", die vorhersehbar durch das Lesen von populären Autoren wie Richard Dawkins gestärkt werden und Christen als irrational und bigott verachten. [Brandon] Vogt hat auch für diese Kategorie eine Website, StrangeNotions.com, auf der er sich mit Argumenten von Atheisten auseinandersetzt.

Er glaubt, dass "viele Atheisten der Kirche näher sind, als sie denken. Zum einen sind sie willig, sich damit auseinanderzusetzen. Zum anderen setzen sie sich leidenschaftlich mit der Frage nach Gott auseinander. Sogar wenn sie nicht glauben, wissen sie, dass diese Frage es wert ist, erörtert zu werden.
[...]
Quelle


Zu seiner persönlichen Homepage geht es übrigens hier
Und für alle Facebook-Nutzer: Brandon Vogt ist mit seinen Berichten von Strange Notions und Word on Fire auch dort vertreten.



Dienstag, 3. November 2015

Dies Irae. In mehreren Versionen.

Passend zu Allerseelen und zugleich zum siebten Teil von "Star Wars", der nächsten Monat in die Kinos kommt, ist auch dieses Video, das sich mit der Rezitierung des Dies Irae in Musik und Filmen beschäftigt und einige besondere Beispiele dort aufzeigt, wo man es eigentlich nicht erwartet hätte.




Samstag, 31. Oktober 2015

This is Hallow´s Eve


Da ich derzeit noch für zwei Klausuren lernen muss, stelle ich einfach mal zwei Links online.

Der eine von Word on Fire behandelt den katholischen Ursprung von Halloween, bei dem anderen handelt es sich um einen Vlog-Kommentar eines ehemaligen Mitabiturienten (und studierten Kirchenmusikers) aus Würzburg.

[EDIT: Zur Diskussion gestellt sei auch dieser Artikel von ChurchPop...]


Schockpiktogramm aus Japan...

Nachdem man bei uns munter Raucherlungen auf die Zigarettenpackungen abgedruckt hat, sollte man nach meiner Meinung auch bald einmal zu Schock-Straßenordnungen übergehen. Das würde auch mehr Sinn machen.



Samstag, 24. Oktober 2015

Die DBK schon wieder... Oder: Wenn sich dabei St. Thomas Morus nicht im Grab umdreht!



Wenn es in Rom nicht so gut läuft, dann gibt es immer noch die eigene kleine Welt der deutschen Bistümer. Die Deutsche Bischofskonferenz hat nun ein "Infobroschüre" zum Thema "Gender katholisch gelesen" herausgegeben,  die einmal mehr zeigt, wie völlig uninformiert und naiv gerade diejenigen sind, die um jeden Preis eine eigene Reform voranbringen möchten.

Rudolf Voderhlzer, Bischof von Regensburg, hat dazu auf CNA eine lesenswerte Kritik abgegeben (gefunden via Beiboot Petri):


[...]
Zu Punkt 5: Der Flyer fordert eine Wertschätzung jedes Menschen unabhängig von der sexuellen Orientierung. Das Diskriminierungsverbot, das auch gegenüber Homosexuellen gilt, beinhaltet keine Wertschätzung einer homosexuellen Orientierung. Homosexualität darf also kritisiert werden und die Kritik ist noch keine Diskriminierung. Obwohl die Ziffer vom christlichen Menschenbild sprechen will, verliert sie kein Wort darüber, dass Sexualität auf die Weitergabe des Lebens hin angelegt ist. Ehe und Familie kommen im ganzen Flyer nicht vor. Insofern ist er schon selbst ein Dokument des Gender-Mainstreaming in der Kirche.

Zu Punkt 6: 2 Kor 12,9 auf die Schwächen des Mannes hin zu interpretieren, ist kühn, auch ein Dokument des Gender-Mainstreaming in der Exegese. Hier wird eine gnadentheologische Aussage für eine bestimmte gesellschaftspolitische These verzweckt. Dass Thomas Morus auch noch erwähnt wird, ist ja schön. Aber leider findet sich kein Wort darüber, dass er den Märtyrertod in Kauf nahm, weil er gegenüber Heinrich VIII. die kirchliche Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe verteidigte. [...]


Auflösung des Rätsels. Oder: Meine Pin-up Girls hängen nicht nur rum...

... sondern arbeiten dabei auch was. Neben dem großen Pinboard in meinem Arbeitszimmer habe ich jetzt auch ein etwas kleineres gebastelt für wichtige Termine, Passwörter und Abgabetermine.




Wo jetzt der "Rauchmantel" ist? Der dient als Hängetasche für den Terminplaner, in die offenen Seiten passen außerdem der Studentenausweis und das Semesterticket perfekt hinein und sind sofort griffbereit. Der Großteil der Tasche befindet sich übrigens auf der Rückseite.


