Montag, 31. August 2015

Wahl des Lebensschutzes in den USA 2016. Oder: Rick & Bernie



Nach dem jüngsten Aussetzer von Hillary Clinton (wir haben das Thema ja schon einmal behandelt) fragt man sich natürlich, wie es mit anderen populären Kandidaten der Demokraten in Sachen "Lebensrecht" steht. Mit Barack Obama brauchen wir an dieser Stelle nicht wirklich anfangen.

Der derzeit auffallendste Kandidat ist Bernie Sanders. Sanders ist für die Politik gerade das, was Warren Buffet für die Wirtschaft ist: Der charismatische nette Opa, der sich durchsetzen kann. Positiv sind beispielsweise seine Bemühungen um das Elterngeld zu nennen, um einem finanziellen Einbruch vorzubeugen, wenn sich Mütter mehr Zeit für ihre Kinder nehmen müssen und deswegen eine berufliche Auszeit brauchen, denn Mütter sind die "primären Bezugspersonen der jungen Kinder". Eine Einschränkung davon wird wortwörtlich als " wirklicher Krieg gegen die Familie" bezeichnet.

Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite stehen bestimmte "Frauenrechtsinitiativen". Bot er auf der einen Seite die Möglichkeit an, mehr Zeit mit den Kleinkindern zu verbringen, ist er sowohl der Meinung, allen Eltern Kindertagesstätten ("pre-kindergarten") zu ermöglichen, als auch die Finanzierung von Planned Parenthood weiter auszubauen. Was er zu dem derzeitigen Skandal um Planned Parenthood meint, dürfte klar sein, wenn er die "anti-choice" -Haltung beklagt und den "Gesundheitsservice" der bekannten Abtreibungsinstitution hervorhebt.

[...] [Hillary] Clinton hat ebenfalls für die reproduktiven Rechte [sprich: Abtreibung] an vorderster Front gekämpft, aber ihr historisches Bekenntnis "sicher, legal und selten" hat nur dazu geführt, es zu stigmatisieren und berechtigte Konservative, rechtliche Einschränkungen aufzubürden. [...]

Dürfte dieser Mann also durchgehen, dürfte es erst so richtig rund gehen in Sachen Lebensrecht in den Vereinigten Staaten.


Bei den Republikanern dürfte der bekennende Katholik Rick Santorum, der sich vor allem für den Mittelstand einsetzt, zur besten Wahl gehören (Danald Trump kann man aus bekannten Gründen ganz bewusst ausschließen). Bei Santorum ist vor allem positiv zu bemerken, dass er sich ganz offen für das Lebensrecht einsetzt. Der Grund dafür liegt in der Familie selbst:

Rick und Karen Santorum haben einen ganz speziellen Platz in ihrem Herzen für Kinder mit speziellen Problemen. Ihre jüngste Tochter Bella wurde mit dem schwerwiegendem Gendeffekt Trisomie 18 geboren. Bella kann nicht laufen und reden wie die anderen Kinder der Santorums, aber ihre Möglichkeit, andere zu lieben, ist ihre größte Gabe. Seit Bellas Geburt wurde Ricks und Karens Engagement, jedes Leben - ob geboren oder ungeboren - zu schützen, gestützt und gestärkt. Sie wissen, dass jedes Leben wertvoll ist, egal welche physische oder geistige Einschränkungen jemand hat. Sie sind entschlossen, dafür zu kämpfen, dass unser Land sicher immer auf der Seite des Lebens steht. [...]


Neben dieser Entschlossenheit, die vielen Pro-Choicelern  eher ein Dorn im Auge sein dürfte, gibt es da noch andere Positionen, die ihm die Wahl schwer machen dürften. Er ist ein engagierter Kritiker der Klimawandel-Hysterie, das derzeit noch Obamas Zugpferd darstellt. Seine Kritik an Papst Franziskus, mit der jüngsten Enzyklika diese noch zu verstärken, brachte ihm zwar recht hohle, aber effiziente Minuspunkte ein (ein Wunder, dass der Papst derzeit so in Schutz genommen wird...). Außerdem ist er in der LGBT-Szene alles andere als beliebt und er denkt wirklich nicht daran, seine Positionen zu ändern. Und wir wissen ja, was man auch in den USA inzwischen von "homophoben" Politikern denkt.

Zwar ist Santorum in Sachen Lebensschutz und politischen Rückgrat (wieder mal) eindeutig vorne. Dass es in der politischen Wirklichkeit ganz anders sein wird und jemand anders das Bürgervertrauen abschöpft, dürfte aber leider ebenso deutlich sein.


Samstag, 29. August 2015

Von eingebildeten Briefen und falschen Erwartungen



Manche glauben, wenn man ein ganzes Land über den Tisch ziehen kann, dann kann man das auch locker mit einem Papst machen, um auch den letzten Katholiken die "Intoleranz" auszutreiben. Nur ist das nicht so einfach, weil der Papst irgendwie das Gegenteil sagt.

Also macht man es wie beim letzten Konzil: Wenn das echte nicht nach der eigenen Meinung sputen will, dann zimmert man sich ein eigenes zusammen: das bekannte "Konzil der Medien" (Benedikt XVI.), das grundverschieden vom echten ist, aber den Erwartungen der meisten zum Thema "Aggiornamento" und "Öffnung" vollkommen entspricht. Der jetzige Papst passt mit seiner eher jovialen und gemütlichen Art ganz gut in dieses Vorhaben von Politik und Medien. Weil er so ganz freundlich und nett ist, darf er eigentlich nur freundliche und nette Dinge sagen - und natürlich nur solche, die man ganz genau von ihm hören will.

So behaupteten zwei lesbische Autorinnen von Gender-Kinderbüchern, die sie in einem eigenen Verlag in Italien betreiben, der Papst hätte sie persönlich ermutigt, weiter zu machen. Dumm nur, dass der Brief nicht persönlich vom Papst stammt.

[...] Auf Journalistenfragen antwortend gab der Vize-Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls heute vormittag folgende Erklärung ab:
In Beantwortung eines höflichen und respektvollen Briefes von Francesca Pradi an den Heiligen Vater hat das Staatssekretariat in einem einfachen und pastoralen Stil den Empfang bestätigt und in Folge präzisiert, daß es sich dabei um eine private Antwort handelte und sie daher nicht für die Veröffentlichung bestimmt war (was aber leider geschehen ist).
Auf keine Weise will das Schreiben des Staatssekretariats Verhaltensweisen und Lehren billigen, die nicht mit dem Evangelium übereinstimmen, sondern den Wunsch für „eine immer fruchtbringendere Aktivität im Dienst der jungen Generationen und der Verbreitung der authentischen menschlichen und christlichen Werte“ äußerte.
Der Segen des Papstes am Ende des Briefes gilt der Person und nicht eventuellen Lehren über die Gender-Theorie, die nicht mit der Doktrin der Kirche übereinstimmen, wie der Heilige Vater mehrfach in jüngster Zeit betont hat. Eine Instrumentalisierung des Inhaltes des Briefes ist daher völlig unangebracht.
[...]


Auch die angebliche Ermutigung zu den Gender-Kinderbüchern, die sie ihm per Post geschickt hat, existiert nicht. Jedenfalls nicht außerhalb des Kopfes der Autorin.


