Donnerstag, 13. August 2015

Kritik an "Homo-Ehe":Und schon ist der Nächste dran.

Nachdem sich die Strafanzeige gegen Bischof Vitus Huonder als haltlos erwiesen hat, kommt auch schon der Nächste an die Reihe. In diesem Fall ein evangelischer Pfarrer aus Franken, den es wirklich doppelt trifft:


Ein evangelischer Pfarrer aus dem fränkischen Goldkronach ist wegen seiner Position zur Homo-Ehe in die Kritik geraten. Günter Weigel hatte im GemeindebriefNemmersdorfer Kirchenbote die „Ehe für alle“ kritisiert. Nun werfen einige Medien ihm vor, Homosexualität mit Sodomie und Inzest verglichen zu haben. [Fühlt man sich irgendwie wieder an das hier erinnert?]

Auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern geht auf Distanz. Weigel selbst fühlt sich mißverstanden. „Die Zitate wurden aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe weder Homosexualität mit Sodomie gleichgesetzt, noch habe ich Homosexuelle verurteilt oder verleumdet. Mein Anliegen war, die christliche Ehe in Abgrenzung zu anderen Ehebildern darzustellen“, sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Weigel schrieb in seinem Beitrag, die „Ehe für alle“ würde „in der Konsequenz“ bedeuten, daß auch die Ehe unter nahen Verwandten, zwischen einem Menschen und seinem (Haus-)Tier oder auch die Vielehe möglich wären. Weiter fragte der Pfaffer: „Wie dekadent und pervers müssen einzelne Vertreter unserer Politik und Gesellschaft eigentlich sein, um auf solche Ideen und Forderungen zu kommen? Die Verwirrung auf diesem Gebiet wird immer größer.“ [...]

Harte Worte zu einem ernsten Thema. Wie sieht es die Landeskirche?

[...] Der Pressesprecher der bayerischen Landeskirche, Michael Mädler, bestätigte idea, daß Weigels Beitrag von den Juristen der Landeskirche geprüft werde. Wann mit Ergebnissen zu rechnen sei, stehe noch nicht fest. Es gehe dabei unter anderem um die Frage, inwieweit durch Weigels Tun „die Einheit und Glaubwürdigkeit der Kirche“ befördert wurde oder eben nicht. [...] 


Gut, das ist jetzt ein wenig doof. Bei Bischof Hounder war es ja sozusagen nur der Kollege gewesen, der versuchte, Druck zu machen. Beim Herrn Pfarrer steht dagegen schon der eigene Verein im Rücken, bei dem man nicht mehr sicher sein kann, was unter "Einheit und Glaubwürdigkeit der Kirche" überhaupt verstanden werden soll.


1 Kommentar:

  1. Er zeigt damit, dass er sich, trotz seinem Arbeitgeber, mehr in Einheit mit der Kirche befindet oder zumindest befinden will, als so Mancher mit dem richtigen Arbeitgeber.

    AntwortenLöschen