Die Figur wurde übrigens von diversen japanischen Infoschildern inspiriert (übrigens NICHT zu verwechseln mit den Figuren aus Werbeplakaten und den Werbemaskotchen - wie hier für Windows 8). Die restliche Arbeitsschritte (anatomischer Entwurf mit in den benötigten Maßen, Reinzeichnung, Nachtuschen mit Inkscape, Kolorieren und Laminieren) sieht man übrigens hier.



Freitag, 23. Oktober 2015

Davon würde sogar Freddy Krueger Albträume kriegen...

Eine Woche noch bis Halloween (Reformationstag? Was is das?) und noch immer kein Kostüm, das gruselig genug ist? Jason Bach hat einige Tipps, bei denen für jeden was dabei ist!



Mittwoch, 21. Oktober 2015

Kardinal Arinzes Antwort auf die deutschen "Reformer"

Kardinal Francis Arinze antwortet auf eine These, die ein "einflussreicher Synodenvater" letzte Woche aufgestellt hat mit der Bemerkung, die "katholische (Sexual-)Moral sei unrealistisch". Wobei der Kardinal mit so einigen Vorurteilen und Halbwahrheiten innerhalb der Kirche abräumt und eine kleine Katechese zum Thema Sünde und Barmherzigkeit gibt.



October 21th, 2015

Alle Fans von "Zurück in die Zukunft" wissen, was an diesem Tag geschehen wird, bzw. geschieht:
Marty McFly und Doc Brown kommen in die Zukunft, bzw. in die Gegenwart - und kurz danach danach kamen sie in die Vergangenheit. Die damals so wirklich noch 80er Jahre-mäßig aussah. Könnte vielleicht am damaligen Geschmack liegen, aber die echten Experten wissen: Es kam wieder ein Zeitparadoxon dazwischen, dass die Welt heute ganz anders aussieht.


Übrigens sollte man sich nicht schon wieder darüber beschweren, dass es noch keine Hoverboards gibt "wie im Film versprochen". Denn die werden zur Zeit in Kanada entwickelt. ;-)


Dienstag, 20. Oktober 2015

Ein glorreicher Tag für alle Monarchisten...

... denn der österreichische Kaiser hat nie abgedankt! Sie waren also nie wirklich Hinterwäldler gewesen, sondern nur auf dem neusten Stand! :-D

Große Schockwellen dürfte eine Untersuchung eines Historikerteams der Uni Wien verursachen. Demnach ist die Unterschrift unter der kaiserlichen Verzichtserklärung von Karl I. gefälscht, die Errichtung der österreichischen Republik rechtlich nichtig. Gemäß geltendem Recht von 1918 ist damit Karl Habsburg-Lothringen (54), direkter Nachfahre von Karl I., der Herrscher Österreichs.

Den Historikern zufolge kam Kaiser Karl I. am 11. November 1918, dem letzten Tag der Monarchie, zu spät zur Regierungssitzung, da am Weg vom Schloss Schönbrunn in die Innenstadt sein Fiaker in Meidling überfallen wurde.

Da sein Verzicht jedoch als sicher galt, setzte der spätere Staatskanzler Karl Renner kurzerhand seine eigene Unterschrift auf die Erklärung. Kaiser Karl I. protestierte aus Angst vor einem Prozess an einem österreichischen Gericht nie, wie spätere Briefe an seine Schwester belegen.

„Alle Regierungen seit 1918 hatten keine rechtliche Grundlage. Alle ihre Gesetze sind ungültig, es gilt somit wieder das Recht von 1918“, resümieren die Historiker.

Der neue Kaiser, Karl Habsburg-Lothringen, gab sich nach Bekanntwerden der Nachricht selbstbewusst: „Heinz Fischer hat 24 Stunden Zeit, die Hofburg zu räumen“, erklärte er im ORF, den er anschließend gleich in „k. u. k. Hofrundfunk“ umbenennen ließ.
[...]



Freitag, 16. Oktober 2015

Wir schalten um nach Kolumbien...



Insgesamt etwa 350 Priester haben am 6. und 7. Oktober im Einkaufszentrum Gran Estación in Bogota (Kolumbien) an einem „Beichtmarathon“ teilgenommen. Die Geistlichen saßen auf viele Stellen des Einkaufszentrums verteilt um den Kunden das Sakrament der Versöhnung zu spenden oder für Gespräche zur Verfügung zu stehen.

Die Aktion war auf der Internetseite der Bischofskonferenz von Kolumbien angekündigt worden. „Es ist eine großartige Gelegenheit zu den Menschen zu gehen damit sie sich mit Gott versöhnen können“, sagte Pater Ariel Viafara, einer der teilnehmenden Priester.
[...]
Quelle


Wieder so eine Aktion, die man in Deutschland (außer an Weltjugendtagen und bei "den Konservativen") wegen etwaiger "Bedenken, ob man den Menschen damit nicht Angst macht" wahrscheinlich nie finden wird. Vor allem nicht auf Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz, obwohl die Kirche damit ja die Leute in ihrer ganzen Lebenssituation "abholt", wie man es bisher immer wieder von Neuem verlangt hat...