[...] Nach der Richtigstellung durch den Vatikan vollzog Francesca Pradi eine schnelle Wendung. In einer von ihr verbreiteten Erklärung heißt es nun:

„Papst Franziskus hat mir nicht geschrieben: ‚Mach weiter‘. Seine Antwort ist keine Öffnung in Richtung homo-elterliche Familien. Aber es ist mit Sicherheit eine Änderung des Tones. Er gibt uns den Respekt zurück, den wir verdienen, als Personen und als Familien.“



Generell lässt sich in der letzen Zeit beobachten, dass sich immer mehr liberale Kräfte auf den Papst zu berufen versuchen - besonders seit bekannten Interview-Zitat, das für einen unglaublichen Hype in den Medien gesorgt hat, besonders aber auch bei LGBT-Gruppierungen mit ihrem platten Liebesverständnis. In den Vereinigten Staaten wurde allen ernstes versucht, mit einer Petition den Papst zur Abdankung des Erzbischofs von San Francisco zu bringen, weil er in Fragen der Sexualität katholische Standpunkte verteidigt (worüber ich schon mal berichtet habe). Eine weitere Gruppe aus Homosexuellen bildet sich dazu wirklich ein, mit einem Brief den Papst zur "vollen Akzeptanz" der Homosexualität von Seiten der katholischen Kirche zu bewegen. 

Dass in neo-liberalen Zeiten wie den unsrigen paradoxerweise eine regelrechte Forderung nach mehr kirchlichen Absolutismus ausgesprochen wird, dürfte auf den ersten Blick verwundern. Bis man bedenkt, dass der Papst und sein Amt lediglich als politische Schachfigur angesehen werden, um die eigenen Bedürfnisse besser durchsetzen zu können - im Ernstfall auch mit einer Art einseitigem Autoritarismus. Ein LGBT-Aktivist hat einmal in einem Chat geschrieben, dass man nach seiner Meinung die Institution der Ehe abschaffen sollte, da sie im Hinblick auf verschiedenste angebliche sexuelle Orientierungen und teilweise wechselnde Partnerschaften in sich vollkommen sinnlos sei. Dennoch sollte man sie unter der Auflage von "Homo-Ehen" weiter erhalten, damit Homosexuelle besser akzeptiert werden können. Dann könne man sie als überfälliges Überbleibsel abschaffen.

Das gleiche könnte auch bei Franziskus passieren, wie man es auch bei seinem Vorgänger, dem seligen Papst Paul VI. tat: Bei sicherem Ausblick auf sexuelle Selbstverwirklichung hat man ihn hochgejubelt - um ihn schließlich nach der Enzyklika "Humanae Vitae" unbarmherzig fallen zu lassen. Nur ob die Medien und die Lobby-Gruppen dazu bereit sind, dürfte bis zum nächsten großen Knall offen bleiben.




Stift ist nicht gleich Stift

Das sollte man vor allem bei Feinarbeiten wissen. Generell nehme ich bereits erwähnte Fineliner zur Fixierung (weil es bei schwitzigen Händen nicht verwischt), daneben gibt es noch ganz andere Zeichengeräte.


Der Kaweco Sport-Füllfederhalter eignet sich vor allem zum gemütlichen Schreiben und Skizzieren (vor allem lässt er sich ganz toll transportieren :3), der Stabilo pointVisco hat die schöne kalligraphische Eigenschaft, Linien am Ende zuspitzen zu lassen und angenehme Rundungen zu erzeugen. Die Zeichenfeder kann man ebenfalls für sehr feine Kalligraphien einsetzen, sie eignet sich aber besonders sparsam verwendet zum Zeichnen von luftig-leichten Objekten. Deswegen wird sie von Manga-Zeichnern gerne verwendet, auch wenn viel sorgfältig Arbeit dahinter steckt und man daher besonders auf die Originale Acht geben muss.


Freitag, 28. August 2015

Donnerstag, 27. August 2015

"Die große Herausforderung des modernen Menschen"



Vom 28. bis zum 30. September trifft sich wieder mal der Schülerkreis um Joseph Ratzinger in Rom. Dazu gab Pater Stephan Horn, Organisator des jährlichen Treffens, der Catholic News Agency ein Interview.


[...] "Benedikt XVI. hat schon in seinen frühesten theologischen Studien erkannt, dass sich der Glaube an den Fortschritt der Menschheit sich zu einer Ideologie entwickelt", erklärt Salvatorianerpater Stephan Horn der CNA.

Als Antwort auf diese Ideologie, sagt Pater Horn, verdeutlichte Benedikt, dass "das Zentrum der Geschichte der lebendige Gott ist, der sich selbst in Jesus Christus offenbarte und dass wahrer Fortschritt im Glauben [Anm. zur Ergänz.: im Vertrauen auf den lebendigen Gott] gefunden wird." [...]

Pater Horn unterstreicht, dass "die heutige Kultur selbst ein Reden über Gott notwendig macht, da ein anderer Trend vorherrscht . Dieser besteht darin, nur darüber zu sprechen, was der Mensch tun kann, über den sogenannten "Homo Faber"" und daher die Notwendigkeit besteht, nach "einem neuen Weg zur Wahrheit zu suchen und diese große Herausforderung des modernen Menschen auf sich zu nehmen." [...]



Meine neue Zimmerbar :3

Wer wissen will, was aus dem Zeug geworden ist: Die eine Hälfte wird im Keller eingelagert, die andere dient jetzt als Miniatur-Bar in Vintage-Stil.


Darauf ein Glas gekühltes Mineralwasser, Prosit!


Es geht auch anders herum...

Nichts gegen das Zitat, aber irgendwie finde ich aus persönlicher Erfahrung diesen Ausspruch eines Wüstenvaters zum Thema passender.



Mittwoch, 26. August 2015

Warum wundert das mich jetzt nicht wirklich? Der Satanic Temple unterstützt Planned Parenthood.

Der Satanic Temple macht mal wieder von sich Reden, indem er eine Demonstration gegen die staatliche Finanzierung von Planned Parenthood mit provokanten Darstellungen wie Milch-Waterboarding oder der Bemerkung, Mutterschaft sei faschistoid, stört. Einerseits kann man das als weitere Provokation einer Gruppe von Personen auffassen, die um jeden Preis auffallen und ihre parodistische Vorstellung von totaler Freiheit durchsetzen wollen - ohne es voll und ganz zu tun. Eine "hohle Kultur" eben, wie ich es in einem älteren Beitrag schon einmal darstellte. Sozusagen die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters auf Chrystal Meth.

Einen gravierenden Punkt dürfte es jedoch geben, bei dem sich selbst die Pastafaristen scheuen dürften: Provozieren, bis es auch physisch weh tut und das auch außerhalb der Öffentlichkeit tun. Es dürfte bekannt sein, dass eine Person nur glaubwürdig sein kann, wenn sie sich auch außerhalb der Öffentlichkeit so verhält, wie sich vor den Augen aller verhalten würde. Bei einer reinen Protest"kultur" wäre damit schon ziemlich schnell Schluss - man denke beispielsweise an die "nützlichen Idioten" der Gegendemonstranten bei der Demo für Alle. Viel Krach machen, wenn aber um 16:00 Uhr Schluss ist, dann brav ins Kino gehen, wo man den unhinterfragten Schwangerschaftsabbruch des Hauptcharakters beklagt.

Bei dem Satanic Temple bleibt es aber nicht nur bei dieser Störung um der Störung Willen. Man versucht mit dem Argument der "Religionsfreiheit" einerseits eine natürliche Sache bis zur Absurdität zu führen, um sie indirekt immer weiter einschränken zu lassen. Gesehen hat man das in Oklahoma. Man wollte ein Denkmal für Satan aufstellen, am Ende ist das Denkmal für die Zehn Gebote abgeschafft worden. Eine ähnliche Aktion ist in der Behauptung zu erkennen, in der sie Mitglieder des Satanic Temple ein Recht auf Abtreibung fordern, da Abtreibung zu ihrem Kult und eine weitere Einschränkung des Schwangerschaftsabbruches ihre Religionsfreiheit einschränken würde. Da wundert es nicht, wenn sie Planned Parenthood auch aktiv unterstützen.

