Freitag, 24. Juli 2015

Urlaubsrätsel: Kleine Welt

Nächste Woche mache ich mal spontan Urlaub.
Aber Hoppla! Die Namen der Stationen auf meiner Rundreise kamen vollkommen durcheinander! Welche Orte werde ich nur besuchen?


Der erste Halt wird in San Giovanni Rotondo gemacht.



Der zweite in Peking.



Und den Rest der Zeit verbringe ich in Lissabon.




Kleiner Tipp: Die deutsche Landesgrenze wird nicht überschritten. Wenn man Bayern noch zu Deutschland zählen darf ;-D

Viel Spaß beim Rätseln!


[EDIT: Die Auflösung findet man hier. ]


Planned Parenthood: Das Schweigen der Unterstützer



Nachdem sie letztes Mal so ordentlich politisch austickte, scheint es gerade jetzt nach dem Skandal um Planned Parenthood ruhig um Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihre Rolle bei der "reproduktiven Gesundheit" zu werden. Was Carly Fiorina von den Republikanern nicht verstehen kann:

[...] Sie wirft Planned Parenthood „Heuchelei“ vor, weil sie abtreibungswilligen Frauen ständig sagen würden, ihre ungeborenen Kinder seien keine Menschenleben und gleichzeitig darüber sprechen würde, wie sie die Organe dieses Menschen bei der Abtreibung schone, weil sie ein anderes Menschenleben damit retten wollten. Es sei grausam, Frauen Ultraschallbilder ihrer Ungeborenen vorzuenthalten damit sie das Menschenleben nicht sehen könnten, das sie in sich tragen würden, aber die selbe Technologie dazu zu verwenden, um die Organe dieser Babys bei der Abtreibung nicht zu zerstören, kritisiert Fiorina in einer Videobotschaft.

Hillary Clinton habe stets eine Politik unterstützt, die Ungeborene nicht als Menschen anerkenne. Angesichts der veröffentlichten Videos sei der Moment gekommen, alle staatlichen Zuschüsse für Planned Parenthood zu streichen, sagt Fiorina.

Hillary Clinton erhielt 2009 den „Margaret Sanger Award“ der Planned Parenthood Federation of America (PPFA) für ihre „unbeirrbare Unterstützung für die Gesundheit und die Rechte von Frauen während ihrer politischen Karriere“ verliehen.



"Black Angel"?

Das soll ein "Black Angel" sein?

Na ja, die Jungs von Rammstein bekamen das irgendwie ästhetisch besser hin. Nur mit der Dogmatik hapert es noch ziemlich stark...



Donnerstag, 23. Juli 2015

Orthodoxe Freiluftmesse?


Nein. Eine normale Hochzeitsfeierlichkeit  im zurückeroberten Homs.

Der IS kam doch nicht so weit wie erhofft. Dass jetzt wieder einigermaßen Realität einkehren kann, verdanken die Menschen in Syrien vor allem ihrem starken Zusammmenhalt untereinander, der die kleineren Gesellschaften fern von politischen und ideologischen Hetzern seit Jahrhunderten geprägt hat.

Ob man gleiches auch innerhalb der inzwischen durchziehenden Truppen erhoffen kann, bleibt leider noch offen. Nach dem Terror an der Zivilbevölkerung sind viele auf Rache an dem IS aus, der wohl nicht so schnell abflauen wird. Ist zwar zeitweise militärisch von Vorteil, um die Wehr- und Kampfmoral aufrecht zu erhalten, aber wie es so ist: es kann auch zu heftigen Entartungen kommen, wenn man den Menschen dahinter nicht mehr sieht.


Planned Parenthood hat sogar noch mehr (negatives) drauf...

Elsa hat ja schon eine hervorragende Bemerkung zum derzeitigen Skandal um Planned Parenthood abgegeben.

Andererseits kann man den Titel "Planned Parenthood - das ist die deutsche Pro Familia" auch anders verstehen. Zu nennen wären da im Bereich der sexuellen Aufklärung in Deutschland die Skandale um diverse Positionen in der Vergangenheit sowie den noch heute noch unreflektierten Ideen von der (mehr oder weniger erzwungenen) totalen Selbstverwirklichung - auch wenn es für Kinder schädlich ist.

Ein ähnlicher Fall von verharmlosender "Aufklärung" - wenn auch weniger sichtbar für die Öffentlichkeit  - spielt sich ebenfalls bei Planned Parenthood in den Vereinigten Staaten unter dem Namen "Teen Education" ab, worüber vor längerer Zeit sogar eine Dokumentation veröffentlicht wurde (Ausschnitte des Dokumentationsmaterials findet man hier).



Wenn man einmal wirklich böse sein will, könnte man folgende Gleichung daraus ziehen:

Mehr unbedachte Beratung (abhängig vom "Aufklärungsfaktor"²) = Mehr "Unfälle" = Mehr Abtreibungen Schwangerschaftsabbrüche "Eingriffe"= Mehr "organisches Material" für den Handel "humanitäre Zwecke" (beachte dabei den "schlechtes Gewissenfaktor"³)= Mehr... Na, ihr wisst natürlich was...

