Freitag, 26. Juni 2015

USA: Rassismus, Waffenrecht und jetzt auch die "Homo-Ehe"



[...] In einer weitreichenden Entscheidung hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten verkündet, dass gleichgeschlechtliche "Ehe" ein konstitutionelles Recht ist und dass die Bundesstaaten gleichgeschelchtliche Partnerschaften, die in anderen Staaten geschlossen wurden, anerkennen müssen.

Bei einem Verhältnis von 5/4 hat das Gericht am 26. Juni entschieden, dass die Bundesstaaten gleichgeschlechtliche "Ehen" zum 14. Zusatzartikel rechnen und solche Partnerschaften, die in anderen Staaten geschlossen wurden, anerkennen müssen.
[...]
Quelle

Kleiner Exkurs: Beim 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten handelt es sich um die sogenannte Gleichbehandlungsklausel, die im Amerikanischen Bürgerkrieg beschlossen worden ist und ursprünglich die Gleichberechtigung von US-amerikanischen Bürgern und afro-amerikanischen Sklaven behandelte mit dem Beschluss, dass ihnen ebenfalls die gleichen Rechte zustehen müssen. Dabei handelt es sich um eine Anerkennung des universalen Menschenrechts, das nicht durch den jeweiligen Status oder Rasse eingeschränkt werden könne.

Leider ist mit diesem Zusatzartikel mehrmals Schindluder im Sinne einer "Gleichmacherklausel für alles" bei scheinbaren oder nur imaginierten "Ungleichbehandlungen" getrieben worden. Wie 1994 als man in Kalifornien freie (durch Steuergelder finanzierte) Bürgerdienste auch auf illegale Einwanderer ausweiten wollte ("Proposition 187") oder 1999 als man ebenfalls in Kalifornien eine eindeutige "Diskriminierung" feststellte, weil der Bundesstaat im Gegensatz zu anderen Neuankömmlingen für ein Jahr (!) Wohlfahrten zusprach, die sie auch in ihren ursprünglichen Bundesstaaten bekommen haben ("Saenz vs. Roe"). Oder der Fall U.S. vs. Yonkers(1986), in dem der New Yorker Stadtteil dazu gezwungen wurde, mehr öffentliche Einrichtungen zu bauen, besonders im Hinblick auf Unterkünfte und Bildung, da dort nach Meinung des Gerichtes eine scheinbare "Rassendiskriminierung" stattfand . Heute gehört das dortige Schulsystem zu den schlechtesten in den ganzen Vereinigten Staaten. Der folgende Bürgermeister Nicholas C. Wasicsko konnte eine finanzielle Katastrophe, sowie eine weitere Balkanisierung gerade noch so verhindern. (Quelle: Thomas E. Woods, "The Political Incorrect Guide to American History". p. 84, 89, 91)

Man dürfte sich an dieser Stelle an die Sache mit dem 2. Zusatzartikel der Verfassung erinnert fühlen.
Jepp, genau der, der eigentlich für die Organisation einer (allgemeinen, aber selbstverwaltenden) Bürgerwehr gedacht war und heute als Lizenz für das Horten von Waffen aus Jux und Tollerei herhalten darf.
Nun sind es eben keine Waffensammlungen mehr, sondern wieder einmal das Begehren eine Lobbygruppe, mehr öffentliche Anerkennung zu bekommen (ein Tor, wer jetzt Böses denkt). In einer Erklärung, die die bisherige Definition von Ehe einfach über Bord wirft.

[...] Die Befürworter einer Ehe als Einheit eines Mannes und einer Frau argumentierten, dass das Wesen der Ehe in der Hervorbringung von Kindern liegt und daher nicht umdefiniert werden kann. Einige waren ebenfalls der Meinung, dass dieses Problem den Bürgern und den Bundesstaaten überlassen werden soll und nicht dem Gerichtshof, wenn solch eine Meinungsverschiedenheit bestehe.

Die Befürworter der "Homo-Ehe" beanspruchen ein fundamentales Recht, zu heiraten, wen immer man liebt, und sagen, dass die Unfähigkeit, den Begriff der Ehe zu redefinieren, zu deren Entwertung führe. [...]


Ich frage mich inzwischen wirklich nicht mehr, wie viele Male sich Thomas Jefferson bereits in seinem Grab umgedreht hat.


P.S.: Die Frage, warum man angesichts solch hohler Definitionen von Ehe nicht eines Tages auch bei uns legal sein Lieblingskissen heiraten dürfte konnte mir noch immer niemand beantworten. :-I Schade. 


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