Samstag, 26. September 2015

Auferstehung mit Hut. Christliche Malereien aus Korea.

Auf dem Blog New Liturgical Movement sind seltene koreanische Volksdarstellungen eines Missionars aus der Zeit des Korea-Krieges von einem zweiten Blog weitergereicht worden, der die ironische Frage stellte: "Wie hätte Jesus ausgesehen, wenn er Koreaner gewesen wäre?"


Die Darstellungen in den typischen Volkstrachten sehen jedenfalls unglaublich stark aus, auch wenn sie für uns Europäer ein wenig gewöhnungsbedürftig sind :3


Donnerstag, 24. September 2015

Ein bisschen Merkelesk. Oder: Lieber Herr Marx!...



... Sie sprechen natürlich ein sehr vernachlässigtes Thema innerhalb der Kirche an, nämlich dass Bloggen zur Verblödung führt. Sie haben ja selbst zugegeben, dass Sie sich damit nicht genauer beschäftigen, deshalb erlauben Sie mir, Ihnen zu verraten, dass Verblödung nicht von selbst kommt, sondern ein qualitatives Ergebnis einer ganzes Lebenseinstellung ist.

- Zunächst zum sozialen Umkreis unserer "Blogoszese" (welch Anmaßung in diesem Begriff steckt!): Natürlich diskutieren wir nicht über alles, sondern nur über das, was uns wichtig ist mit allen möglichen Leuten: Mit Evangelikalen, mit Zeugen Jehovas, Atheisten (die Sorte, der die Bischofskonferenz bei Konfrontationskursen mal gerne aus den Weg geht. So fundamentalistisch sind wir nun halt.) und sogar mit regulären Katholiken, denen wir so lange die Ohren mit Thomas von Aquin, Dante und der tridentinischen Messe zuquatschen, bis sie anfangen zu bluten. Und wir darin natürlich eine Bestätigung finden, was wir für harte Kerles (und Fraules) sind. Das ist zunächst das Grundsatzprogramm.

- Ein weiterer wichtiger Faktor ist der "Nerdfaktor". Nur wer sich für eine Sache wirklich interessiert, kann sich dumm und dämlich quatschen und schreiben - bis zu dem Punkt, an dem sich das Hirn von selbst ausschaltet. Was man auch an den teilweise qualitativen Beiträgen sehen kann, die kein normaler Durchschnittstheologe mit weniger als zwölf Tassen Kaffee innerhalb von einer Woche schafft. Welche weiteren Auswirkungen auf das Gehirn das hat, muss noch medizinisch untersucht werden, manche glauben, dass es ähnliche Auswirkungen wie Cannabis hat. Aber hey, Weihrauch ist auf Dauer nicht mehr hart genug.

- Das ganze wird multipliziert mit dem sogenannten "Otakuwert". Jeder hat zwar ein Thema, das ihn unheimlich interssiert, aber nur wenige haben Interessen, die sie auch thematisieren und es mit ihrer sogenannten "Kreativität" und "Offenheit" (die natürlich nur auf die eigene kleine Welt beschränkt ist), die ganze Szene hochzupushen und um wahrscheinlich auch mehr Aufmerksamkeit von Leuten zu bekommen, die dahinter nichts Böses vermuten. Der eine hat einen mehr oder weniger starken Puttenfetisch, der andere dröhnt sich mit Metal das Hirn aus der Birne und wieder ein anderer (ratet mal wer...) wirbt auf seinem Blog mit diversen Schmuddelfilmchen aus Ostasien. Das ist weder kreativ noch offen, sondern purer Autismus, der mit dem wahren Leben nicht zu tun hat und sich immer weiter von ihm entfernt. Besonders im Hinblick auf die Putten. Und niedliche Katzenbilder sind auch nicht so harmlos, wie alle glauben!