Ist zwar nur eine persönliche Mutmaßung. Könnte aber rückblickend irgendwie Sinn ergeben.



Nochmal Dawkins: Wie war das noch mal mit "der Kirche und dem Geld"?

Einer der Haupturteile gegen die Kirche ist ja bekanntlich, dass sie ordentlich Geld hat und bekommt. Weil Leuten "Geld abknöpfen" ja bekanntlich böse ist, wenn nicht sogar das schlimmste überhaupt (in Deutschland wenigstens). 
Aber seien wir mal ehrlich: Bei Kirchengegnern sieht es irgendwie nicht besser aus. :-I


Die Kommentare auf Facebook dazu sind ebenfalls äußerst amüsant:

- So people are paying to be "free thinkers " ?

- And it doesn't stop there!
For $210 a month you can join the "Science Circle," and for $420 a month (no pun intended, I'm sure) you can join the "Darwin" circle.
At $500,000 a year you become part of the "Magic of Reality Circle," and actually get to eat with him. No word on whether you get to kiss his ring.


- He has a "Reason Circle"?????????!!!!!!!!!!!!!!!!
Oh that's just adorable!
XD 



Wie sagte G.K. Chesterton noch mal so schön?
"Wenn jemand nicht mehr an Gott glaubt, bedeutet das nicht etwa, dass er an nichts mehr glaubt. Sondern an alles Mögliche."


Mittwoch, 22. Juli 2015

Fr. Robert Barron zum Weihbischof von Los Angeles ernannt!



Am Morgen des 21. Juli wurde bekannt gegeben, dass Papst Franziskus Fr. Robert Barron zum Weihbischof von Los Angeles ernannt hat.

Fr. Barron ist vor allem durch seinen EWTN-nahen Blog "Word on Fire" und den Youtube-Channel mit gleichem Namen bekannt, außerdem war er seit 2012 Rektor der Universität Saint Mary of the Lake bei Chicago. Zuletzt erregt er durch die hochqualitative Dokumentation "Catholicism" großes Aufsehen.

In den USA gehört er nach Papst Franziskus zu den bekanntesten katholischen Persönlichkeiten in den Sozialen Medien.


Dienstag, 21. Juli 2015

Sein großes Vorbild sollte man schon etwas besser kennen...

Nicht nur, dass sich Richard Dawkins Charles Darwin von einem Priester erklären lassen muss. Es handelt sich dazu noch um einen Kurienkardinal. :-D


Uuuuuund... Einer geht noch. Die ganze Diskussion findet man übrigens hier.



Samstag, 18. Juli 2015

Motivation für Künstler - vom Heiligen Vater.

Gefunden auf Facebook.



Pawlowscher Hund mal anders. Oder: Mehr "Hitler" geht nicht.

Mit was für einer Geste kann man am besten seine Mitbürger verwirren? Rechten Arm heben und abwarten, was passiert.

Meist sind es jedoch negative Reaktionen, die darauf folgen, da der vermeidliche "deutsche/römische Gruß" gerade von den Nazis gerne gebraucht wurde. Dass Queen Elisabeth II. ihn vor gut achtzig Jahren scheinbar auf Anweisung ihres Onkels (und NS-Sympathisanten) , Edward VIII. machte und zwar ohne die Gesamtbedeutung dahinter zu verstehen - die ergab sich nämlich für den Rest der Welt erst langsam in den Folgejahren -, bringt natürlich das nationale Schund- und Lästerblatt Englands wieder mal zum Schäumen:



Aus Buckingham Palace heißt es dazu:
"Die meisten Menschen werden diese Bilder im angemessenen Kontext und aus der Zeit heraus sehen. Das ist eine Familie, die spielt und für einen Moment auf eine Geste Bezug nimmt, die viele in zeitgenössischen Nachrichtensendungen gesehen haben."
[Kleine Anmerkung: Auch im Film "The King´s Speeche" wird das deutlich gezeigt.]


Ob sich Sun damit weiter auseinandersetzen wird, dürfte offen bleiben. Dass die Stärke der Redaktion nicht gerade in deutscher Geschichte liegt, dürfte eigentlich schon seit dem Vorwurf bekannt sein, der damalige neue Papst Benedikt XVI. sei ein Nazi gewesen, weil er ein Mitglied der Hitlerjugend war. Dass es eigentlich zwangsweise war, erwähnt fast niemand und so hält sich dieses Gerücht in den englischsprachigen Ländern bis heute. Bizarrerweise habe ich bisher auch viele Deutsche getroffen, die davon überzeugt waren.

Einen noch billigeren Trick verwendete ein Universitätsprofessor aus Italien: Er retuschierte einfach ein Bild von der Priesterweihe Joseph Ratzingers so, dass der Eindruck eines "Nazi-Priesters" entstand. Da das Bild von der gemeinsamen Priesterweihe der Ratzinger-Brüder Joseph und Georg aus dem Jahre 1951 vor allem durch die Boulevardpresse zu der Zeit allgemeine Bekanntheit genoss, erwies sich die Manipulation vorweg als Rohrkrepierer.

