Mittwoch, 2. September 2015

Die Medien und der Papst. Oder: Psychic Paper in real life.

Ich schlage heute morgen die Zeitung auf. Und was steht auf der vordersten Seite?


Und von der Sache mit der Piusbruderschaft, die fast zeitgleich stattfand, will natürlich niemand etwas wissen, noch, was es mit diesem "Jahr der Barmherzigkeit" auf sich hat.

Ganz zu schweigen, dass hier rein gar nichts "aufgeweicht" wird, sondern es sich bei der Abtreibung weiterhin um eine schwere Sünde handelt, die von der Kommunion ausschließt und weiterhin das Stigma der Tötung wehrlosen Lebens trägt. Dass damit die Abtreibung nach Meinung der Medien in gewisser Hinsicht bagatellisiert wird, dürfte wieder mal nicht verwundern, obwohl aus dem Papstschreiben ebenfalls wieder mal das Gegenteil hervorgeht.

Man könnte mit etwas böser Ironie Franziskus an dieser Stelle als das "Psychic Paper" im wahren Leben beschreiben. Dieses spezielle Stück Papier erlaubt es in der britischen Sci-Fi-Serie "Dr. Who" dem Helden jeden möglichen Ausweis oder nötigen Papiere vorzugaukeln, die andere sehen wollen, um ungeschoren irgendwo durchzukommen. Nur dass es beim Heiligen Vater ein eher unbeabsichtigter Effekt ist, der zum Großteil auf die Suggestionskraft der eignen Wünsche und der Unwissenheit diverser Interpreten zurückgeht und von diesen vollkommen ausgenutzt wird. Mit den negativen Folgen, dass diese Unwissenheit, die eigentlich hätte vermieden werden können, sich erst recht verbreitet. Denn wenn eine Sache gleich in mehreren Medien vorkommt, muss es ja bekanntlich wahr sein.

Außer natürlich es handelt sich um ein Psychic Paper.


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