- "Du kannst zwar vielleicht ein intelligenter Mensch sein, aber ein Christ bist du nicht." Wir sind nicht nur verblödet, sondern in diesem Sinne Häretiker, denn natürlich hat Jesus (den wir monarchistisch als "den Herrn" bezeichnen) Intelligenz und Klugheit ganz klar nicht weiterempfohlen - auch wenn das selbst der Papst behauptet. Das hat Seine Unheiligkeit Professor Richard Dawkins doch ganz klar und deutlich herausgestellt!

- "Aber das Christentum hat in seinem Gründer ein so starkes Korrektiv, unüberbietbar. Also wer kann sich denn auf Jesus von Nazareth berufen und alle anderen Menschen erniedrigen. Wer kann das tun? Niemand kann das tun." Außer natürlich Sie, Ihre Eminenz. Und natürlich berufen Sie sich nicht nur auf Ihn, wie wir es anscheinend tun (siehe vorherigen Abschnitt), sondern führen Ihn sogar in einer Streichholzschachtel in Ihrer Jackentasche mit. Die sie hoffentlich bei der kommenden Synode in Rom nicht zu Hause liegen lassen werden.


Ich hoffe, dass Sie mit dieser Auflistung etwas anfangen können. Vielleicht geben Sie sie wieder mal an Ihren Sekretär weiter, weil sie kein besonderes Interesse an diesem Scheindiskurs haben und Sie nicht in diesen Sumpf hineingezogen werden wollen. Kann ich vollkommen verstehen, das ist auch der Grund, warum ich diverse "Interaktive Gottesdienste" meide.


Hochachtungsvoll Ihr

Doktor Mabuse  Richelieu88

[Satire AUS]



"Quid pro quo" eben...

Zum Empfang des Papstes im Weißen Haus lädt Präsident Obama ganz offen Lobbyisten ein, die nicht wirklich etwas mit dem Programm des Papstes zu tun haben, aber unbedingt mitmischen wollen. Welche Vorstellungen dahinter stecken, ist ja schon ausdiskutiert worden.

Dafür besucht Franziskus die "Kleinen Schwestern für die Armen", die seit Jahren wie auch andere katholische Gruppen und Unternehmen wegen der Unnachgiebigkeit von "Obamacare" mit schweren finanziellen Problemen zu kämpfen haben.


Und auch dass die Sache in Afrika ganz anders aussieht, als wir uns sie im bis zur Blödheit romantisierten Westen vorstellen, dürfte auch sehr bald deutlicher werden.


Rätsel: Rauchmantel für Zwerge?

Bin gerade mit einer kleinen Bastelei beschäftigt. Wird allerdings ein wenig länger dauern, weil ich noch eine Graphikverarbeitung an meinem Computer nachbessern muss.


Kleiner Tipp: Ach ja, und es wird sich wohl eher um etwas profanes handeln. Der episkopale Vorsteher in unseren Vorgarten muss also noch ein wenig warten. ;-)



Mittwoch, 23. September 2015

Wenn Päpste auf Flughäfen rumhängen...

Wir kennen das alle: Warten auf den Flug und mehr als genug Zeit zum Totschlagen, also lungert man ein wenig auf dem Flughafen herum. Beim Papst ist das auch nicht viel anders.


Da wundert die Sache mit dem Fiat schon niemanden mehr...


Freitag, 18. September 2015

Popemoji: Papst Franziskus goes Kawaii



Auch in der Kirche gibt es ab und zu mediale Trends, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Für Jüngere hat man sich daher für den Papstbesuch in den USA die sogenannten Popemojis bzw. Pope Emojis ausgedacht.

[...] Junge Menschen kümmern sich laut Hessert um Fragen wie Immigration, Klimawandel, Armut und die Verzeihung für Abtreibung. Aber sie schätzen auch die heiteren Aspekte der Social Media; in nur vier Tagen haben mehr als 30.000 Menschen das Popemoji Keyboard gedownloaded und versendeten 235.000 Popemojis.

Der Papst selbst beschäftigt sich nicht groß mit [den neuen] Technologien - er tauscht sich regelmäßig mit seinen Kardinälen über das Fax aus. Er verurteilt Social Media, sie würden eine "geistige Verschmutzung" hervorrufen.