DeviantArt 2: Megasha´s "Chibi Saints Collection"

Wären sicher auch nette Andachtsbildchen für Kinder: Die "Chibi Saints" von Megasha auf DeviantArt. :-D


 


Samstag, 10. Oktober 2015

Auf den Schlips getreten, selbst wo es keinen gibt

Angesichts der erdrückenden Beweislage im Skandal um Planned Parenthood ist es immer wieder überraschend, wie naiv eigentlich versucht wird, die Sache vor der Bevölkerung zu verharmlosen (anders als bei uns, wo man es praktisch totschweigt).

Neben den offiziellen Vertretern von Planned Parenthood traten auch immer wieder mal Prominente auf, um die auch finanziell untreu gewordene Institution in Schutz zu nehmen. Dazu zählt neben Barack Obama und Hillary Clinton auch Bill Nye, der in den USA auch als "Science Guy" (nach der gleichnamigen Kindersendung aus den 90ern) bekannt ist und sich immer wieder großspurig mit anderen als Koryphäe der Wissenschaft zu zeigen gibt. Aber wohl außer von einer eng gefassten "Empirie" und Wissenschaftstheorie leider nicht sehr viel vorzuweisen hat. Was schon öfters vorkam. Aber hey, so läuft eben Infotainment...

Ebenfalls wie Nye reduziert auch Whoopi Goldberg öffentlich die Kritik an Planned Parenthood als ein spezielles Problem der Christen, ohne zu bemerken, dass diese Kritik nicht nur von Christen, sondern auch von Agnostikern und Atheisten geäußert wird, denen sowohl das leichtfertige Hütchenspiel um Millionen von US-Dollar aus der Staatskasse als auch der bestialische Umgang mit noch lebenden ungeborenen Kindern ebenfalls sauer aufstößt. Was natürlich die meisten nicht merken und  vor allem weil die Behauptung, Planned Parenthood sei der wichtigste Anbieter von Mammographien, weit verbreitet ist und man mit somit bisher gegen Kritik immer gut durchkommen konnte. Bis natürlich eines Tages die Sache  aufgeklärt wird. Hier zum Beispiel von Mitt Santorum, über den ich schon vor einiger Zeit berichtet habe.




Blog-Flanieren 1

Es wird mal wieder Zeit, die Blogger-Liste zu erweitern.

Zunächst wäre da einmal IUXTA CRUCEM - KATHOLISCH, TRADI, TÄTOWIERT. Der Titel sagt eigentlich schon alles, wenn nicht, stöbere man ein wenig auf dem Blog herum. :-)

Dann wäre noch retrokatholisch zu nennen. Über ihn bin ich eher zufällig im Kommentarbereich des vorletzen Postings gestolpert, als er so nett war und ebenfalls auf einen Artikel zum Thema "Wickelrockgate" auf seinem Blog hingewiesen hat. Dazu schon mal ein Dankeschön :3

Zuletzt sei noch diese Seite empfohlen. Da bald wieder No-Shave-November ist. ;-D




Hardcore-Gendern in Birkenstock Sandalen

Gefunden bei Bellfrell.

….Und sie schildert dann die Vorfälle, die zu ihrem Rausschmiss geführt hätten: "Sie kennen ja das Vernehmungsprotokoll der MA 10, oder? Es stimmt: Ich habe den Kindern die christliche Bedeutung des Weihnachtsfestes erklärt. Aber ich durfte im Kindergarten ja nicht einmal sagen, dass das Jesuskind ein Bub ist - es musste gegendert werden, also 'geschlechterneutral' als Zwitter erklärt werden. Obwohl jeder weiß, dass er Sohn Gottes ist." [...] 


Dieses nette Video lasse ich mal ganz offen im Raum stehen. Und bis dahin Frohe Weihnacht_in/a*$0815%...



Mittwoch, 7. Oktober 2015

Wickelrockgate: We can fix that!

Ganz ehrlich gesagt verstehe ich die Kritik Maximilian Krahs nicht wirklich, auch nicht, warum das so wichtig zu sein scheint, dass selbst kath.net die Sache aufgreift. Alleine vom Titel "Häresie der Hässlichkeit" würde man zwar auf eine Parallele zu Martin Mosebachs "Häresie der Formlosigkeit" schließen. Was nicht wirklich zutrifft.

Mosebach kritisiert, dass durch den (auch geistigen) Bildersturm, der nach dem II. Vatikanischen Konzil einsetzte, die Messe als "Messopfer" ihren objektiven Charakter für die praktizierenden Gläubigen verloren hat, um einer breiteren Masse zu gefallen. Krah kritisiert, dass... Ähm, ja... Was eigentlich?

