Montag, 15. Juni 2015

Gender? Schätzchen, das ist doch so was von 2014...


"Wer ist Mr. Cutty?" lässt grüßen.

Genug von relativistischen Absurditäten? Pech gehabt, es geht weiter.


Die Institutionen, für die Rachel Dolezal tätig ist, halten sich bedeckt und warten die förmliche Stellungnahme der Betroffenen ab, die sie für Montagabend angekündigt hat. Unterdessen wird in der amerikanischen Öffentlichkeit erregt über den Fall der Siebenunddreißigjährigen diskutiert, der vorgeworfen wird, sich als Schwarze dargestellt zu haben, obwohl sie ein Kind weißer Eltern sei. [...]

[...] Der Frage eines lokalen Fernsehreporters, ob sie eine Afro-Amerikanerin sei, ist Rachel Dolezal ausgewichen. Sie behauptete, die Frage nicht zu verstehen, und brach das Interview ab. Vorher hatte sie im gleichen Interview einen schwarzen Mann auf einem Foto als ihren Vater identifiziert, den sie auf Facebook in der Einladung zu einer Veranstaltung der NAACP in dieser Rolle präsentiert hatte. Dieser Mann ist nicht ihr Vater. Als ein Reporter ihn am Telefon fragte, ob er Rachel Dolezals Vater sei, sagte er, der Reporter kenne doch die Antwort.

In einem Fragebogen der Stadtverwaltung kreuzte Rachel Dolezal in den Angaben zur ethnischen Herkunft drei Kategorien an: weiß, schwarz und indianisch. Zur Rechtfertigung sagte sie jetzt, alle Menschen stammten aus Afrika.
[...]

[...] Sarkastisch bemerken konservative Kolumnisten, wenn Rasse keine natürliche Tatsache, sondern ein kulturelles Konstrukt sei, müsse doch auch Rachel Dolezal das Recht haben, sich ihre Herkunft zu konstruieren. Sehr häufig stellen Kommentatoren dieser Couleur eine Verbindung zu Bruce Jenner her, einem ehemaligen Spitzensportler und Fernsehstar, der als Frau behandelt und angesprochen werden möchte. Ein Illustriertentitelbild, das Jenner als Frau geschminkt und verkleidet zeigt, gilt als Ikone einer neuen Bürgerrechtsbewegung. [...]


So unrecht haben genannte konservative Kolumnisten ja nicht. Man ersetzte die ausweichende Behauptung "alle Menschen stammen aus Afrika" durch das LGBTIQ-Credo "es gibt kein natürliches Geschlecht", dann dürften die Parallelen deutlich werden.

Kann sein, dass es im Sinne von Michael Jackson egal ist, ob man schwarz oder weiß ist. In dem Punkt hatte er recht (auch wenn er sich letztendlich nicht selbst daran gehalten hat). Nur wenn es egal ist, in welchem Sinne es egal ist und es generell auch egal sein sollte, in welchem Sinne es egal ist, wird es igendwie verdächtig.


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