Aber er weiß um die Wichtigkeit der digitalen Medien. Er reorganisierte das kirchliche Kommunikation, um die Sozialen und digitalen Medien nutzbarer zu machen, so Hessert. Und es bleibt nicht beim Selfie. "Er weiß, dass die Menschen das mit ihm machen wollen und Freude darin finden", erklärt sie. Sie merkt auch an, dass diese Kampagnen Leute dazu bringen sollen, sich mehr offline zu betätigen. [...]


Man kann jetzt dazu stehen wie man will. Viele finden die Popemoji-Aktion sehr amüsant und erfrischend. Ich persönlich finde die Darstellungen ebenfalls auf den ersten Blick sehr gelungen und nett, auch wenn ich mit Brandon Vogt, der diesen Artikel auf Facebook weiterreichte, darin übereinstimme, dass es wahrscheinlich nur Effekthascherei bleiben und nicht weiter für Aufklärung sorgen wird, vor allem bei verschiedensten Projektionen, für die der Heilige Vater derzeit als Fläche dient und die besonders in den Medien weit verbreitet sind.

Desweiteren würden ohne weitere Differenzierung und Entwicklung diese Emojis beim bloßen Niedlichkeitseffekt stehen bleiben - was viele schon zurecht zu verhindern wissen. Da ist man gerade in diversen Comic-Szenen, die solche Darstellungsformen eher als Illustration einer größeren Geschichte nutzten, schon viel, viel weiter.


Wer sich trotzdem welche downloaden will, den Link zu den Popemojis gibt es übrigens hier.


Donnerstag, 17. September 2015

Planned Parenthood: "The Headlines would be a disaster"

Eins muss man Planned Parenthood lassen: Das Personal kann sich ziemlich gut dumm stellen, besonders seit Beginn der Veröffentlichung von heimlichem Interviewmaterial und der öffentlichen Klage gegen tendenzielles und einseitiges Material zur Sexualerziehung, bei der man vermutet, dass damit neue "Kunden" geködert werden sollen.

Da muss natürlich wieder mal ein Bösewicht her, um davon die eigenen Leute abzulenken, nämlich die Lebensschützer und (wen wundert das nicht) die Planned Parenthood-Gegner, die man trotz Fehlens von Hinweisen gezielte terroristische Aktionen gegen Planned Parenthood vorwirft. Würde passen, wären die Journalisten nur nicht so skeptisch. Da sorgte der paranoide PP-Besucher mit der Pistole für reichlich mehr Aufsehen.

Was ebenfalls für viel Aufsehen sorgte war ein weiteres Video, dass trotz Beteuerungsversuchen deutlich macht, dass man innerhalb von Planned Parenthood nicht nur vom illegalen Verkauf abgetriebener Embryonen gewusst und sich daran beteiligt hat, sondern dass man auch um die enorme Sprengkraft der Medien gewusst hat, sollte das rauskommen. Was man wieder mal lauwarm vor einer versteckten Kamera ausplauderte...



Wäre sicher auch ein ganz toller Haushaltsroboter...



... nur könnte man dann über die klassischen Putzroboter keine so tollen Witze mehr machen. Wie zum Beispiel als spontanen Haustierersatz in Miss Monochrome. :-I



Mittwoch, 16. September 2015

Der Papst und seine "Freunde"



Was man bei falschen Erwartungen und manipulativen Medien nicht vergessen darf: Auch für den Papst bleibt das nicht unbemerkt. Vor allem, wenn es um persönliche Vereinnahmungen geht.