Weiterhin wundert es nicht, was schon der römische Chefexorzist Don Gabriele Amorth feststellte: Dass sich mit der Zeit  innerhalb dieser Zirkel eine regelrechte Kultur des Hasses entwickelt, da man Gott und seine Liebe als unterdrückerisch und als Symbol für das falsche spießbürgerliche Leben ablehnt. Die letzte Hürde dieser "Emanzipation" und "Befreiung" besteht darin, sich über das Leben der anderen zu stellen. Besonders in Italien sind es satanische Ritualmorde, bei denen dies als extremstes Beispiel zu Tage kommt. Wobei es nach Amorths Aussage selbst Neugeborene betreffen würde. Dass es nicht nur bei Italien verbleibt - wenn auch in nicht dem gleichem Ausmaß -, dürfte auch durch die Berichte diverser Konvertiten (höchst lesenswert!)bekannt sein. Wer da noch behauptet, Lebensrechtler seien schlimm, dürfte wahrscheinlich keine Ahnung von der ganzen Sache haben.


Sehen Sie, die Macht des Feindes ist immer die gleiche geblieben, der Teufel hat immer die selbe Macht. Was aber enorm zugenommen hat, ist etwas anderes, nämlich die Zahl der Türen, die sich seinem Eindringen geöffnet haben. 

Früher gab man sich weniger okkultistischen Praktiken hin als heute. Unter Okkultismus verstehe ich Magie, spiritistische Sitzungen, satanische Sekten usw. Früher, als man noch zur Kirche ging, betete und die Familie noch einträchtig und intakt waren, war die Situation anders... Sie sehen doch, wie die Gesellschaft aussieht. [...] Wo sind wir da gelandet! Bei Absurditäten, die zur Zeit meiner Jugend völlig undenkbar gewesen wären.

All dies - Magie, Okkultismus, Spiritismus - trägt dazu bei, die Eingangstüren zu öffnen. Sind die Türen einmal geöffnet, hat Satan freie Hand. Nicht dass er machtvoller wäre als früher, sondern dass er von seiner Macht frei Gebrauch machen kann. Denken Sie etwa an all die vielen Fällen von Personen, die sich dem Satan weihen!

Sie sind sehr zahlreich. Wie viele jener Zettel habe ich doch schon verbrannt [innerhalb einer exorzistischen Befreiung], auf denen Sätze geschrieben standen wie etwa diese: "Satan, du bist mein Gott, ich will Satan, ich will immer mit dir sein, ich verehre dich, ich bete dich an." Und dann: "Gib mir, gib mir, gib mir." Gib mir Reichtum, gib mir Vergnügen, gib mir Erfolg. Und der Teufel gibt es ihm und raubt ihm dafür die Seele. 

Gabriele Amorth, im Gespräch mit Marco Tosatti: "Memoiren eines Exorzisten". Christiana Verlag, 2014³



Montag, 24. August 2015

Endlich eine Ausrede für mehr Katzenvideos am Arbeitsplatz!

Gefunden in der August-Ausgabe von vital, Seite 89:

"Kawaii" heißt auf japanisch niedlich, steht aber auch für die landestypische Marotte, eine Pause einzulegen, um niedliches anzugucken [Anm.: steht übrigens auch für eine graphische Charakterdarstellung]. Psychologen der Universität Hiroshima fanden heraus: Kawaii fördern tatsächlich die Konzentration und die Gewissenhaftigkeit. [...]



Um die Moral der Blogozese zu heben, folgen daher nun einige niedliche Tierbilder.








Jetzt dürfte sicher klar sein, warum ich mir damals das Kissen zugelegt habe. :3



Fundstück 1

 Auch ein schönes Fundstück in der Antiquariatsbox: Ein Abzug einer Photographie von Pater Pio aus dem Jahre 1953. Bekanntlich ließ er sich erst auf Anordnung seines Oberen photographieren, davor schaute er beim Anblick einer Kamera ziemlich unfreundlich, weil er das ganze Theater um seine einfach  Person nicht leiden konnte.


Bei Leuten, die sich gerne mal vor ihn hinwarfen und versuchten, ihn anzubeten (im wahrsten Sinne des Wortes), hat er auch manchmal zugetreten, weil es in seinen Augen nur noch Blasphemie war. Wahre Geschichte, es sollen im Italienischen sogar Aufnahmen davon existieren.



Samstag, 22. August 2015

Hass mit Liebe bekämpfen. Und Torten.

Aaron Klein hätte eigentlich jeden guten Grund zum Zorn gehabt.

Erst zeigte ihn ein lesbisches Paar, das übrigens zu den Stammkunden seiner Bäckerei zählte, wegen Diskriminierung an, weil er keine Torte für eine gleichgeschlechtliche Trauung backen wollte. Dann wird er vom Gericht dazu verdonnert, eine Strafe von 135.000 Dollar zu zahlen, was für ihn unmöglich ist. Der erste Fundraisingversuch wird von diversen LGBT-Gruppen nach heftigen Protesten abgewürgt, evangelikale Christen helfen ihnen jedoch, die Summe zu erreichen und innerhalb der viel zu kurz gesetzten Frist zu zahlen.
Die Bäckerei stand in der Zwischenzeit kurz vor dem Aus und auch für seine Familie wäre es der sichere Ruin gewesen.

Eigentlich hätte er wirklich jeden guten Grund gehabt, es ihnen nie mehr zu verzeihen. Aber er schickt ihnen letztendlich...


... Torten.

Ernsthaft, er und seine Familie haben sich nach so viel Leid und Anfeindung entschlossen, den LGBT-Gruppen, die sie so unter Druck setzten, jeweils eine Torte mit der Aufschrift, dass sie geliebt werden, zu schicken.

[...] "Das ist gerade die Sache, dass sie die ganze Zeit über dachten, ich wäre dieser große hasserfüllte Kerl", erzählt Aaron Klein. "Ich weiß nicht, woher das kommt, aber ich bin niemals dieser Kerl gewesen." [...]

[...] "Sie werden sie wahrscheinlich in die Mülltonne werfen", sagt Melissa Klein [seine Ehefrau]. "Sie können das tun, das ist okay. Ich hoffe, dass sie die Gefühle dahinter sehen und es vielleicht verstehen." [...]

Wie der Absender darauf reagieren wird, dürfte offen bleiben. Das ist jedenfalls eine ganz nette Idee der Bäckerfamilie, einfach mal so ihr ideologisches Denken zum Wanken zu bringen. Mit ordentlich viel Herz und Zuckerguss. :3 Daumen hoch!


Es ist ein Keller voller Leichen. Aber mit viel Geld und Prestige.



Man dürfte sich fragen, wie hartnäckig manche Menschen sein können. Im Falle des Planned Parenthood Skandals wurde inzwischen das siebte Video veröffentlicht. Fünf weitere werden noch folgen - und eins schlimmer als das andere.

