Mittwoch, 17. Juni 2015

Befehl von Oben: "Aktionsplan" und "Handreichungen" für Baden-Württemberg



Es dürfte generell nicht mehr verwundern, dass eine Partei wie Die Grünen, die öffentlich ständig Transparenz und selbstbestimmte Bürger fordert und sich darin in einer Vorreiterrolle präsentiert, heimlich verbindliche Aktionspläne und Handreichungen durchpeitscht, weil man scheinbar der eigenen Bevölkerung keinen sinnvollen und menschlichen Umgang mit "Minderheiten" zutraut.

Wobei es sich bei diesen Minderheiten in erster Linie nicht um religiöse oder ethnische Minderheiten wie den Juden handelt (die übrigens in der letzen Zeit auch in Deutschland immer mehr Anfeindungen erleben) oder um Behinderte, die ebenfalls häufig mit Vorurteilen und Distanzierungen betroffen sind. Worin das derzeit weitverbreitetste darin besteht, dass man sie am besten noch vor ihrer Geburt abtreiben sollte - unter anderem zu ihrem eigenen Wohl, das sie selbst nicht mehr miterleben dürfen. Nein, bei diesen Minderheiten handelt es sich primär um "sexuelle Minderheiten" und deren "Akzeptanz" - nicht nur "Toleranz".

Was natürlich wieder für Probleme sorgt, denn links-liberale Parteien wie Bündnis 90/Grüne und Piraten-Partei fordern schon seit Jahren eine Trennung von Staat und Kirche (was das auch immer bedeuten soll, generell wird das ja die ganze Zeit schon praktiziert - außer die Kirche solle sich von Seiten der Politiker "mehr in die Gesellschaft einbringen". Just said.) und eine "Privatisierung" des religiösen Bekenntnisses, während sie gleichzeitig eine Zusammenarbeit von Staat und  Lobby-Verbänden fordern und eine private Vorliebe an die Öffentlichkeit zerren - mit dem Argument, die Leute dürften es nicht kritisieren. Warum man die einen verdrängen, die anderen aber hofieren darf, bleibt eine Sache der persönlichen Überzeugung, nicht aber einer angeblich immer offener werdenden Gesellschaft. Das wird auf Dauer unglaubwürdig - außer natürlich es handelt sich dabei um die eigenen Ansichten.

Das weitere Problem dabei ist, dass dieser Aktionsplan auch an Schulen angewendet werden soll, genauer gesagt, bis in die Grundschulen, nach Meinung einzelner Politiker sogar in den Kindergarten, um den Kindern klar zu machen, was "normal" ist (falls es so etwas überhaupt noch geben sollte).
Dass es sich bei einer Kritik daran nicht um "Homophobie" handelt, wie man es derzeit gerne den Mitgliedern der "Demo für Alle" (die übrigens diesen Sonntag wieder stattfindet) vorwirft, dürfte das Beispiel Sachsen sein, wo der homosexuelle CDU-Abgeordnete Patrick Schreiber die ähnlichen Pläne der Linkspartei als "unzumutbar" für Kinder bezeichnete und scharfe Kritik an der "verordneten Toleranz" übt. Ergebnis: Der Plan kam einfach nicht durch.

Tja. Homophobie sieht irgendwie anders aus.


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