Papst Franziskus hat sich in einem seltenen Interview mit einem nicht-religiösen Radiosender über "unechte" Freundschaften beklagt. "Ich hatte noch nie so viele Freunde - in Anführungszeichen - wie jetzt. Jeder ist der Freund des Papstes.", sagte das 78-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche den Sender Millenium aus seinem Heimatland Argentinien. Er fühle sich von den Menschen "benutzt", die sich zu ihrem eigenen Vorteil als seine Freunde ausgäben, obwohl er sie höchsten ein- oder zweimal in seinem Leben gesehen habe. Dabei sei Freundsachaft "etwas heiliges".
Quelle: BNN Bruchsaler Rundschau vom 16. September 2015, Seite 14, Rubrik "Leute heute".


Dienstag, 15. September 2015

Wird jetzt Luther Rom oder wird Rom Luther?

Reformationsjubiläen nehmen schon recht seltsame Formen an. Auch oder sogar in Rom.

Die Stadt Rom hat beschlossen, einen Platz nach dem protestantischen „Reformer“ Martin Luther, der von der Kirche im sechzehnten Jahrhundert exkommuniziert wurde, zu benennen. Damit entspricht die Stadt einem Wunsch, den die Union der Adventistengemeinden im Jahr 2010 zum Ausdruck gebracht hatte, um an den 500. Jahrestag der Reise zu erinnern, die der damalige deutsche Mönch 1510 in die Stadt unternommen hatte. Luther war derjenige der erklärte: „Wenn die Hölle existiert, wird Rom darauf gebaut.“ Die Einweihung dieses Platzes findet am 16. September im Colle Oppio Park statt, nicht weit entfernt vom Kolosseum. Dort wird eine Tafel angebracht mit der Aufschrift: Piazza Martin Lutero, teologo tedesco della Riforma (1483-1546)“, - Martin Luther-Platz, deutsche Reformator (1483 – 1546). [...]


Bin mal gespannt, was in gut zwei Jahren in Deutschland für ein Theater gemacht wird. Bei Bismarck hat man sich dieses Jahr jedenfalls nicht so angestellt, auch wenn er so gesehen als historische Persönlichkeit relativ mehr positives geleistet hat.


Donnerstag, 10. September 2015

Noch mal zu Arabien...

Nachdem jetzt allgemein gekannt ist, dass Saudi-Arabien keine Flüchtlinge aufnehmen, dafür aber als islamische Schutzmacht in anderen Ländern Moscheen bauen will für gerade die Flüchtlinge, die nicht zu ihnen selbst dürfen, wird noch kräftig eine Schippe obendrauf gelegt: Eine Ausgabe der National Geographic wurde verboten.

Und jeder fragt sich natürlich, was es diesmal ist: Zu hohe Gewalt? Schweinefleisch? Alkohol? Schweinefleisch UND Alkohol?

Nein, es ist Papst Franziskus.

Dass es trotz Fehlen von religiösen Symbolen oder der direkten Darstellung davon nicht zugelassen wurde, dürfte nicht verwundern, gehört doch Saudi-Arabien zu den zehn Ländern, in denen das Christentum am heftigsten unterdrückt wird. Die Bemerkung, dass sich selbst religiöse Institutionen der Weltentwicklung stellen müssen, stößt da schon ziemlich bitter auf. Vor allem wenn ein hypermoralsiches Land wie Arabien immer noch Zahlungen an den IS durchführt und sowohl die Todesstrafe als auch diverse übertriebene Prügelstrafen bis heute nicht abgeschafft hat.


Noch so ganz nebenbei: Irgendwann in den nächsten Wochen fährt mein Bruder mit einer Gruppe von Spediteuren nach Saudi-Arabien. Ist bisher immer wieder wegen diverser Regelungen verschoben worden, vor allem, weil die Mitarbeiter ganz genau über alle Verbote informiert werden müssen.

Die seiner Meinung nach amüsanteste verbotene Schmuggelware, die man neben Alkohol, Schweinefleisch und der Bibel nach Arabien bringen kann: Den Koran. Ist wirklich illegal, hat ihn tatsächlich selbst schon gewundert, in der Türkei vor ein paar Wochen hatten sie nicht so ein Theater.



Dienstag, 8. September 2015

"Tumble Leaf". Oder: Stop Motion ist wieder "In".