Was an der Situation innerhalb Planned Parenthood nicht viel ändert. Beschwerte man sich noch vor Kurzem lauthals über die "Anti-Abteibungs Schergen", belohnt man die eigenen mit dem Maggi Award. Nein, dieser Preis steht nicht für Familienfeundlichkeit und ist auch nicht nach dem Simpsons-Baby benannt, sondern geht vom Namen her auf die Rassenhygienikerin Margaret Sanger zurück, die Planned Parenthood sowie ihre eugenische Vorgängereinrichtung American Birth Control League gründete. Dazu kommen noch die Ausgezeichneten:

[...] Den Maggie [Sanger] Award erhielten zudem: Valerie Tarico (Salon) für den Artikel: „Ich bin Pro-Abtreibung nicht nur Pro-Choice“; Akiba Solomon und Aura Bogado (Colorlines.com) und John Richardson (Esquire) für seine wohlwollende Darstellung des Abtreibungsarztes Willie Parker, den er als „Diener der Abtreibung“ bezeichnete. [...]

Und falls ein Preis nicht ausreichen sollte: Es gibt ja immer noch die guten alten Schmiergelder, mit denen die Kampagnen diverser Politiker finanziert worden sind. Von dieser finanziellen Lobbyarbeit profitierten übrigens bei der letzten Kongressabstimmung, die nach der Einstellung der staatlichen Unterstützung fragte, bis auf einen Senator übrigens alle, die offen dagegen stimmten.


Auch wenn Erfolg und Geld weder stinken noch (direkt) töten - beides stumpft bei Missbrauch immer  weiter ab. Und das könnte nach Meinung von Kevin Jones auch für die kommende Familiensynode gefährlich werden, auch wenn Planned Parenthood hier nicht die Finger im Spiel haben wird.



Freitag, 21. August 2015

Beichte und Kommunion: "Vereinigung mit Seinem Willen"

[...] Eine wirkliche Reue und das echte Verlangen nach Christus zielen immer auch auf eine Vereinigung mit Seinem Willen ab, jedenfalls in wichtigen Dingen wie z.B. Sonntagsheiligung, Unauflöslichkeit der Ehe. Wenn ich daher diesen Willen nicht habe bzw. nicht wirklich umsetzen will, dann kann ich mich im strengeren Sinn nicht mit Ihm vereinigen, auch nicht geistigerweise. Auch wer da eine Sehnsucht nach der hl. Kommunion empfindet, müßte eigentlich eingestehen, daß er sich noch nicht wesentlich für Christus entschieden hat, und daher noch nicht fähig ist, fruchtbringend die geistige Kommunion zu empfangen.


Anders bei dem Menschen, der den festen Vorsatz zur nächstmöglichen Beichte hat, seine Sünden vollkommen bereut und die Hindernisse zum Empfang des Sakraments beseitigen will: Ihm ist die geistige, fruchtbringende Kommunion schon vor der Absolution möglich. [...]


So weit P. Andreas Lauer FSSP in der aktuellen Ausgabe des Informationsblattes der Priesterbruderschaft St. Petrus (S. 9-11) zum Thema Geistige Kommunion und allgemeiner Kommunionempfang.
Ein anderer Pater der Priesterbruderschaft, P. Bernward Deneke hat in einem persönlichen Gespräch einmal auf das Problem in vielen Pfarreien angesprochen, dass ein regelrechter "Zwang zur Kommunion" besteht, besonders dort, wo der "gemeinsame Mahlcharakter" mehr betont wird als das persönliche Verhältnis zum eucharistischen Herrn selbst. Wodurch eine schädliche Angewohnheit entstehen kann, besonders zu Zeiten, in denen das Bußsakrament, die hl. Beichte beinahe komplett vernachlässigt wird oder sogar zu einer Art neutralen Lebensberatung verkommt ohne theozentrischen Mittelpunkt des christlichen Lebens.

Diese Angewohnheiten bestehen meist im unbewussten Empfang der Kommunion, besonders wenn man sich nicht im Klaren ist, wen man in der Kommunion empfängt und welche Opfer damit verbunden waren, in erster Linie das blutige Opfer der Kreuzigung, das im unblutigen Opfer der Messe als immerwährendes Opfer aktualisiert und vergegenwärtigt wird. In der letzten Konsequenz kann es zu einer totalen Lieblosigkeit kommen, nicht nur dem eucharistischen Herrn gegenüber sondern dem Herrn allgemein, weil die Messe als Höhepunkt der Woche - wie es im Katechismus heißt - eine Schule der Demut und der Liebe für das gesamte Gebetsleben des Alltags darstellt.

Viele begnügen sich in diesem Punkt, den "Lieben Gott einen guten Mann sen zu lassen", wenn es ihnen gut geht, ansonsten aber sofort zornig und enttäuscht werden, wenn ihre Vorstellung vom perfekten Leben nicht möglich ist. Wenn man sich wirklich seines Glaubens bewusst ist, sollte man eigentlich wissen, dass es das "perfekte Leben" in diesem Leben nicht geben kann. Das Leben, wie wir es erleben, ist von ständigen Versuchen geprägt, vieles (oder sogar alles) ohne Gott machen zu wollen, was natürlich zu Enttäuschungen führt, da Gott für uns das ewige Leben mit Ihm vorgesehen hat, auf das wir uns selbst aber aus freien Stücken vorbereiten sollten.
Oder um noch einmal Chesterton zu zitieren: Der Glaube ist weniger eine intellektuelle Sache als eine Liebesverhältnis. Einen echten Freund oder eine echte Freundin würde man nie so halbherzig behandeln - außer man ist ein Schleicher und Schnorrer, der bei jeder unbefriedigten Lust oder Enttäuschung bereit ist die Seiten zu wechseln ohne sich nach dem näheren Grund für diesen Umstand zu fragen. Was übrigens derzeit bei der schleichenden Zersetzung des Gottesvolkes zu beobachten ist.


Grimmscher Schreibtischwald

Eigentlich habe ich mit dem Nendoroid-Figürchen, das ich zufällig im Karlsruher Animestore fand, einige Freiluftaufnahmen vorgehabt, wie ich sie zufälligerweise schon auf DeviantArt vorfand und in deren Stil ich auch den Titel meines letzten Blogs gestaltete.

 Dann schaute ich kurz auf meinen Schreibtisch :3



Donnerstag, 20. August 2015

Salamitaktik bei der Tagesschau. Oder: Einen Athanasius für´s Bratwurstland!

Wieder ist eine prestigeträchtige Umfrage gemacht worden, bei der ich nicht befragt wurde. Und vielleicht alle anderen auch nicht.

Jedenfalls verkündete gestern die Tagesschau, dass die "Mehrheit der Katholiken" die "kirchliche Lehre ablehne" (siehe hier 7:50). Später (hier 5:28) wird diese "Ablehnung" zu einer neutralem Umfrage. Dennoch fragt man sich, was dieser freudsche Versprecher genau sagen wollte. Und auch der Gedanke, der Nachrichtensprecher grinse sich gerade ordentlich was ab bei der Verkündigung, lässt sich nicht mehr ablegen.

In den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), die mir heute morgen vorlagen, findet man schnell die Erklärung für das ganze Theater: Es handelte sich um eine statistische  (!) Umfrage mit 7900 Personen, die von Studenten durchgeführt wurde und "nicht repräsentativ" für alle Katholiken" sei. Trotzdem wird wieder in die selbe Kerbe eingeschlagen ("Mehrheit für die Homo-Ehe") und diese Umfrage auf eine Stufe auf eine Stufe mit der offiziellen Umfrage des Vatikans gesetzt, die bekanntlich die meisten Katholiken hier in Deutschland nicht erreicht hat. Oder jedenfalls nicht die, die es erreichen sollte. Es wird zwar betont, dass 90% der Befragten einmal in der Woche den Gottesdienst besuchen würden, wie es jedoch mit der genauen Kenntnis des Glaubenswissens und der moralischen Vorstellungen, also im Allgemeinen  mit der Orthodoxie steht, wird nicht beantwortet.