[...] Es erzeugt bei geistig gesunden Menschen einen innerlichen Widerstand, sich zu einer so demonstrativ hässlich auftretenden Gruppe hinzu zu gesellen. Die katholische Lehre assoziiert das Gute mit dem Schönen; Gott ist schön, Ästhetik, Stil, Geschmack sind deshalb positiv. Umgekehrt ist das Hässliche schlecht. Eine Moral, die zu hässlicher Kleidung aufruft, ist Widermoral. [...]

So gesehen hat er es nicht wirklich von einer Moral des guten Geschmacks, sondern bleibt im Laufe seiner Ausführung in einer Kritik an einer vermeintlichen "Widermoral" stecken, die auf einen vorkonziliaren Traditionalismus verortet wird, der irgendwie in den 50er und 60er Jahren stecken geblieben ist, weil anscheinend alles, was danach gekommen ist, nicht in das katholische Gesellschaftsbild passt. Was natürlich einige Probleme aufwirft.

Diverse Kleidungsstücke wie Miniröcke gab es schon in den 1950ern und sind für viele in den letzten Jahren wieder modern geworden. Wickelröcke gab es zu der Zeit auch schon, blieben aber weitgehend "modern", da sie auch eine schöne große Fläche für Batik- und Patchworkarbeiten bieten, wie sie gerne auch von alternativen Gruppen (vgl. DIE GRÜNEN in den 80ern, diverse Hippie-Kommunen) genutzt wurden, um sich auch äußerlich von der "kommerzialisierten Mode" zu distanzieren. Von einem "Feststecken in der Vergangenheit" kann man also nicht wirklich sprechen. 

Ein weiteres Problem betrifft das "Gefallen" an sich. Geschmack ist nicht nur subjektiv ("Jedem das Seine - Und das ist Meins!"), sondern auch von der Erscheinung und der Gewohnheit jedes Individuums abhängig. Dazu kommt noch katholischerseits das eigene Gewissen um die Wirkung auf den Nächsten, in diesem Falle, ob das eigene Outfit zu aufreizend ist - denn manche Kleidungsstücke sind eben auf diesen Effekt hin zugeschnitten. Man kann außerdem nicht von anderen erwarten, dass sie den eigenen Geschmack und die eigenen Vorstellungen teilen, noch weniger, dass sie es schon wissen, bevor sie einem überhaupt begegnet sind.
Sollte es zu Meinugsverschiedenheiten kommen, dann sollte man die Diskussion um Geschmack an sich komplett fallen lassen und dem "Genius der Frau" (hier ganz frei nach Johannes Paul II.) vertrauen: Einfach mal gemeinsam shoppen gehen und im weiteren Sinne nach zusätzlichen Accessoires Ausschau halten, denn da lernt man auch sich gegenseitig besser kennen. Was etwas anderes ist, als in einer Diskussion stecken zu bleiben, die sich auf Dauer irgendwo zwischen Hotpants und Burka festfährt.


FSSP: Schon am Südpol?

Nein, es ist eher die Spitze des Kilimandscharo, wo Pater Anthony Sumich FSSP die Messe feierte.
Gefunden auf der Facebookseite der "FSSP Supporters". :3



Montag, 5. Oktober 2015

Stephen Colbert erklärt das Papsttum. Und zeigt Merchandise :3

Ganz so nebenbei: Stephen Colbert ist  auch echter Katechet. Letztes Mal ging es um den Papstthron, jetzt um den Papst selbst - auf wirklich unterhaltsame Weise...


Aber auch der Kommentar zum ganz normalen Merchandise-Wahnsinn hat es ordentlich in sich. :3



Priester und Vatikan, Sack Reis und China

Na ja. So überraschend ist das Outing eines vatikanischen Prälaten auch wieder nicht (Sorry, Peter Friedrich...), vor allem kurz vor der Familiensynode, bei denen sich die meisten wieder mal einbilden, dass es nur um Homosexualität und "wiederverheiratete" Geschiedene gehe, die reguläre Familie aber außen vor gelassen wird.
Das zeigte sich bereits bei diversen Gruppen aus Italien und den USA, die gleich mehrmals in kürzester Zeit versuchen wollten, den Papst zum Thema "LGBT(TIQ usw.)-Rechte" vor den Karren zu spannen, vermehrt auch bei seinem Besuch in den USA, bei dem auch Präsident Obama mitmachte und versucht wurde, die Sache mit der "homophoben Standesbeamtin" zu verdrängen. Dass es unter dem Zeichen der Regenbogenflagge nicht nur Toleranz ausgeübt wird, wird ebenfalls öffentlich totgeschwiegen, aber was soll´s.