Wer bei der DVD "Die Boxtrolls" die Credits ganz bis zum Ende durchlaufen lässt, wird dieses nette Filmchen mit der Bemerkung dazu finden, dass der Film zum Großteil nicht mit 3D Computeranimation gemacht worden ist, sondern noch in liebevoller Stop Motion-Arbeit. Die übrigens sehr aufwendig ist.


In der heutigen Zeit, in der selbst traditionelle Filmstudios wegen Zeit- und Kostengründen auf Computeranimation umsteigen (betroffen davon unter anderem britische Kinderserien wie "Thomas, die kleine Lokomotive"oder der andersweitig genannte "Bob der Baumeister"), wird dieses Feld der Stop Motion-Animation eher selten beschritten. Vielleicht noch für abendfüllende Fantasygeschichten wie der oben genannte Film oder "Coraline" und "Nightmare before Christmas" oder die bekannte "Wallace und Gromit"-Reihe. Daher ist es wirklich erfreulich, dass Amazon eine ganze Serie in Auftrag gegeben hat (übrigens derzeit auch in deutscher Sprache), die mit Stop Motion produziert wurde und nur die Feinarbeit und einige Effekte digital nachbearbeitet wurden. 



Ich habe schon einige Episoden davon gesehen und kann die Serie sowohl von der filmischen Qualität als auch der der Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren sehr empfehlen. Vor allem weil man sie einzeln und in Maßen schauen kann - und wegen der  Peter Lustig-Fans bekannte Schlussbemerkung, "Es war schön mit euch in Tumble Leaf zu spielen. Was habt ihr heute vor?/ Was werdet ihr heute erleben?" , die die kleinen Zuschauer motiviert, auch mal raus zu gehen. ;-)

Wie die Arbeit in den Studios aussieht und wie man die tollen Kulissen und schönen Lichteffekte hinkriegt, kann man übrigens in diesem Video sehen:




"Wenn sogar Deutschland dazu bereit ist...

... warum tun es dann auch nicht die USA?", fragt sich James Fallows in seinem Artikel auf The Atlantic und veröffentlicht dazu entsprechende Graphiken zu Bevölkerung (um wohl auf die Landesgröße hinzuweisen) und der voraussichtlichen Zahl der Flüchtlinge, die offiziell von verschiedenen Ländern aufgenommen werden sollen bzw. schon aufgenommen wurden, wobei die Supermacht USA leider nicht sehr gut wegkommt.


Die wesentlich interessantere Frage dürfte aber wahrscheinlich sein: Warum blocken sich gerade die Golfstaaten ab? Saudi-Arabien spielte sich in der Vergangenheit regelmäßig als Schutzmacht des Islams auf (vgl. dazu auch die Geschichte des Islamischen Zentrums Wien) und Riad ist bereit, in Deutschland 200 Moscheen für Flüchtlinge bauen zu lassen. Und das war es seltsamerweise schon, was man für die eigenen Glaubensbrüder tut, leider.

[EDIT: Derzeit ist auch Saudi-Arabien bereit, mehr Moscheen in Deutschland bauen zu lassen. Womit sogar DIE GRÜNEN mal ganz und gar nicht einverstanden sind.]


Montag, 7. September 2015

Liturgik des Grauen 6: Der Altarstein sieht aber anders aus...

Bild und die Geschichte dahinter hier gefunden.


Für einen passenden Kommentar ging mir leider das Cannabis aus...


Eine Sache des Standpunktes



Auf der einen Seite darf man Gebrauch davon machen, zu lügen, um den eigenen Glauben zu verbreiten.
Auf der anderen Seite laufen die eigenen Leute davon, weil sie exakt das miterlebt haben.

Dann gibt es gerade bei uns diejenigen, die sich - nach Aussage von Thomas Manns "Felix Krull" - in  scheinbaren Hauptsachen gerne anschwindeln lassen und denen alles andere egal ist. Um dann schließlich wegen irgendeiner Lappalie den Glauben hinzuwerfen.