Bekanntlich herrscht in diesem Feld ebenfalls seit Jahrzehnten eine Brachheit vor, die in anderen Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Italien, Polen und den Vereinigten Staaten längst Chefsache der Bischöfe ist und die sich auch darum aktiv kümmern, dass man sich ernsthaft fragt, ob man Betreffende zum Thema "kirchliche Lehre" überhaupt fragen sollte, wenn ihnen diese nur ganz oberflächlich oder sogar überhaupt nicht bekannt ist. Was bei der zunehmenden Diskrepanz zwischen deutschsprachigen Katholiken und denen aus anderen Ländern ebenfalls immer deutlicher wird.

Mathias von Gersdorff meint dazu, dass wir einen neuen Bonifatius brauchen. Andere sind eher für einen neuen Athanasius.


Dienstag, 18. August 2015

Montag, 17. August 2015

Edouard Ade zur Familiensynode: "Gesetz der Gradualität" statt "Gradualität des Gesetzes"

Man dürfte sich jetzt irgendwie an Asterix erinnert fühlen: Außen herum wird versucht, immer mehr Druck auf die Bischofssynode zu Familie und Ehe zu machen. Und die einzigen, die das nicht beeindruckt, sind die afrikanischen Bischöfe. Denn anders als man bei Kaspergate hörte, haben die nämlich ordentlich was auf dem Kasten, vor allem in den Schwerpunkten gelebte Pastoral und Moraltheologie.

Ein hervorragendes Beispiel findet man hierzu im aktuellen VATICAN Magazin, in dem Professor Edouard Ade aus Benin die Sache darlegt:


[...] Die Kirche muss in ihrem Lehramt bei einer präzisen Sprache bleiben. Da ihre Ehelehre weder Scheidung noch Wiederheirat kennt, darf sie nicht von „wiederverheirateten Geschiedenen“ sprechen, sondern von „Getrennt-Neuverbundenen“. In dem Fall, dass man die erstgenannte Bezeichnung übernimmt, welche im Zivilrecht verankert ist, sollte man klugerweise voranstellen: „...jene, die als wiederverheiratete Geschiedene bezeichnet werden“.

In Bezug auf die Gradualität unterscheidet das Lehramt seit dem heiligen Johannes Paul II. klar zwischen dem „Gesetz der Gradualität“ und der „Gradualität des Gesetzes“, wobei die letztere im Widerspruch zur katholischen Lehre steht. Die erstere hingegen räumt ein, dass ein Sünder Schritt für Schritt und Abschnitt für Abschnitt voranschreiten kann, um aus einer sündhaften Situation herauszutreten, dass er deshalb dabei auf die Gnade Gottes zählen kann, die in ihm die Reue und die Anstrengung zur Buße wachruft und die sich auf das „Gute“ stützen kann, das in ihm bleibt und das die Sünde nicht völlig zerstören konnte.


Die Synode wird darauf achten, dass klar unterschieden wird zwischen dem „Gut“, das im Sünder verbleibt, und der davon völlig verschiedenen Behauptung eines „Guten“ in Lebenssituationen, die dem Evangelium widersprechen. Wäre dies anders, warum sollten sich dann jene, die sich in solchen Situationen befinden, bemühen, diese hinter sich zu lassen? Wenn die Gradualität im Sinne einer Proportionalisierung der Wahrheit auf die jeweilige Lebenssituation hin verstanden würde, wäre das gefährlich, denn dies hieße „außerhalb des Weges voranzuschreiten“ (Thomas von Aquin). Derselbe doctor communis merkt an, dass „es besser ist, auf dem Weg zu hinken, als mit großen Schritten außerhalb des Weges zu laufen. Denn wer auf dem Weg hinkt, nährt sich dem Ziel, auch wenn er kaum vorankommt; jener aber, der außerhalb des Weges läuft, entfernt sich je weiter vom Ziel, desto angestrengter er läuft“ (Kommentar zum Johannesevangelium 14,2).

Die den Getrennt-Neuverbundenen schon gewährten Konzessionen:
Die Synode muss die schon von der Kirche gewährten Zugeständnisse in Erinnerung rufen. Sind sie bekannt und werden sie angewendet? Mit welchen Ergebnissen? Worin stellen sie gegebenenfalls in Bezug auf das Ziel, das das Seelenheil ist, nicht zufrieden; und sollten daher weitere Konzessionen gewährt werden?
„Die Wiederversöhnung im Sakrament der Buße, das den Weg zum Sakrament der Eucharistie öffnet, kann nur denen gewährt werden, welche die Verletzung des Zeichens des Bundes mit Christus und der Treue zu ihm bereut und die aufrichtige Bereitschaft zu einem Leben haben, das nicht mehr im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht. Das heißt konkret, dass, wenn die beiden Partner aus ernsthaften Gründen – zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder – der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, ‚sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heißt, sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind‘ (Johannes Paul II., Homilie zum Abschluss der VI. Bischofssynode (25.10.1980), 7: AAS 72 (1980) 1082).“
(Johannes Paul II., Familiaris Consortio, 84)

„Zweifellos ist die volle Teilnahme an der Eucharistie dann gegeben, wenn man auch selbst die Kommunion empfängt. Trotzdem muss darauf geachtet werden, dass diese richtige Aussage bei den Gläubigen nicht zu einem gewissen Automatismus führt, so als habe man, nur weil man sich während der Liturgie in der Kirche befindet, das Recht oder vielleicht sogar die Pflicht, zum eucharistischen Mahl zu gehen. Auch wenn es nicht möglich ist, die sakramentale Kommunion zu empfangen, bleibt die Teilnahme an der heiligen Messe notwendig, gültig, bedeutungsvoll und fruchtbar. Unter diesen Umständen ist es gut, das Verlangen nach der vollen Vereinigung mit Christus zu pflegen, zum Beispiel mit der Praxis der geistlichen Kommunion, an die Johannes Paul II. erinnert (vgl. Ecclesia de Eucharistia, n. 34) und die von heiligen Lehrmeistern des geistlichen Lebens empfohlen wird. (Darunter zum Beispiel Thomas von Aquin, Summa Theologiae, III, q. 80, a. 1,2; Theresia von Jesus, Weg der Vollkommenheit, Kap. 35. Die Lehre ist vom Konzil von Trient maßgebend bestätigt worden: 13. Sitzung, Kap. VIII.).“ (Benedikt XVI., Sacramentum Caritatis, 55)
[...]


Wir brauchen wohl mehr Kaninchen-Videos

Trotz des immer bizarrer werdenden Skandals um Planned Parenthood und den politischen Konsequenzen, die sich daraus in den Vereinigten Staaten ergeben: Hype-Thema Nummer 1 ist immer noch Cecil der Löwe. Besonders bei uns im tierliebenden Deutschland, wie der Stern so schön auf seinem Titelcover zeigt.



Trotz offensichtlicher Parallelen rührt sich auch weiter nichts. "Dann brauchen wir halt mehr Videos mit süßen Tierchen", dachten sich die Leute der American Life League und bastelten diesen netten Clip zusammen, um mal den Klartext zu reden, den die meisten schon eher verstehen.




Shake your Cat!

Was soll ich dazu sagen... Mir war halt langweilig.



Donnerstag, 13. August 2015

Nicht kaputt machen!



"Die Zelebration [der Heiligen Messe] ist ein kostbares Geschenk Gottes. Sie ist ein kostbares Geschenk Gottes für die Menschheitsfamilie. Lasst sie nicht ruinieren."
Papst Franziskus bei der Audienz am 12. August. Zitat gefunden hier.

Kritik an "Homo-Ehe":Und schon ist der Nächste dran.