 


Andere Bilder (ohne weiteren Kontext) hielten sich besonders lange am Leben. So gilt eine Photographie, die Bischöfe beim Hitlergruß zeigt, als unumstößlicher Beweis für einen angeblich komplett katholisch-christlichen Nazismus - übrigens ein beliebtes Argument bei diversen Atheisten. Dass die Sache allgemein komplizierter, größtenteils sogar das komplette Gegenteil vom scheinbar Offensichtlichen ist, dürfte dem oberflächlichen Betrachter verborgen bleiben. Die gute alte Propaganda funktioniert eben sogar heute noch.

Man dürfte sich an dieser Stelle an den Pawlowschen Hund erinnert fühlen, nur dass das Glöckchen durch bestimmte Gesten und Bilder ersetzt wurde, die automatisch und meist unreflektiert Emotionen hochkommen lassen. Wie beispielsweise dieses Bild, das man locker als "von amerikanischen Nazis indoktrinierte Kinder" bezeichnen kann...


... obwohl es sich hier um den "Bellamy Salute" handelt, der bis auf das Jahr 1892 zurückgeht. 1942 wurde er landesweit wegen zu großen Ähnlichkeit mit dem Gruß der Faschisten und Nationalsozialisten, der wiederum separat entstand, abgeschafft.


Noch heftiger war es bei dieser Katze,...


... die, weil "sie aussah wie Hitler", beinahe totgeschlagen wurde. Man sieht, Idiotiekennt keine Grenzen. Auch nicht bei unschuldigen Tieren. :-(


Mittwoch, 15. Juli 2015

"Brauchen Sie wirklich einen Kardinal, um diese Frage beantworten zu können?"




iDoll: Lasst die Puppen tanzen!

Es gibt verschiedene Methoden, um Figuren tanzen zu lassen. Neben den Marionetten stellen sogenannte Steh-auf-Männchen eine nette Alternative dar. Je nach Druckstärke auf den Knopf im Sockel der Figur kann man sie nicht nur fallen und wieder aufstehen, sondern auch Tanzbewegungen machen lassen - wenn man auch genug geübt hat.

Ich weiß nicht, ob die Macher der iDoll (eine Anspielung auf den Begriff Idol) dieses Konzept im Hinterkopf hatten, als sie diese kleinen Roboterfigürchen entwickelten, die statt mit Faden und Knopfdruck mit Zahnrädchen, Federn und digitalen Befehlen bewegt und in Position gebracht werden können.


Richtig stark würde es ja auch mit den bereits entwickelten Androiden aussehen. :3


Dienstag, 14. Juli 2015

DeviantArt 1: Theophilia



I'm just an aspiring artist from the lovely Mitten State. I'm a Roman Catholic who loves her Faith and everything pertaining to it (especially her philosophy, theology and history!). Like everyone else, I have an insatiable thirst for the Three Great Transcendentals: the Good, the True, and the Beautiful. I make art because I simply enjoy doing it. Historical and theological themes and subjects are what fascinate me the most, and I think that the human figure in particular is one of inexhaustible beauty. The Incarnation of Our Lord, after all, changes everything. For that reason, I also love to depict Our Lord and Our Lady, because they are the summit of human perfection (being the New Adam and new Eve and all that. ). Our Incarnate God and His Mother are my favorite subjects to depict.


Zu den derzeit vielseitigsten Künstlern, die ich kenne und die sich explizit als Katholiken bezeichnen, gehört DeviantArtist Theophilia aus den Vereinigten Staaten. Ihr Kennzeichen sind die traditionell gemalten Bilder, für die meist Aquarell und Tinte benutzt wurden, vor allem die ikonographischen Heiligenbilder, die einen unglaublichen Reichtum an Details aufweisen. In ihrer Galerie kann man sich noch mehr davon ansehen.

 

 


Hier noch eine Besonderheit: Im englischsprachigen Bereich ist Johannes Paul II. besonders für seine "Theologie des Leibes" ("Theologia Corporis") bekannt - anders als bei uns im deutschsprachigen Raum, wo das Thema leider noch immer unter den Teppich gekerht wird.

Neben diesen Bildern beschäftigt sie sich auch mit anderen Themen und Kunstformen, wie der Pyrographie,...

 




... und Graphic Novels (mit Bleistift, Liner und Marker). Aber das ist wiederum nur ein Teil - wer jetzt (auch als Nicht-Mitglied von DeviantArt) interessiert ist, sollte wirklich einmal die komplette Galerie durchstöbern. :3

 

Verrückte Werbewelt 1



Freitag, 10. Juli 2015

Mathematik macht keine Fehler. Sondern ihre falsche Anwendung.



"Waffen töten keine Menschen. Menschen mit Waffen töten Menschen."