Zu dem Stichpunkten "Vatikan", "Priester" und "Outing" fällt mir bei dem Umgang in den öffentlichen Medien damit ganz spontan eher das hier ein:


Falls man es dort irgendwie hinkriegen sollte, auch korrekt über das Thema zu berichten...


Samstag, 26. September 2015

Auferstehung mit Hut. Christliche Malereien aus Korea.

Auf dem Blog New Liturgical Movement sind seltene koreanische Volksdarstellungen eines Missionars aus der Zeit des Korea-Krieges von einem zweiten Blog weitergereicht worden, der die ironische Frage stellte: "Wie hätte Jesus ausgesehen, wenn er Koreaner gewesen wäre?"


Die Darstellungen in den typischen Volkstrachten sehen jedenfalls unglaublich stark aus, auch wenn sie für uns Europäer ein wenig gewöhnungsbedürftig sind :3


Donnerstag, 24. September 2015

Ein bisschen Merkelesk. Oder: Lieber Herr Marx!...



... Sie sprechen natürlich ein sehr vernachlässigtes Thema innerhalb der Kirche an, nämlich dass Bloggen zur Verblödung führt. Sie haben ja selbst zugegeben, dass Sie sich damit nicht genauer beschäftigen, deshalb erlauben Sie mir, Ihnen zu verraten, dass Verblödung nicht von selbst kommt, sondern ein qualitatives Ergebnis einer ganzes Lebenseinstellung ist.

- Zunächst zum sozialen Umkreis unserer "Blogoszese" (welch Anmaßung in diesem Begriff steckt!): Natürlich diskutieren wir nicht über alles, sondern nur über das, was uns wichtig ist mit allen möglichen Leuten: Mit Evangelikalen, mit Zeugen Jehovas, Atheisten (die Sorte, der die Bischofskonferenz bei Konfrontationskursen mal gerne aus den Weg geht. So fundamentalistisch sind wir nun halt.) und sogar mit regulären Katholiken, denen wir so lange die Ohren mit Thomas von Aquin, Dante und der tridentinischen Messe zuquatschen, bis sie anfangen zu bluten. Und wir darin natürlich eine Bestätigung finden, was wir für harte Kerles (und Fraules) sind. Das ist zunächst das Grundsatzprogramm.

- Ein weiterer wichtiger Faktor ist der "Nerdfaktor". Nur wer sich für eine Sache wirklich interessiert, kann sich dumm und dämlich quatschen und schreiben - bis zu dem Punkt, an dem sich das Hirn von selbst ausschaltet. Was man auch an den teilweise qualitativen Beiträgen sehen kann, die kein normaler Durchschnittstheologe mit weniger als zwölf Tassen Kaffee innerhalb von einer Woche schafft. Welche weiteren Auswirkungen auf das Gehirn das hat, muss noch medizinisch untersucht werden, manche glauben, dass es ähnliche Auswirkungen wie Cannabis hat. Aber hey, Weihrauch ist auf Dauer nicht mehr hart genug.

- Das ganze wird multipliziert mit dem sogenannten "Otakuwert". Jeder hat zwar ein Thema, das ihn unheimlich interssiert, aber nur wenige haben Interessen, die sie auch thematisieren und es mit ihrer sogenannten "Kreativität" und "Offenheit" (die natürlich nur auf die eigene kleine Welt beschränkt ist), die ganze Szene hochzupushen und um wahrscheinlich auch mehr Aufmerksamkeit von Leuten zu bekommen, die dahinter nichts Böses vermuten. Der eine hat einen mehr oder weniger starken Puttenfetisch, der andere dröhnt sich mit Metal das Hirn aus der Birne und wieder ein anderer (ratet mal wer...) wirbt auf seinem Blog mit diversen Schmuddelfilmchen aus Ostasien. Das ist weder kreativ noch offen, sondern purer Autismus, der mit dem wahren Leben nicht zu tun hat und sich immer weiter von ihm entfernt. Besonders im Hinblick auf die Putten. Und niedliche Katzenbilder sind auch nicht so harmlos, wie alle glauben!

- "Du kannst zwar vielleicht ein intelligenter Mensch sein, aber ein Christ bist du nicht." Wir sind nicht nur verblödet, sondern in diesem Sinne Häretiker, denn natürlich hat Jesus (den wir monarchistisch als "den Herrn" bezeichnen) Intelligenz und Klugheit ganz klar nicht weiterempfohlen - auch wenn das selbst der Papst behauptet. Das hat Seine Unheiligkeit Professor Richard Dawkins doch ganz klar und deutlich herausgestellt!