Nachdem sich die Strafanzeige gegen Bischof Vitus Huonder als haltlos erwiesen hat, kommt auch schon der Nächste an die Reihe. In diesem Fall ein evangelischer Pfarrer aus Franken, den es wirklich doppelt trifft:


Ein evangelischer Pfarrer aus dem fränkischen Goldkronach ist wegen seiner Position zur Homo-Ehe in die Kritik geraten. Günter Weigel hatte im GemeindebriefNemmersdorfer Kirchenbote die „Ehe für alle“ kritisiert. Nun werfen einige Medien ihm vor, Homosexualität mit Sodomie und Inzest verglichen zu haben. [Fühlt man sich irgendwie wieder an das hier erinnert?]

Auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern geht auf Distanz. Weigel selbst fühlt sich mißverstanden. „Die Zitate wurden aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe weder Homosexualität mit Sodomie gleichgesetzt, noch habe ich Homosexuelle verurteilt oder verleumdet. Mein Anliegen war, die christliche Ehe in Abgrenzung zu anderen Ehebildern darzustellen“, sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Weigel schrieb in seinem Beitrag, die „Ehe für alle“ würde „in der Konsequenz“ bedeuten, daß auch die Ehe unter nahen Verwandten, zwischen einem Menschen und seinem (Haus-)Tier oder auch die Vielehe möglich wären. Weiter fragte der Pfaffer: „Wie dekadent und pervers müssen einzelne Vertreter unserer Politik und Gesellschaft eigentlich sein, um auf solche Ideen und Forderungen zu kommen? Die Verwirrung auf diesem Gebiet wird immer größer.“ [...]

Harte Worte zu einem ernsten Thema. Wie sieht es die Landeskirche?

[...] Der Pressesprecher der bayerischen Landeskirche, Michael Mädler, bestätigte idea, daß Weigels Beitrag von den Juristen der Landeskirche geprüft werde. Wann mit Ergebnissen zu rechnen sei, stehe noch nicht fest. Es gehe dabei unter anderem um die Frage, inwieweit durch Weigels Tun „die Einheit und Glaubwürdigkeit der Kirche“ befördert wurde oder eben nicht. [...] 


Gut, das ist jetzt ein wenig doof. Bei Bischof Hounder war es ja sozusagen nur der Kollege gewesen, der versuchte, Druck zu machen. Beim Herrn Pfarrer steht dagegen schon der eigene Verein im Rücken, bei dem man nicht mehr sicher sein kann, was unter "Einheit und Glaubwürdigkeit der Kirche" überhaupt verstanden werden soll.


Sheep of London. Das waren noch Zeiten...

... als die Parks von London noch von Schafen gemäht wurden. Und man diese durch halb London treiben musste.




Montag, 10. August 2015

Planned Parenthood: Nächste Runde im Gruselkabinett



Wie gesagt, die Planned Parenthood Picture Horror Show geht weiter. Je länger der Skandal von der Öffentlichkeit verschwiegen wird, desto mehr schmutzige Detail werden ans Licht gebracht, bis es selbst Unbeteiligten nur noch weh tut.

Aus dem "Interview"-Video zwischen zwei verdeckten Schauspielern und Melissa Farrell geht hervor, dass sie auch die ganzen Details und Verwertungswege kennt, die hinter dem Verkauf stecken - und es lauwarm den beiden erzählt, ohne von der versteckten Kamera zu wissen. Sie weiß übrigens auch selbstverständlich von der Sache, dass Gliazellen aus den Hirn abgetriebener Embryonen zur Erzeugung "humanisierter Mäuse" zu Forschungszecken verwendet werden.


[...] Ein Schauspieler, der sich als potentieller Käufer ausgab, fragte: "Also fordern sie nur Leber oder Leber und Thymusdrüse? Leber, Thymusdrüse und Knochen?"

"Alles! ZNS, Hirn, Nieren, Thymusdrüse, Leber, Milz, Oberschenkelknochen, Knochenmark, Hämatopoetische Stammzellen von der 14. bis 22. Schwangerschaftswoche", antwortet Farrell mit einer Singsangstimme. 

"Sie benutzen das alles? Oder nur die Stammzellen?", fragte der Schauspieler.

"Das wurde nicht gesagt", sagt Farrell.

"Wow! Sie wollen alles!", sagte der Schauspieler. "Sehen Sie, so läuft die Sache. Für solch ein Forschungsprojekt müsste wir - Sie wissen ja - ganze Kadaver beschaffen, dann können sie wirklich nehmen, was sie wollen mit der ganzen Qualität von - sie wissen schon - und allem."

"Wirklich, aha.", antwortete Farrell.

"Das wäre wirklich ideal für sie", fuhr der Schauspieler fort.

"Gut, es würde mich glücklich machen, das fertigzustellen, was wie brauchen und ich kann Sie damit in Kontakt bringen", Farrell lacht; später fügt sie hinzu "Warten Sie, ich habe mich geirrt! Sie wollen 120 Exemplare."

"Einhundert und Zwanzig? Das ist ungeheuer!", sagt der Schauspieler. [...]


Bisher wurde die Verkaufsaktion damit "gerechtfertigt", dass es zur finanziellen Unterstützung der Einrichtung diene. Wie das eine solche Institution nötig habe, die mit 5 Millionen US-Dollar vom Staat unterstützt wird und weitere Millionen von diversen Stiftungen erhält, dürfte weiterhin offen bleiben. 

Und vor allem, warum die vielen notleidenden armen Familien davon nichts abbekommen, auf die sich Planned Parenthood regelmäßig bei ihren "Diensten" beruft.


Davon würde ich dringendst abraten...





"Tag der Schöpfung"?




Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre unbeschriebene Reise 
Vollendet sie mit Donnergang.

Ihr Anblick gibt den Engels Stärke,
Wenn keiner Sie ergründen mag;
Die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.
J. W. von Goethe, Faust 1. 243-250


Nach der Umweltenzyklika jetzt also auch ein "Tag der Schöpfung". Na ja, Papst Franziskus bemüht sich ja wirklich sehr um die Bewahrung der Schöpfung. Andererseits hätte es nach meiner Meinung besser eine Pastoralenzyklika mit Schwerpunkt "liturgisches Verständnis" geben sollen (besonders im Hinblick auf die kommende Synode), das Thema "Umwelt" hätte in den technischen Detailfragen besser von Untergruppen übernommen werden sollen.

Und "Tag der Schöpfung"...
Menschenskind, jeder Tag ist ein Tag der Schöpfung und man kann auch Umweltschutz im Kleinen tun, wenn man wenigstens ein wenig von dem Müll auf der Straße wegräumt, was nicht von einem selbst ist. Bei uns müllen die Straßengräben und Waldränder immer nach einem gewissen Zeitraum zu, weil man glaubt, es immer auf einen anderen Tag hinausschieben zu können oder so wenig ja auch nichts ausmachen würde. Aber man beschwert sich dann anschließend immer wieder über die armen Igel, die in den Jogurtbechern feststecken und da drin elendig verrecken.


Samstag, 8. August 2015

Es geht auch weniger vulgär...

Manche Leute finden es unglaublich witzig, wenn man zufällig zwei Bilder, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, subtil miteinander verbindet.

An der Notizwand meines Arbeitszimmers (keine Sorge, wird ja eh in zwei Wochen tapeziert) spielen sich zwischen animatronischen Probebildern und Mustergraphiken ähnliche Szenen ab. Nur weit weniger vulgär.


Könnte sich zu einer recht interessanten Inspirationsquelle entwickeln. :3


Freitag, 7. August 2015

Nachtrag: Ist doch älter als Ratzinger...