Dieser Spruch dürfte sicher bekannt sein. Ist aber nicht nur auf Waffen und auf das physische Töten begrenzt, wie Jobo72 in einem Artikel zeigt. Dort geht es darum, wie die immer noch für viele berühmt-berüchtigte Zahl von angeblich 9 Millionen Opfern des Hexenwahns entstanden ist. Nämlich im späten 18. Jahrhundert und in einer unglaublich naiven Berechnung im Namen einer angeblichen "Aufklärung". Natürlich in Stoßrichtung Kirche, gegen wen auch sonst (vom Adel ist man damals ja finanziell unterstützt worden, den durfte man nicht verärgern).


[...] Weiter im Text: “Nach diesem Verhältniß würden nun in jedem Jahrhunderte allher in Quedlinburg ungefähr 133 Personen als Hexen verbrannt worden sein.” Also, Voigt rechnet proportional hoch auf ein Jahrhundert. 40 – warum auch immer 40, egal – in 30 Jahren, das macht dann in 100 Jahren: 133. Voilà. Das ist etwa so, als ob ich sagte: Es gibt in jedem Jahr in Deutschland 10.000 neue Fälle von Internetspielsucht. Also gab es seit der Reichsgründung vor 144 Jahren insgesamt 1,44 Millionen Fälle von Internetspielsucht. Logisch, oder?

“Seit der Zeit also, da Quedlinburg einen eigenen Staat ausgemacht hat, sind allhier in einem Zeitraum von 650 Jahren wenigstens 866 Menschen um der Hexerei willen zum Scheiterhaufen geführet worden.” Voigt rechnet also 650 Jahre zurück, bis ins Hochmittelalter hinein, indem es – heute wissen wir es – so gut wie keine Hexenverfolgung gab; die begann erst im Spätmittelalter. Er nimmt die 133 und multipliziert sie mit 6,5 für die 650 Jahre Staatsgeschichte Quedlinburgs. So kommt er – nach Adam Riese völlig korrekt – auf 866 verbrannte Hexen in Quedlinburg.
[...]

"Nach Adam Riese" (und einer selbstgebastelten Logik) korrekt, aber nach historischen Kriterien reinster Humbug. Und es wird von Rechenschritt zu Rechenschritt immer absurder. Was vielen, die diese Zahl ohne Bedenken und ohne Gegenargumente zitieren, nicht einmal wissen.


[...] Im Ernst: Auf diesem Schwachsinn fußt die antiklerikale Propaganda des ach-so-aufgeklärten 20. Jahrhunderts, nicht nur die der Nazis, sondern auch die des Neopaganismus und des Feminismus. Bis in unsere Tage hinein.

So findet sich im Focus noch 2002 die Opferschätzung “von 100.000 bis zu mehreren Millionen”, während der Spiegel ein Jahr zuvor eine “500 Jahre andauernde Hexenverbrennung” phantasierte, deren Ursache der “perverse Ungeist der Inquisition” gewesen sei und die – wiederum ein Jahr zuvor im Spiegel nachzulesen – “über eine Million” Opfer gezeitigt habe, diesmal wegen der “Frauenfeindlichkeit der Kirche” (gemeint ist die katholische, welche auch sonst).
[...]


Hut ab, Herr Bordat! Das ist wirklich die unsinnigste Rechenleistung seit dem Argument "Je mehr Käse, desto weniger Käse"*, die mir je unter die Augen kam!




*"Je mehr Käse, desto weniger Käse" wird folgend errechnet:
Axiom 1: Je mehr Käse, desto mehr Löcher im Käse.
Axiom 2: Aber: Je mehr Löcher, desto weniger Käse.
Conclusio: Je mehr Käse, desto weniger Käse. Ist doch vollkommen logisch?


Skizzenbuch 4

Na ja, ich hatte es mit einigen Freunden gerade vom neuesten Nintendo-Spiel, dann kamen noch diverse Witzeleien hinzu und schließlich schaute auch noch Jules Verne imaginär vorbei. So ist das Bild für den Blogtitel entstanden. 


Das auf der rechten Seite unten ist übrigens der Becher des Pythagoras - als rein technische Seiten- und Innenansicht und in Oktopus-Design.


Gestern war Double Facepalm-Abend...

1. Facepalm: Papst kriegt von Boliviens Präsident ein Hammer und Sichel-Kreuz geschenkt.



2. Facepalm: Schaut euch diesen Kalender mit biblischen Sprüchen an. :-I


Wenn ich dann noch daran denke, dass jedem Menschen ein Schutzengel zur Seite gestellt ist, der ebenfalls alles mitbekommt, würde ich eher von einer Vierfach-Facepalm sprechen.


Mittwoch, 8. Juli 2015

Visuelle Schmuckstücke bei den Petrusbrüdern

Nach so viel Grusel, Grauen und Gänsehaut mal zu etwas viel angenehmeren. Auf dem Blog der Priesterbruderschaft St. Petrus Wigratzbad wurden folgende schöne Aufnahmen eingestellt:

- Zunächst einmal diesen barocken Altar in der Wallfahrtskirche Maria Thann mit integrierter optischer Täuschung einer Endloshalle.