- "Aber das Christentum hat in seinem Gründer ein so starkes Korrektiv, unüberbietbar. Also wer kann sich denn auf Jesus von Nazareth berufen und alle anderen Menschen erniedrigen. Wer kann das tun? Niemand kann das tun." Außer natürlich Sie, Ihre Eminenz. Und natürlich berufen Sie sich nicht nur auf Ihn, wie wir es anscheinend tun (siehe vorherigen Abschnitt), sondern führen Ihn sogar in einer Streichholzschachtel in Ihrer Jackentasche mit. Die sie hoffentlich bei der kommenden Synode in Rom nicht zu Hause liegen lassen werden.


Ich hoffe, dass Sie mit dieser Auflistung etwas anfangen können. Vielleicht geben Sie sie wieder mal an Ihren Sekretär weiter, weil sie kein besonderes Interesse an diesem Scheindiskurs haben und Sie nicht in diesen Sumpf hineingezogen werden wollen. Kann ich vollkommen verstehen, das ist auch der Grund, warum ich diverse "Interaktive Gottesdienste" meide.


Hochachtungsvoll Ihr

Doktor Mabuse  Richelieu88

[Satire AUS]



"Quid pro quo" eben...

Zum Empfang des Papstes im Weißen Haus lädt Präsident Obama ganz offen Lobbyisten ein, die nicht wirklich etwas mit dem Programm des Papstes zu tun haben, aber unbedingt mitmischen wollen. Welche Vorstellungen dahinter stecken, ist ja schon ausdiskutiert worden.

Dafür besucht Franziskus die "Kleinen Schwestern für die Armen", die seit Jahren wie auch andere katholische Gruppen und Unternehmen wegen der Unnachgiebigkeit von "Obamacare" mit schweren finanziellen Problemen zu kämpfen haben.


Und auch dass die Sache in Afrika ganz anders aussieht, als wir uns sie im bis zur Blödheit romantisierten Westen vorstellen, dürfte auch sehr bald deutlicher werden.


Rätsel: Rauchmantel für Zwerge?

Bin gerade mit einer kleinen Bastelei beschäftigt. Wird allerdings ein wenig länger dauern, weil ich noch eine Graphikverarbeitung an meinem Computer nachbessern muss.


Kleiner Tipp: Ach ja, und es wird sich wohl eher um etwas profanes handeln. Der episkopale Vorsteher in unseren Vorgarten muss also noch ein wenig warten. ;-)



Mittwoch, 23. September 2015

Wenn Päpste auf Flughäfen rumhängen...

Wir kennen das alle: Warten auf den Flug und mehr als genug Zeit zum Totschlagen, also lungert man ein wenig auf dem Flughafen herum. Beim Papst ist das auch nicht viel anders.


Da wundert die Sache mit dem Fiat schon niemanden mehr...


Freitag, 18. September 2015

Popemoji: Papst Franziskus goes Kawaii



Auch in der Kirche gibt es ab und zu mediale Trends, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Für Jüngere hat man sich daher für den Papstbesuch in den USA die sogenannten Popemojis bzw. Pope Emojis ausgedacht.

[...] Junge Menschen kümmern sich laut Hessert um Fragen wie Immigration, Klimawandel, Armut und die Verzeihung für Abtreibung. Aber sie schätzen auch die heiteren Aspekte der Social Media; in nur vier Tagen haben mehr als 30.000 Menschen das Popemoji Keyboard gedownloaded und versendeten 235.000 Popemojis.

Der Papst selbst beschäftigt sich nicht groß mit [den neuen] Technologien - er tauscht sich regelmäßig mit seinen Kardinälen über das Fax aus. Er verurteilt Social Media, sie würden eine "geistige Verschmutzung" hervorrufen.

Aber er weiß um die Wichtigkeit der digitalen Medien. Er reorganisierte das kirchliche Kommunikation, um die Sozialen und digitalen Medien nutzbarer zu machen, so Hessert. Und es bleibt nicht beim Selfie. "Er weiß, dass die Menschen das mit ihm machen wollen und Freude darin finden", erklärt sie. Sie merkt auch an, dass diese Kampagnen Leute dazu bringen sollen, sich mehr offline zu betätigen. [...]


Man kann jetzt dazu stehen wie man will. Viele finden die Popemoji-Aktion sehr amüsant und erfrischend. Ich persönlich finde die Darstellungen ebenfalls auf den ersten Blick sehr gelungen und nett, auch wenn ich mit Brandon Vogt, der diesen Artikel auf Facebook weiterreichte, darin übereinstimme, dass es wahrscheinlich nur Effekthascherei bleiben und nicht weiter für Aufklärung sorgen wird, vor allem bei verschiedensten Projektionen, für die der Heilige Vater derzeit als Fläche dient und die besonders in den Medien weit verbreitet sind.

Desweiteren würden ohne weitere Differenzierung und Entwicklung diese Emojis beim bloßen Niedlichkeitseffekt stehen bleiben - was viele schon zurecht zu verhindern wissen. Da ist man gerade in diversen Comic-Szenen, die solche Darstellungsformen eher als Illustration einer größeren Geschichte nutzten, schon viel, viel weiter.