In einem früheren Posting habe ich auf den "Ratzingerschen Gottesbeweis" hingewiesen. In einem Video brachte Fr. Robert Barron das Argument, dass eine intelligible Struktur der Welt ein Aufweis auf einen Schöpfer sei, auf Joseph Ratzinger selbst zurück. Das ganze könnte aber auch nur als Beispiel gedient haben, jedenfalls habe ich das damals so wörtlich übernommen.

Auf Strange Notions verweist dagegen Fr. Robert Spitzer auf den Jesuiten Bernard Lonergan, der sich bei seinen Arbeiten besonders auf die Erkenntnisfähigkeit des Menschen konzentrierte. Manche warfen ihm in seinem Stil eine größere Nähe zu Martin Heidegger vor, Lonergan dagegen verwies auf die "innere Struktur" bei Thomas von Aquin, die auf die Erkenntnisfähigkeit und der Bearbeitung derselben ausgerichtet sei. Was durchaus Sinn ergibt, achtet man in den Werken des Aquinaten auf sein Bemühen, alle Argumentation für den Leser nachvollziehbar darzustellen, vor allem im Hinblick auf seine Fünf philosophischen Gottesbeweise.


Zu Teil 1 dieser Artikelserie geht es hierhier ist Teil 2 und der letzte Teil ist hier abrufbar.



Nein, das ist nicht Alchemie...


Die obige Karikatur nach Pieter Bruegel dem Älteren dürfte vielleicht bekannt sein. Ein Alchemist, der bei sich zu Hause ein Labor zum Experimentieren eingerichtet hat und die ganze Gesellschaft mithilft.
Durch das Fenster sieht man das Ergebnis: Die Familie landet durch ihr Suche nach selbstherstellbarem Gold im Armenhaus. Der Oberalchemist dazwischen weist auf zwei Worte in seinem Buch "Alge-mist". Zu gut deutsch: "Alles Mist".

Kommen wir zurück zum Thema. Vielen Hobby-Chemikern und angehenden Apothekern dürften die Elementsymbole (vulgär auch "alchemische Symbole" genannt) bekannt sein.


Weniger bekannt dürften die Symbole für die ca. 70 Geschlechter (siehe u.a. Facebook) sein.


Was bei der Erfindung (sic!) nicht bedacht worden ist:
- Es handelt sich nicht um Geschlechter sui generis, sondern um persönliche Einstellungen und Vorlieben.
- Es liegen eigentlich nur zwei echte Geschlechter vor: "Female" und "Male". Alles andere sind subjektive Spielarten bzw. Verstärkungen (wie z.B. "Femme" oder "Butch").
- "Genderless" im Sinne von Geschlechtslos kann es nicht geben. Biologisch gesehen wäre ein Mensch ohne X-Gonosom nicht lebensfähig. In diesem Sinne ist jemand, der kein Interesse an geschlechtsspezifischen Einordnungen oder Tätigkeiten hat, einfach nicht daran interessiert. Aber das alleine macht noch lange kein Geschlecht.
- Bei Transgender handelt es sich um Menschen, die sich in ihrem Geschlecht falsch beschrieben fühlen.
- Bei Intersexualität handelt es sich im medizinischen Sinne um eine Störung der regulären Geschlechtsentwicklung, die entsprechende Phänotypen oder Störungen der körperlichen Entwicklung (vgl. Turner- und Klinefelter-Syndrom) zur Folge hat. Dabei handelt es sich nicht um ein "neues Geschlecht", sondern um eine genetisch-anatomischen Störung. Sollte es sich dagegen wiederum nur um das "Gefühl" handeln, so ist es erst recht kein eigenständiges Geschlecht.
- Man könnte auch sagen "Mann..." oder "Frau, die sich ... fühlt". Tut man seltsamerweise aber nicht. Wahrscheinlich, weil man nicht als verrückt gelten will. Obwohl man auch über solche Gefühle ruhig offen sprechen könnte, was bei einer unumstößlichen Deklarierung als "soziales Geschlecht" weniger möglich ist, da dort kein Platz mehr zum differenzieren mit der bei vielen verhassten "Heteronormativität" besteht. Da es keine "Norm" an sich geben kann. [Wurde an entsprechender Stelle bereits durchparodiert.]

Die Gemeinsamkeit des Genderismus mit der dilettanten Alchemie?

Ist ebenfalls alles Mist und niemand will es wirklich wahrhaben.



German Euro goes TRON

Erinnert sich noch irgendjemand an den Film "Tron" von 1982?



Gute Nachricht: Die Disk ist nächstes Jahr als 5-Euro-Sammlermünze erhältlich. Der blaue transluzente Polymerring leuchtet, wenn man ihn gegen das Licht hält. Was übrigens eine Weltneuheit auf dem Gebiet der Münzprägung darstellt.
Allerdings kann sie noch keine Gegner verpixeln. Wer also auf eine Möglichkeit hoffte, unliebsame Versicherungsvertreter loszuwerden, muss leider enttäuscht werden ;-)



Mittwoch, 5. August 2015

Planned Parenthood: Wann ist das amerikanische Hütchenspiel zu Ende?

Der Antrag, Planned Parenthood nach den letzten Skandalen um den Handel mit Organen abgetriebener Kinder die finanzielle Unterstützung durch den Staat zu entziehen, ist gescheitert:


[...] Obwohl der Antrag von der Mehrheit unterstützt wurde, kam nicht die notwendige qualifizierte Mehrheit von 60 Stimmen zustande.

Die Republikaner hofften, daß nach Bekanntwerden der Videos, mit denen der Organhandelskandal aufgedeckt wurde, einige demokratische Senatoren eine weitere Finanzierung nicht mehr unterstützen würden. Tatsächlich ist die Demokratische Partei unter Druck geraten. Sie konterte mit der Anschuldigung, daß die republikanische Initiative ein „Angriff auf die Gesundheit der Frauen“ sei. Die ungeborenen Kinder fanden in den demokratischen Wortmeldungen keine Erwähnung und folgten damit der Sprachregelung der Abtreibungslobby.

Der Führer der Demokratischen Partei von Nevada verstieg sich zur Behauptung, die Unterstützung von Planned Parenthood „ist unsere Pflicht, um unsere Ehefrauen, unsere Frauen, unsere Mädchen zu schützen“.
[...]


In welchem Sinne sich Planned Parenthood um die "Gesundheit von Frauen und Mädchen" kümmere außer um die Sache mit der Abtreibung, einer fragwürdigen Beratung und der dummen Gewohnheit, auf Kritiker unbedacht einzudreschen, ist weiterhin nicht klar. Das alleinige Erstellen von Mammographien kann es jedenfalls nicht sein. Was auch US-amerikanische Ärzte aus diesem Bereich selbst bestätigen.


Das ändert natürlich nichts daran, dass sich die nächstjährige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton  keinen Schritt weit von Planned Parenthood distanziert und auch Präsident Obama, der derzeit eher mit unrealistischen Klimaverord- nungen beschäftigt ist, ebenfalls keinerlei Bedenken zeigt - im Gegenteil.

Ob daran das jüngste Skandalvideo das ändern wird, bleibt weiterhin unsicher. Es hieß jedenfalls von entsprechenden Quellen, dass noch mehr davon vorliegen würden, die man wahrscheinlich bald ebenfalls veröffentlichen wird. Bis dahin geht wohl die Planned Parenthood Horror Picture Show wohl oder übel weiter...


[EDIT: Ja, sie geht weiter.]



Los Sommerlochos: Empörung über Werbung für Panzermuseum?