Bei diesem hier sieht man es noch schöner. Sieht aus, als würde es noch einige Meter in Originalgröße weitergehen, obwohl es genauer betrachtet nicht einmal ein Meter sind. Very nice :3



- Die zweite Bilderreihe stammt aus Reading bei London. Man richte das Augenmerk auf den Altar: Bei dem Bild handelt es sich nicht um ein Gemälde oder eine halbfigürliche Darstellung wie in solchen Fällen bei den uns bekannten Altären, sondern um eine besondere Einlegearbeit mit verschiedenen (gefärbten und bemalten) Sorten von Steinen.





Eine ähnliche Technik findet man in der Westminster Cathedral in der Innenstadt von London auf dem Altarbild der Holy Soul Chapel und der Chapel of St. Gregory and St. Augustine, sowie den kleineren Darstellungen in der Nähe.




Was diesen endlichen Bildern gemeinsam ist? Eine Ahnung auf die Ewigkeit. Was meiner Meinung generell die Aufgabe der Kunst in allen medialen Richtungen sein sollte.


Dienstag, 7. Juli 2015

Clarence Thomas, Abraham Lincoln und die Menschenwürde

Es rummste mal wieder zwischenmenschlich in den USA. Der Star Trek-Schauspieler George Takei nannte den konservativen Richter Clarence Thomas einen "Clown mit dem Gesicht eines Schwarzen", weil dieser behauptet hat, die Sklaven hätten auch ohne den 14. Zusatzartikel Würde gehabt.

Der Hintergrund: Richter Thomas hatte gegen die Legalisierung der Homo-Ehe gestimmt und nachträglich hinzugefügt, dass die Regierung nicht dazu in der Lage wäre, Menschenrechte und Würden an sich zu vergeben, sondern diese voraussetze. Was bei der "Homo-Ehe" ebenfalls der Fall sei, weil ihr schon im Voraus alle Bedingungen für eine Ehe abhanden gewesen seien. Daher habe der Staat nicht das Recht, willkürlich mit ständigen diffusen Verweisen auf "Liebe für Alle" das als Ehe durchgehen zu lassen, was keine Ehe sein kann. Besonders nicht im Hinblick auf oben erwähnten Artikel aus der Zeit der Sklaven- haltungWörtlich sagte Thomas:


[...] The corollary of that principle is that human dignity cannot be taken away by the government. Slaves did not lose their dignity (any more than they lost their humanity) because the government allowed them to be enslaved. Those held in internment camps did not lose their dignity because the government confined them. And those denied governmental benefits certainly do not lose their dignity because the government denies them those benefits. The government cannot bestow dignity, and it cannot take it away. [...]

[...] Die logische Schlussfolgerung dieser Prinzipien ist, dass die Würde des Menschen nicht von der Regierung genommen werden kann. Die Sklaven haben ihre Würde nie verloren (ebenso wenig wie sie ihre Menschlichkeit verloren) weil die Regierung erlaubte, sie in Sklaverei zu halten. Diese, die in den Internierungslagern festgehalten wurden, verloren nicht ihre Würde, weil die Regierung sie gefangen hielt. Und diejenigen, die von staatlicher Untersützung ausgeschlossen waren, haben nicht ihre Würde verloren, weil ihnen die Regierung sie von diesen Unterstützungen ausschloss. Die Regierung kann weder Würden verleihen, noch kann sie diese wegnehmen. [...]


Das Problem von Takei besteht weniger darin, dass er den einzigen Afroamerikaner im Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika rassistisch angefahren hat, sondern dass er ihm jegliche Kompetenz abspricht, weil er dessen legalistischem Verständnis widerspricht. Vor der Gleichheitsklausel Lincolns kann es keine Menschenwürde gegeben haben, weil sie nicht (offiziell) mit Würde behandelt worden sind. Dass sie in vielen Gebieten der USA (auch außerhalb der Südstaaten) auch nach der Verkündung des 14. Zusatzartikels nicht besser behandelt worden sind, scheint aber bei dieser Diskussion ebenfalls unwichtig zu sein.
Man könnte mit ihm Nachsehen haben: Derzeit herrscht nach der Legalisierung der "Homo-Ehe" ein solches Hoch in den LGBTIQ- und Demokraten-Lagern, die einerseits mit einer Niederlage für die Menschheit drohten, wenn dieses Gesetz nicht durchgehe, andererseits jetzt den Sieg der Wahrheit mit der Durchsetzung ihrer Weltanschauung feiern. Was Gesetz ist, gilt. Und was gilt, ist wahr - auch wenn man ein wenig nachhelfen musste, anders wäre die "Diskriminierung" und "Verweigerung der vollen Menschenrechte" für Homosexuelle (in welchen Sinne wird natürlich nicht erklärt) nicht zu beenden gewesen.