Wer sich trotzdem welche downloaden will, den Link zu den Popemojis gibt es übrigens hier.


Donnerstag, 17. September 2015

Planned Parenthood: "The Headlines would be a disaster"

Eins muss man Planned Parenthood lassen: Das Personal kann sich ziemlich gut dumm stellen, besonders seit Beginn der Veröffentlichung von heimlichem Interviewmaterial und der öffentlichen Klage gegen tendenzielles und einseitiges Material zur Sexualerziehung, bei der man vermutet, dass damit neue "Kunden" geködert werden sollen.

Da muss natürlich wieder mal ein Bösewicht her, um davon die eigenen Leute abzulenken, nämlich die Lebensschützer und (wen wundert das nicht) die Planned Parenthood-Gegner, die man trotz Fehlens von Hinweisen gezielte terroristische Aktionen gegen Planned Parenthood vorwirft. Würde passen, wären die Journalisten nur nicht so skeptisch. Da sorgte der paranoide PP-Besucher mit der Pistole für reichlich mehr Aufsehen.

Was ebenfalls für viel Aufsehen sorgte war ein weiteres Video, dass trotz Beteuerungsversuchen deutlich macht, dass man innerhalb von Planned Parenthood nicht nur vom illegalen Verkauf abgetriebener Embryonen gewusst und sich daran beteiligt hat, sondern dass man auch um die enorme Sprengkraft der Medien gewusst hat, sollte das rauskommen. Was man wieder mal lauwarm vor einer versteckten Kamera ausplauderte...



Wäre sicher auch ein ganz toller Haushaltsroboter...



... nur könnte man dann über die klassischen Putzroboter keine so tollen Witze mehr machen. Wie zum Beispiel als spontanen Haustierersatz in Miss Monochrome. :-I



Mittwoch, 16. September 2015

Der Papst und seine "Freunde"



Was man bei falschen Erwartungen und manipulativen Medien nicht vergessen darf: Auch für den Papst bleibt das nicht unbemerkt. Vor allem, wenn es um persönliche Vereinnahmungen geht.

Papst Franziskus hat sich in einem seltenen Interview mit einem nicht-religiösen Radiosender über "unechte" Freundschaften beklagt. "Ich hatte noch nie so viele Freunde - in Anführungszeichen - wie jetzt. Jeder ist der Freund des Papstes.", sagte das 78-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche den Sender Millenium aus seinem Heimatland Argentinien. Er fühle sich von den Menschen "benutzt", die sich zu ihrem eigenen Vorteil als seine Freunde ausgäben, obwohl er sie höchsten ein- oder zweimal in seinem Leben gesehen habe. Dabei sei Freundsachaft "etwas heiliges".
Quelle: BNN Bruchsaler Rundschau vom 16. September 2015, Seite 14, Rubrik "Leute heute".


Dienstag, 15. September 2015

Wird jetzt Luther Rom oder wird Rom Luther?

Reformationsjubiläen nehmen schon recht seltsame Formen an. Auch oder sogar in Rom.

Die Stadt Rom hat beschlossen, einen Platz nach dem protestantischen „Reformer“ Martin Luther, der von der Kirche im sechzehnten Jahrhundert exkommuniziert wurde, zu benennen. Damit entspricht die Stadt einem Wunsch, den die Union der Adventistengemeinden im Jahr 2010 zum Ausdruck gebracht hatte, um an den 500. Jahrestag der Reise zu erinnern, die der damalige deutsche Mönch 1510 in die Stadt unternommen hatte. Luther war derjenige der erklärte: „Wenn die Hölle existiert, wird Rom darauf gebaut.“ Die Einweihung dieses Platzes findet am 16. September im Colle Oppio Park statt, nicht weit entfernt vom Kolosseum. Dort wird eine Tafel angebracht mit der Aufschrift: Piazza Martin Lutero, teologo tedesco della Riforma (1483-1546)“, - Martin Luther-Platz, deutsche Reformator (1483 – 1546). [...]


Bin mal gespannt, was in gut zwei Jahren in Deutschland für ein Theater gemacht wird. Bei Bismarck hat man sich dieses Jahr jedenfalls nicht so angestellt, auch wenn er so gesehen als historische Persönlichkeit relativ mehr positives geleistet hat.


Donnerstag, 10. September 2015

Noch mal zu Arabien...

Nachdem jetzt allgemein gekannt ist, dass Saudi-Arabien keine Flüchtlinge aufnehmen, dafür aber als islamische Schutzmacht in anderen Ländern Moscheen bauen will für gerade die Flüchtlinge, die nicht zu ihnen selbst dürfen, wird noch kräftig eine Schippe obendrauf gelegt: Eine Ausgabe der National Geographic wurde verboten.