Lieber Herr Nebendahl, es gibt noch viel irritierenderes als das. Zum Beispiel, wenn überhaupt keine Panzer vorhanden sind. Wie in meinem Zimmer.



Dienstag, 4. August 2015

Oh Obama!

Hat der gute Mann wirklich nichts besseres mehr zu tun?!



Hebraisten, auf zu McDonalds!

Auch wenn es nicht gerade koscher ist: Derzeit sind zum 100. Jubiläum des Glasdesigns von Coca Cola sechs Sammelgläser zu jedem Menu erhältlich in verschiedenen Sprachen und Farben.

Das türkisfarbene Glas hat das Coca Cola-Logo auf Hebräisch (ist leider schlecht zu erkennen). Außerdem gibt es auch die Aufdrucke auf Russisch, Bengalisch, Hindi, Chinesisch und Thailändisch.



Montag, 3. August 2015

Was für ein Zufall. Oder: Planned Parenthood hates Minions!

Blöde Angewohnheit: Immer wenn ich irgendetwas Verrücktes finde, versuche ich es irgendwie noch zu toppen. :3

Wie bei diesem Bild, das ich zufällig bei einer Google-Suche gefunden habe. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, aus welchem Anime es stammt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man diesen Ausspruch gerade jetzt nach Start eines bestimmten Filmes so richtig ordentlich durch den Kaffee ziehen kann.



Gesagt, getan.

Dann erschien letzte Woche zum Thema "Planned Parenthood-Skandal" auf Twitter dieser Kommentar von besagter Organisation, der nach heftigen Beschwerden urplötzlich wieder verschwand.



Wenn man also keine rationalen Argumente mehr findet, prügelt man auf Kritiker nur noch ein, sie würden einen mit ihren Schergen (übrigens die deutsche Übersetzung des englischen Begriffes "minion") zum Schweigen bringen wollen. Natürlich um die eigene Front zu bestärken, dass der Skandal doch nicht so schlimm gewesen sein kann. Während in der Zwischenzeit weitere Videos nach gerichtlichem Beschluss zurückgehalten werden, die wahrscheinlich noch schlimmeres zu Tage befördern könnten.

Gleiches Theater gab es in der letzten Zeit zu einem ähnlichem Thema bei uns in Deutschland. Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung sagte seine Laudation für Peter Singer ab mit dem Argument, seine Positionen seien mit einem "humanistisch-emanzipatorischen Politikverständnis" unvereinbar und stehen im Widerspruch zu dessen "früheren Positionen".
Das Problem: Diese "wiedersprüchliche Positionen" hat er schon damals vertreten, als ihm der Ethikpreis der gbs verliehen wurde für sein Engagement für die Rechte von Menschenaffen. Seine offenen Bemerkungen zum Thema Euthanasie wurden als "Missverständnisse" und sogar als "Rufmordkampagne" abgetan - natürlich getragen von den Minions Schergen der bösen Abtreibungsgegner wie Hübbe und Co.

Als es dann immer offensichtlicher für die Öffentlichkeit wurde, hat man nach diesem Stärkungsversuch der eigenen Position durch die angebliche Opferrolle dann doch lieber den Rückzieher mit der Bemerkung gemacht, man habe das nicht gewusst und sei eigentlich selbst überrascht.



Liturgik des Grauens 4: Die Wasserpistolen-Edition

Richtiger Gebrauch: Ungeweihtes Wasser, 35° C im Schatten und Priester mit genug Freizeit. Wie derzeit hier im Camp der Petrusbruderschaft in Kanada.


Falscher Gebrauch: Geweihtes Wasser, eine volle Kirche und ein Priester, der den Gottesdienst ein wenig "attraktiver" machen möchte. Wie hier vor zwei Jahren in Mexiko.



Worin liegt der Fehler? 
Eine Wasserpistole erzeugt nur einen geradlinigen Strahl, der sich erst ab größerer Distanz streut. Dabei werden viele Messbesucher nicht vom Streuradius erfasst. Sieht also zwar irgendwie "cool" aus, bringt aber nicht viel - im Gegenteil fördert es nicht die Andacht der Gläubigen, sondern lenkt als unnötiges "Event" ohne sichtbaren und nachvollziehbaren Nutzen vielmehr ab.

Jedem, der einmal in seinem Leben einen Ego-Shooter spielte (oder wenigstens an einer größeren Wasserschlacht teilgenommen hat), dürfte bekannt sein, dass sich nach einer Weile ein gesteigerter Aufmerksamkeits-Effekt einstellt. Man ist also permanent darauf gefasst, dass gegnerischer Spieler (in diesem Falle ein Priester mit Wasserpistole) jederzeit von neuen einen mit einem gezielten Schuss aufschrecken kann. Das macht Sinn bei profanen Spielchen wie oben auf einem Camp oder irgendwann in der Freizeit zu Zerstreuung, in einem Gottesdienst hat das jedoch nichts zu suchen.

Das hätte übrigens auch dem Pärchen in der Horror-Komödie "The Frighteners" (1996) auffallen müssen, als der falscher Exorzist ebenfalls auf seine Weise "Weihwasser" in ihrer Wohnung herumspritzte.

Was kann man verbessern?
Die derzeit beste Lösung stellt das Aspergill dar. Der nötige Streuradius wird sowohl in der Nähe als auch in der Weite abgedeckt. Mit genug Schwung aus dem Handgelenk kann locker die Reichweite einer durchschnittlichen Wasserpistole größeren Kalibers erreicht werden. Da es sich um eine Sakramentalie handelt, erfüllt es auch seinen Zweck des Segnens, sogar wenn die Gläubigen nur einen kleinen Teil bzw. wegen zu großer Entfernung oder im Wege stehender Abdeckung nichts abbekommen, da es in erster Linie auf den Vollzug dieses "Realsymbols" ankommt, das Träger der geistigen Wirklichkeit ist, die eben über das Materielle hinausgeht. Eine Erfassbarkeit der Gläubigen ist dennoch empfehlenswert.

Einen weiteren Vorteil bietet das Aspergill: Es hat durch seine Handhabung im Handdreh eine beträchtlich kürzere Ladezeit als die Wasser-Schrotflinte. Außerdem ist man eher auf den Kontakt gefasst, da die Wassermenge angemessen verteilt wird. Der einzige, der aufschreckt, dürfte also wahrscheinlich derjenige sein, der kurz vor der Messe  eingeschlafen ist.




Samstag, 1. August 2015

Auflösung des Urlaubsrätselts

Da ich nun wieder aus dem Urlaub zurück bin, kommen wir zur Auflösung des Urlaubsrätselts.

Beim ersten Bild hat Henrica schon die Lösung gewusst: Es ist das Pater Pio-Denkmal bei Wigratzbad.

 



Das zweite war ein wenig schwieriger: Es handelt sich dabei um die Bushaltestelle "Konzilstraße/Theater" in Konstanz. Gleich in der Nähe befindet sich das Gebäude, in dem das Konzil von Konstanz tagte.

 



Das dritte Bild ist auch nicht gerade einfach. Wer jedoch ein bestimmtes älteres Posting  kennt, weiß, dass es sich um einen Teil der Kapelle des Hotels Santa Isabel handelt, das sich neben dem EuropaPark in Rust bei Freiburg befindet. Auffällig sind dort die blau-weißen portugiesischen Kachelbilder, die man auch in der Gartenanlage findet...



  
... aber auch innerhalb des Parks kann man schwer zwischen Original und Imitat unterscheiden. Die Stuckateure haben in dem Punkt hervorragende Arbeit geleistet.


"Neiiiiin! -Doch! - Ohhh!"
Das war´s leider schon. Weitere Bilder werden aber noch folgen. :3