In diesem Kontext herrscht in vielen dieser Köpfe außerdem noch immer das altbekannte Propaganda-Bild von Abraham Lincoln, dem "Menschenrechtsmacher", ohne den es keine Gleichberechtigung der Sklaven in Amerika gegeben hätte (auch wenn andere Länder auf dem amerikanischen Kontinent das wenig später ganz ohne Krieg und Gewalt geschafft haben), wenn nicht die von ihm geschaffenen Gesetze gewesen wären. Und das wahrscheinlich auch im Hinterkopf von Mr. Takei gespukt hat, aber von dem Richter Thomas gewusst hat, dass es sich eher um einen Mythos handelt, der eine angebliche legalistische Allmacht des Staates und eine gleichzeitige Allmacht der politischen (meist sozialistisch und liberal angehauchter) Agitation legitimieren sollte. Was nicht in einem Gesetz behandelt wird, steht außerhalb der Wirklichkeit, im schlimmsten Falle gibt es das im engeren Sinne nicht. Die Meisterleistung der politischen Akteure besteht darin, "Wirklichkeit zu schaffen" in einer Welt, in der es ja eh keinen Gott gibt, der den Mensch mit unveräußerlicher und unabsprechbarer Würde ausgestattet hat, auf die der Staat keinen Zugriff hat.

Wovon gerade der eher agnostische President Abraham Lincoln aber ausging und dies immer beteuert hat, wenn er das Unrecht der Sklaverei angeprangert hat. Am besten hat dies der schon einmal erwähnte Erzbischof Fulton Sheen in einem Vortrag dargelegt:





[EDIT: Nach der Legalisierung der "Homo-Ehe" verlangen jetzt auch die Polygamisten klagen. Eine Sache, vor der Clarende Thomas ebenfalls gewarnt hat.]


Ein bisschen DaVinciesk 1

Wer würde bei diesem Bild aus dem Jahre 1910...


... nicht gleich auch an das historische Kanonenboot von Leonardo da Vinci denken?






Wobei, die anderen Bilder wären nicht weniger harmlos...


... wenn man nicht die ein oder anderen ins Gigantomanische ausartende Entwürfe im Hinterkopf hätte.





Montag, 6. Juli 2015

JUNGE FREIHEIT Doku: Die "Demo für Alle" in Stuttgart

Gefunden via Facebook. 


Pater Michael Ramm von der Petrusbruderschaft Stuttgart ist übrigens auch mit dabei (17:50), höchst empfehlenswert ist besonders die wissenschaftliche Stellungnahme zum Thema "Gender Mainstream" am Anfang und am Ende der Doku.


Liturgik des Grauens 3: Dazu braucht man echt keine Bilder

"Kirchen sind nicht nur Gottesdiensträume, sondern auch Orte, an denen Menschen religiöse Erfahrungen machen können."
erklärt Prof. Thomas Erne, Leiter des EKD-Instituts für Kirchenbau und kirchliche Gegenwart auf der württembergischen Landessynode in Stuttgart.

In diesem Sinne könnte man auch sagen:
"Gläser sind nicht nur da, um sie zu befüllen, sondern man kann auch aus ihnen trinken."


Samstag, 4. Juli 2015

Unterschriftensammlung zur Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba


Am 23. Juli erinnern wir uns an Erzbischof Johannes Dyba von Fulda, der vor 15 Jahren gestorben ist.

Wenige Wochen vor seinem Tod hat er uns ermutigt das „Forum Deutscher Katholiken“ zu gründen. Erzbischof Dyba hat leidenschaftlich für die Unverfälschtheit des katholischen Glaubens gekämpft. Sein großes Vorbild war der heilige Bonifatius. In den Auseinandersetzungen seinerzeit zeigte er den Katholiken in Deutschland klare Positionen auf. Er trat für die moralischen Grundsätze der Kirche und die Anerkennung der kirchlichen Autorität ein. Deswegen erklärte er auch am 29. September 1993 den Ausstieg der Diözese Fulda aus der Einbindung der Kirche in das staatliche Abtreibungssystem. Sein Kampf für die Kirche geschah aus Liebe zu den Menschen.

Es gibt eine Initiative zur Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens. Das „Forum Deutscher Katholiken“ möchte diese Bestrebungen mit Ihrer Unterschrift unterstützen.

Forum Deutscher Katholiken
Prof. Dr. Hubert Gindert


Zur Unterschriftensammlung geht es HIER.




Wohin bloß mit Josef und Adolf?


[...] «Ich bin kein Heiliger. Wer ist das schon? Aber ich bin mir sicher, dass ich im Himmel in eine gute Gesellschaft komme», sagte der Fußball-Funktionär der Münchner Illustrierten «Bunte». Zumindest sei er überzeugt davon, seine Mutter wiederzusehen. In seiner Heimat, dem Wallis, gehe er oft an das Grab der Eltern: «Ich rede mit ihnen und meistens kommt eine Message zurück.» An die Hölle glaube er nicht, bekannte Blatter. «Da bin ich mit dem Papst uneinig.»