Entweder ist man bei uns unglaublich dekadent oder die Welt ist im Ganzen einfach nur verrückt.


Samstag, 5. September 2015

Priester sind auch nur Männer...

... und Männer sind Jungs, die nie ganz erwachsen wurden. Das dürfte der erste Gedanke sein, wenn man sich mit dem Thema Hobby beschäftigt. Aber vor allem, wenn es Lego betrifft.


Ein großes Lego-Modell des Petersdoms und des Petersplatzes wurde durch den katholischen Priester Bob Simon gebaut. Sogar ein kleiner Papst winkt auf der Mittellogia des Petersdoms und der Petersplatz wuselt von Gläubigen, Ordensleuten und Touristen. „Auf diesen Legostein werde ich meine Kirche bauen“, titelte humorvoll ein US-amerikanischer Blog.

Simon, 50 Jahre alt und Pfarrer in Pennsylvania, war sich von Kindesbeinen an zweier Dinge sicher gewesen: dass er Priester werden will und dass er es liebt, mit Legosteinen zu spielen. Der Bau war für ihn eine gewaltige Herausforderung , trotz der Hilfe eines Freundes aus Kindertagen und dessen Sohn. Immerhin stecken gewaltige Materialkosten, zehn Monate Arbeit und zuvor über ein Jahr Planung in dem Bauwerk. Der katholische Geistliche dachte während des Bauens nach eigenen Angaben viel über die Architekten des Originalbaues nach. Gleichzeitig sei der Bau für ihn aber auch eine spirituelle Erfahrung gewesen, „es war eine gute Zeit des Betens“. Der wiederholende Rhythmus des Bauens mit Legosteinen habe ihn an das Rosenkranzgebet erinnert, sagte der Priester gegenüber der „Huffington Post“.
[...]

Das Werk aus insgesamt 44.000 Steinen kann man derzeit im The Franklin Institute in Philadelphia bestaunen. Für diejenigen, die in der nächsten Zeit nicht dort hin kommen, gibt es hier noch einige Detailaufnahmen.

Der Petersdom dürfte sicher auch das Werk sein, dass in den Legoland-Parks noch fehlen würde. Bisher sind unter den größten Kathedralen leider nur St. Paul´s Cathedral (Legoland Windsor) und der Berliner Dom (Legoland Günzburg) vertreten. Es stehen für Hobbybastler also noch alle Möglichkeiten offen. ;3


[EDIT: Auf Catholicism Wow wird ebenfalls ein sehr katholisches Legoset vorgestellt.]


Donnerstag, 3. September 2015

Am 7. September ist "International Buy a Priest a Beer Day"!



The Catholic Gentleman klärt auf über diesen bei uns noch so unbekannten Feiertag:

Dieser alterwürdige Festtag geht zurück auf die Edle Tat des Heiligen Hopswald von Aleyard, dem erste Mann, der seinem Priester ein Bier spendiert hat. Die Legende erzählt, dass der Heilige Hopswald, von Beruf Meisterbierbrauer, ein teutonischer Heide war, der von einem enthusiastischen Priester bekehrt und getauft wurde. 

Eines Tages beging St. Hopswald eine schwere Sünde. Ohne einen Augenblick zu vergeuden, rannte er sofort zu dem Priester und legte die Beichte ab. Später des Tages, als er begann, den Frieden eines reinen Gewissens zu genießen, war der Heilige Hopswald so erfüllt mit Dankbarkeit für den sakramentalen Dienst seines Priesters, dass er in das Pfarrhaus lief und seinem Priester ein Bier spendierte.

Zugegeben, Sie haben jetzt vielleicht herausgefunden, dass der Heilige Hopswald nicht existierte, aber dafür tut es Ihr Priester und ohne seinen priesterlichen Dienst würde es wohl unmöglich sein in den Himmel zu kommen!

