Freitag, 7. August 2015

Nein, das ist nicht Alchemie...


Die obige Karikatur nach Pieter Bruegel dem Älteren dürfte vielleicht bekannt sein. Ein Alchemist, der bei sich zu Hause ein Labor zum Experimentieren eingerichtet hat und die ganze Gesellschaft mithilft.
Durch das Fenster sieht man das Ergebnis: Die Familie landet durch ihr Suche nach selbstherstellbarem Gold im Armenhaus. Der Oberalchemist dazwischen weist auf zwei Worte in seinem Buch "Alge-mist". Zu gut deutsch: "Alles Mist".

Kommen wir zurück zum Thema. Vielen Hobby-Chemikern und angehenden Apothekern dürften die Elementsymbole (vulgär auch "alchemische Symbole" genannt) bekannt sein.


Weniger bekannt dürften die Symbole für die ca. 70 Geschlechter (siehe u.a. Facebook) sein.


Was bei der Erfindung (sic!) nicht bedacht worden ist:
- Es handelt sich nicht um Geschlechter sui generis, sondern um persönliche Einstellungen und Vorlieben.
- Es liegen eigentlich nur zwei echte Geschlechter vor: "Female" und "Male". Alles andere sind subjektive Spielarten bzw. Verstärkungen (wie z.B. "Femme" oder "Butch").
- "Genderless" im Sinne von Geschlechtslos kann es nicht geben. Biologisch gesehen wäre ein Mensch ohne X-Gonosom nicht lebensfähig. In diesem Sinne ist jemand, der kein Interesse an geschlechtsspezifischen Einordnungen oder Tätigkeiten hat, einfach nicht daran interessiert. Aber das alleine macht noch lange kein Geschlecht.
- Bei Transgender handelt es sich um Menschen, die sich in ihrem Geschlecht falsch beschrieben fühlen.
- Bei Intersexualität handelt es sich im medizinischen Sinne um eine Störung der regulären Geschlechtsentwicklung, die entsprechende Phänotypen oder Störungen der körperlichen Entwicklung (vgl. Turner- und Klinefelter-Syndrom) zur Folge hat. Dabei handelt es sich nicht um ein "neues Geschlecht", sondern um eine genetisch-anatomischen Störung. Sollte es sich dagegen wiederum nur um das "Gefühl" handeln, so ist es erst recht kein eigenständiges Geschlecht.
- Man könnte auch sagen "Mann..." oder "Frau, die sich ... fühlt". Tut man seltsamerweise aber nicht. Wahrscheinlich, weil man nicht als verrückt gelten will. Obwohl man auch über solche Gefühle ruhig offen sprechen könnte, was bei einer unumstößlichen Deklarierung als "soziales Geschlecht" weniger möglich ist, da dort kein Platz mehr zum differenzieren mit der bei vielen verhassten "Heteronormativität" besteht. Da es keine "Norm" an sich geben kann. [Wurde an entsprechender Stelle bereits durchparodiert.]

Die Gemeinsamkeit des Genderismus mit der dilettanten Alchemie?

Ist ebenfalls alles Mist und niemand will es wirklich wahrhaben.



1 Kommentar:

  1. Genderismus ist gelungene Alchemie: Aus, höflich ausgedrückt, Blei Gold machen.

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