Freuen würde sich der Schweizer, wenn er im Himmel auch seine verstorbenen Freunde Udo Jürgens und James Last wiederträfe. «Ich mag die Musik von beiden sehr, weil sie Rhythmus hat, und die Texte haben eine Botschaft.»
[...]
Quelle


Also wieder mal die gute alte subjektive Geisterwelt, in der man gemütlich mit allen seinen Vorfahren zusammensitzen kann. Warum in diesem Kontext noch niemand zum Shintoismus übergetreten ist, frage ich mich bis heute, besonders, wenn man mit der Reinkar-Theorie der Buddhisten nicht zurechtkommen scheint und den unsympathischen Lehren der Kirche gerne aus dem Weg geht. Außerdem ist ja diese Glaubensrichtung aus dem Fernen Osten auch angenehm diesseitsbezogen. 

Ein weiteres Problem dabei dürfte jedoch sein, was eigentlich aus Hitler, Stalin und Co. geworden ist. Bekanntlich ist ja der Himmel für alle offen (na ja, und seien wir ehrlich: Sie haben ja lediglich ihr Potential im Dienste eines "guten Ideals" vollkommen ausgenutzt). Vielleicht irgendwo in den Kleiderschrank sperren und sie nicht an den Koks-Parties teilnehmen lassen - genau wie in "Der Bonker" von Walter Moers?


Freitag, 3. Juli 2015

Sed Contra 2: Ist das Böse wirklich so "böse"?



[...] Diesem dunklen Kapitel der Geschichte stellte der Papst jedoch die erstaunlich große Zahl der Heiligen entgegen, die zur selben Zeit in Turin und Piemont wirkte. Das Auftreten der Heiligen brachte Franziskus in direkten Zusammenhang mit der massiven Präsenz der Freimaurerei, des Antiklerikalismus und des Satanismus. Das gehäufte Auftreten der Heiligen sei die Antwort darauf gewesen. „Wenn Ihr eine schöne Hausaufgabe machen wollt, dann sucht, wie viele Heilige in dieser Zeit geboren wurden! Warum? Weil sie erkannten, daß sie gegen den Strom jener Kultur, jener Lebensweise schwimmen mußten. […] Denkt an die Heiligen dieses Landes und was sie getan haben!“ [...]
Quelle


Argumentum: Eigentlich ist ja das "Böse" nicht wirklich so "böse" wie man immer sagt. Anders als beispielsweise Michael Schmidt-Salomon behauptet, es gäbe keine objektive Moral, um anschließend über gegensätzliche Ansichten herumzu- moralisieren, ist die Tatsache des "Bösen" als schlechte Erfahrung immer noch präsent, aber in eher abgeschwächter Form, da diese wie bei obigem Papst-Zitat auch als Sprungbrett zur Heiligkeit dienen kann. So dienten beispielsweise Kriege zur weiteren Durchsetzung von Frieden, Diktaturen zur Stärkung der Demokratien. Zugegeben, es gibt viel Leid und Tod, aber zum Preis eines dauerhaften Friedens in den Köpfen der Menschheit, weil sie von der ansonsten "verbotenen Frucht" des Bösen gekostet und sie für zu bitter empfunden haben.


Sed Contra 1: Wenn man sagt, das "Böse" (lassen wir mal die Anführungszeichen im augusteischen Sinne der Begrifflichkeit stehen) sei nicht wirklich "böse", bewegt man sich außerhalb dieser Begrifflichkeit und erschafft eine Art Zwischenzustand. Man könnte beispielsweise auch sagen "Dieses Wasser ist irgendwie nicht wässrig", wobei es sich demonstrativ auf "dieses Wasser" bezieht, das einen Unterschied zu den eigentlichen Eigenschaften des Wassers allgemein aufweist. Sicher, es gibt auch andere Arten von Wasser, die sich untereinander unterscheiden. Dennoch werden auch diese mit Begrifflichkeiten versehen, um anzuzeigen, dass sie sich gravierend unterscheiden und auch in welcher Hinsicht. Wie beispielsweise das chemisch veränderte "Schwere Wasser"
Es muss also eine Begrifflichkeit geben, die das "Böse" kennzeichnet. Wenn man dagegen sagt, "das Böse ist nicht wirklich böse" führt man diese Aussage ad absurdum, da man nicht nur der Sache, sondern auch der Eigenschaft, die sich auf diese Sache beruft, die Eigenschaft abspricht.

Sed Contra 2: Es stimmt, dass das Böse auch als Sprungbrett für das Gute dienen kann. Aber nur im kontrastiven Sinne. In seiner Wirkung verändert sich das Böse nicht, ebenso wie das Gute. Man kann die Erfahrung machen, dass Hass schlecht ist, um sich für Liebe und Toleranz des anderen einzusetzen. Dass ändert jedoch nichts an der Sache, dass der Hass an sich schlecht ist, während Liebe an sich gut ist. Dass man merkt, dass Liebe gut ist, merkt man eigentlich auch ohne die direkte Erfahrung von Hass, der eher als negative Gegenerfahrung herhalten kann, die sich durch ihre Verkehrtheit letztendlich selbst in Frage stellt. Ob man dann auch weit genug geht, um es zu merken, ist die andere Frage. Es ändert nichts daran, dass Hass für die Erfahrung von Liebe nicht zwingend nötig wäre.

