Montag, 3. August 2015

Was für ein Zufall. Oder: Planned Parenthood hates Minions!

Blöde Angewohnheit: Immer wenn ich irgendetwas Verrücktes finde, versuche ich es irgendwie noch zu toppen. :3

Wie bei diesem Bild, das ich zufällig bei einer Google-Suche gefunden habe. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, aus welchem Anime es stammt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man diesen Ausspruch gerade jetzt nach Start eines bestimmten Filmes so richtig ordentlich durch den Kaffee ziehen kann.



Gesagt, getan.

Dann erschien letzte Woche zum Thema "Planned Parenthood-Skandal" auf Twitter dieser Kommentar von besagter Organisation, der nach heftigen Beschwerden urplötzlich wieder verschwand.



Wenn man also keine rationalen Argumente mehr findet, prügelt man auf Kritiker nur noch ein, sie würden einen mit ihren Schergen (übrigens die deutsche Übersetzung des englischen Begriffes "minion") zum Schweigen bringen wollen. Natürlich um die eigene Front zu bestärken, dass der Skandal doch nicht so schlimm gewesen sein kann. Während in der Zwischenzeit weitere Videos nach gerichtlichem Beschluss zurückgehalten werden, die wahrscheinlich noch schlimmeres zu Tage befördern könnten.

Gleiches Theater gab es in der letzten Zeit zu einem ähnlichem Thema bei uns in Deutschland. Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung sagte seine Laudation für Peter Singer ab mit dem Argument, seine Positionen seien mit einem "humanistisch-emanzipatorischen Politikverständnis" unvereinbar und stehen im Widerspruch zu dessen "früheren Positionen".
Das Problem: Diese "wiedersprüchliche Positionen" hat er schon damals vertreten, als ihm der Ethikpreis der gbs verliehen wurde für sein Engagement für die Rechte von Menschenaffen. Seine offenen Bemerkungen zum Thema Euthanasie wurden als "Missverständnisse" und sogar als "Rufmordkampagne" abgetan - natürlich getragen von den Minions Schergen der bösen Abtreibungsgegner wie Hübbe und Co.

Als es dann immer offensichtlicher für die Öffentlichkeit wurde, hat man nach diesem Stärkungsversuch der eigenen Position durch die angebliche Opferrolle dann doch lieber den Rückzieher mit der Bemerkung gemacht, man habe das nicht gewusst und sei eigentlich selbst überrascht.



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