Samstag, 4. Juli 2015

Wohin bloß mit Josef und Adolf?


[...] «Ich bin kein Heiliger. Wer ist das schon? Aber ich bin mir sicher, dass ich im Himmel in eine gute Gesellschaft komme», sagte der Fußball-Funktionär der Münchner Illustrierten «Bunte». Zumindest sei er überzeugt davon, seine Mutter wiederzusehen. In seiner Heimat, dem Wallis, gehe er oft an das Grab der Eltern: «Ich rede mit ihnen und meistens kommt eine Message zurück.» An die Hölle glaube er nicht, bekannte Blatter. «Da bin ich mit dem Papst uneinig.»

Freuen würde sich der Schweizer, wenn er im Himmel auch seine verstorbenen Freunde Udo Jürgens und James Last wiederträfe. «Ich mag die Musik von beiden sehr, weil sie Rhythmus hat, und die Texte haben eine Botschaft.»
[...]
Quelle


Also wieder mal die gute alte subjektive Geisterwelt, in der man gemütlich mit allen seinen Vorfahren zusammensitzen kann. Warum in diesem Kontext noch niemand zum Shintoismus übergetreten ist, frage ich mich bis heute, besonders, wenn man mit der Reinkar-Theorie der Buddhisten nicht zurechtkommen scheint und den unsympathischen Lehren der Kirche gerne aus dem Weg geht. Außerdem ist ja diese Glaubensrichtung aus dem Fernen Osten auch angenehm diesseitsbezogen. 

Ein weiteres Problem dabei dürfte jedoch sein, was eigentlich aus Hitler, Stalin und Co. geworden ist. Bekanntlich ist ja der Himmel für alle offen (na ja, und seien wir ehrlich: Sie haben ja lediglich ihr Potential im Dienste eines "guten Ideals" vollkommen ausgenutzt). Vielleicht irgendwo in den Kleiderschrank sperren und sie nicht an den Koks-Parties teilnehmen lassen - genau wie in "Der Bonker" von Walter Moers?


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