Und jeder fragt sich natürlich, was es diesmal ist: Zu hohe Gewalt? Schweinefleisch? Alkohol? Schweinefleisch UND Alkohol?

Nein, es ist Papst Franziskus.

Dass es trotz Fehlen von religiösen Symbolen oder der direkten Darstellung davon nicht zugelassen wurde, dürfte nicht verwundern, gehört doch Saudi-Arabien zu den zehn Ländern, in denen das Christentum am heftigsten unterdrückt wird. Die Bemerkung, dass sich selbst religiöse Institutionen der Weltentwicklung stellen müssen, stößt da schon ziemlich bitter auf. Vor allem wenn ein hypermoralsiches Land wie Arabien immer noch Zahlungen an den IS durchführt und sowohl die Todesstrafe als auch diverse übertriebene Prügelstrafen bis heute nicht abgeschafft hat.


Noch so ganz nebenbei: Irgendwann in den nächsten Wochen fährt mein Bruder mit einer Gruppe von Spediteuren nach Saudi-Arabien. Ist bisher immer wieder wegen diverser Regelungen verschoben worden, vor allem, weil die Mitarbeiter ganz genau über alle Verbote informiert werden müssen.

Die seiner Meinung nach amüsanteste verbotene Schmuggelware, die man neben Alkohol, Schweinefleisch und der Bibel nach Arabien bringen kann: Den Koran. Ist wirklich illegal, hat ihn tatsächlich selbst schon gewundert, in der Türkei vor ein paar Wochen hatten sie nicht so ein Theater.



Dienstag, 8. September 2015

"Tumble Leaf". Oder: Stop Motion ist wieder "In".

Wer bei der DVD "Die Boxtrolls" die Credits ganz bis zum Ende durchlaufen lässt, wird dieses nette Filmchen mit der Bemerkung dazu finden, dass der Film zum Großteil nicht mit 3D Computeranimation gemacht worden ist, sondern noch in liebevoller Stop Motion-Arbeit. Die übrigens sehr aufwendig ist.


In der heutigen Zeit, in der selbst traditionelle Filmstudios wegen Zeit- und Kostengründen auf Computeranimation umsteigen (betroffen davon unter anderem britische Kinderserien wie "Thomas, die kleine Lokomotive"oder der andersweitig genannte "Bob der Baumeister"), wird dieses Feld der Stop Motion-Animation eher selten beschritten. Vielleicht noch für abendfüllende Fantasygeschichten wie der oben genannte Film oder "Coraline" und "Nightmare before Christmas" oder die bekannte "Wallace und Gromit"-Reihe. Daher ist es wirklich erfreulich, dass Amazon eine ganze Serie in Auftrag gegeben hat (übrigens derzeit auch in deutscher Sprache), die mit Stop Motion produziert wurde und nur die Feinarbeit und einige Effekte digital nachbearbeitet wurden. 



Ich habe schon einige Episoden davon gesehen und kann die Serie sowohl von der filmischen Qualität als auch der der Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren sehr empfehlen. Vor allem weil man sie einzeln und in Maßen schauen kann - und wegen der  Peter Lustig-Fans bekannte Schlussbemerkung, "Es war schön mit euch in Tumble Leaf zu spielen. Was habt ihr heute vor?/ Was werdet ihr heute erleben?" , die die kleinen Zuschauer motiviert, auch mal raus zu gehen. ;-)

Wie die Arbeit in den Studios aussieht und wie man die tollen Kulissen und schönen Lichteffekte hinkriegt, kann man übrigens in diesem Video sehen:




"Wenn sogar Deutschland dazu bereit ist...

... warum tun es dann auch nicht die USA?", fragt sich James Fallows in seinem Artikel auf The Atlantic und veröffentlicht dazu entsprechende Graphiken zu Bevölkerung (um wohl auf die Landesgröße hinzuweisen) und der voraussichtlichen Zahl der Flüchtlinge, die offiziell von verschiedenen Ländern aufgenommen werden sollen bzw. schon aufgenommen wurden, wobei die Supermacht USA leider nicht sehr gut wegkommt.


Die wesentlich interessantere Frage dürfte aber wahrscheinlich sein: Warum blocken sich gerade die Golfstaaten ab? Saudi-Arabien spielte sich in der Vergangenheit regelmäßig als Schutzmacht des Islams auf (vgl. dazu auch die Geschichte des Islamischen Zentrums Wien) und Riad ist bereit, in Deutschland 200 Moscheen für Flüchtlinge bauen zu lassen. Und das war es seltsamerweise schon, was man für die eigenen Glaubensbrüder tut, leider.

[EDIT: Derzeit ist auch Saudi-Arabien bereit, mehr Moscheen in Deutschland bauen zu lassen. Womit sogar DIE GRÜNEN mal ganz und gar nicht einverstanden sind.]


Montag, 7. September 2015