Die Aussagen, dass Kriege dazu dienen können, Frieden nachhaltig durchzusetzen, ist vollkommen irreführend. Kriege können dazu dienen, Frieden zu sichern, indem man einen angreifende Partei unschädlich macht und so den Frieden bewahrt. Anders ist jedoch die Aussage dass Kriege (hier wohl im Sinne der Erfahrung) den Frieden "geistig" sichern. Es stimmt, dass man durch die Erfahrung von Krieg und Leid sich von Hass, Nationalismus und materialistischem Opportunismus ("mein Sieg, meine Richtigkeit") distanziert. Frieden ist jedoch nur dann möglich, wenn schon vorher die Grundlagen dafür gelegt worden sind, ansonsten handelt es sich um eine Fortführung in Form eines faulen, opportunistischen Friedens, der nur darauf bedacht ist, dass einem selbst nichts zustößt, während der Frieden eher die allgemeine Lebensgrundlage sein sollte. 
Auch vor den angeblichen "Kriegen, die alle Kriege beenden" sollten gab es Friedensbewegungen und Bemühungen zur Völkerverständigung, die nach wirklich erfolgreichem Wachstum dann von den Kriegszuständen weggefegt wurden und man später so tat, als hätte es bloß auf Seiten der Gewinner Bemühungen zum Frieden gegeben. Auch dass solche Kriege zum Frieden im Sinne einer geschichts-metaphysischen Entwicklung führen müssen, ist nicht zwingend, wie man sich beim Versailler Vertrag gedacht hat, als man den Gegner durch immer mehr Demütigung und schlechte Erfahrung in die Knie zwingen wollte im Sinne einer behavioristischen Pseudo-Erziehung. 
Auch im Rahmen der Diktatur ist das zu nennen. Wenn man immer mit dem Hintergedanken "nicht wieder in die Diktatur zurückfallen!" lebt (Aussagen wie diese werden von deutschen Politikern regelmäßig verlautbart), dann kann das in den schlimmsten Fällen zu geistigen Hemmungen führen, in denen alles, was nur "den Anschein macht", ausgeblendet, bzw. diskreditiert wird, ohne sich damit näher auseinanderzusetzen - mit fatalen Folgen. Beispiel dafür gibt es ebenfalls genügend.

Sed Contra 3: Abgesehen davon, dass das Papstzitat vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen worden ist, wird hier ausgeblendet, dass es sich hier um die "Erscheinungsform" des Guten handelt, die durch die Konfrontation mit dem Bösen immer mehr an SICHTBARE Kontur gewonnen hat. Es ist wirklich wünschenswert, dass solche offen sichtbaren Boten Gottes auftreten, doch ist es nicht das Böse, das sie dazu gebracht hat, sondern das Gute und die Tugenden, die sie von Gott erbeten und erhalten haben und die sich meist im Verborgenen entwickelten. 


Respondeo: Wie schon erwähnt, ist die Aussage, das "Böse" sei eigentlich nicht wirklich "böse" irreführend. Es stimmt einerseits, dass das Böse als eine Art Sprungbrett für das Gute dienen kann, jedoch nur im extremsten Sinne, um das Schlechte innerhalb des Bösen einzusehen. Da das Gute aus sich selbst heraus existieren kann, das Böse aber nur eine Perversion davon ist, ist der Sachverhalt an sich selbst schon widerlegt. Dass nach Vollzug einer bösen Tat auch etwas Gutes hervorgehen kann (vgl. dazu auch "Faust" v. Goethe: "Ich bin ein Teil von jener Kraft/ die Böses will und Gutes schafft") leugnet nicht die Tatsache, dass unabhängig von dem Guten als individuelle Erscheinung ein Schaden entstanden ist, der sich auf das Böse bezieht. Außerdem hätte es vielleicht ohne das Böse ganz anders verlaufen können, wenn man beispielsweise im progressiven Sinne bedenkt, wie viele Entwicklungen gerade durch Notstände, Enteignungen und Diebstahl verhindert worden sind. 

Trotzdem zu behaupten, dass das Böse trotz seiner Wesenseigenschaften eigentlich nichts negatives, sondern sogar erwünschenswertes sei, ist eine der schlimmsten (absichtlich?) unreflektierten Relativismen, die es derzeit gibt und die über kurzen oder langen Zeitraum katastrophale Auswirkungen haben kann - auch wenn es nur auf EIN Individuum beschränkt ist. 


Liturgik des Grauens 2: Zu viel Ästhetik!

Erinnert sich noch jemand an dieses Bild?



Im engeren Sinne ist es ja nicht ruiniert worden. Es wurde nur an die ästhetische Regel des goldenen Schnitts angepasst... :3