Man kann es glauben oder nicht, Priester sind echte Menschen und sie lieben es, zusammen mit anderen gut zu essen oder zu trinken wie jeder andere auch. Sie haben ebenfalls eine undankbare und schwierige Aufgabe, eine Berufung, ohne den wir nicht in den Himmel kommen würden. Priester sind das Herzblut der Kirche und deshalb verdienen sie auch eine kleine Aufmerksamkeit. [...]


"Jesus Christus war ein Moslem. Warum hatte Jesus sonst einen Vollbart?!!"

Dieses Video erweckt ernsthafte Zweifel in mir. Soll ich mir Samstag Abend noch Sharknado 3 antun, oder ist das schon heftig genug für die ganze Restwoche gewesen?




Mittwoch, 2. September 2015

Die Medien und der Papst. Oder: Psychic Paper in real life.

Ich schlage heute morgen die Zeitung auf. Und was steht auf der vordersten Seite?


Und von der Sache mit der Piusbruderschaft, die fast zeitgleich stattfand, will natürlich niemand etwas wissen, noch, was es mit diesem "Jahr der Barmherzigkeit" auf sich hat.

Ganz zu schweigen, dass hier rein gar nichts "aufgeweicht" wird, sondern es sich bei der Abtreibung weiterhin um eine schwere Sünde handelt, die von der Kommunion ausschließt und weiterhin das Stigma der Tötung wehrlosen Lebens trägt. Dass damit die Abtreibung nach Meinung der Medien in gewisser Hinsicht bagatellisiert wird, dürfte wieder mal nicht verwundern, obwohl aus dem Papstschreiben ebenfalls wieder mal das Gegenteil hervorgeht.

Man könnte mit etwas böser Ironie Franziskus an dieser Stelle als das "Psychic Paper" im wahren Leben beschreiben. Dieses spezielle Stück Papier erlaubt es in der britischen Sci-Fi-Serie "Dr. Who" dem Helden jeden möglichen Ausweis oder nötigen Papiere vorzugaukeln, die andere sehen wollen, um ungeschoren irgendwo durchzukommen. Nur dass es beim Heiligen Vater ein eher unbeabsichtigter Effekt ist, der zum Großteil auf die Suggestionskraft der eignen Wünsche und der Unwissenheit diverser Interpreten zurückgeht und von diesen vollkommen ausgenutzt wird. Mit den negativen Folgen, dass diese Unwissenheit, die eigentlich hätte vermieden werden können, sich erst recht verbreitet. Denn wenn eine Sache gleich in mehreren Medien vorkommt, muss es ja bekanntlich wahr sein.

Außer natürlich es handelt sich um ein Psychic Paper.


Ein bisschen DaVinciesk 2

Man dürfte sich noch an das vergangene Posting gleichen Namens erinnern, in dem kurz die Skizze des Orgelgeschützes erwähnt wurde.

Im Hessischen Landesmuseum Darmstadt ist diese Waffe im Original aus dem 17. Jahrhundert zu bestaunen - wobei erwähnt werden muss, dass der Büchsenmacher, auf den es zurückgeht, nicht von Leonardo da Vincis Skizzen gewusst hat, da diese über verschiedene Privatsammlungen in Spanien (Stichwort "Codex Atlanticus")und England eingelagert wurden und erst relativ spät an die Öffentlichkeit kamen. Auch muss erwähnt werden, dass die sogenannten "Orgel-" oder "Salvengeschütze" schon im Spätmittelalter im mitteleuropäischen Einflussgebiet vorkamen. Die auch als "Totenorgel" bezeichnete Waffe konnte sowohl in Schießscharten fest verankert als auch auf ein Fuhrwerk fixiert werden. Da mehrer gleichzeitig abgeschossene Kugeln die Möglichkeit hatten, sogar Holz zu zerfetzen, wurde diese Waffe primär bei Belagerungen eingesetzt, ansonsten eignete sie sich besonders gut zur Abschreckung von gegnerischen Truppenverbänden.

Von der Sache, dass der Drehmechanismus des Furhwerks, den da Vinci entworfen hat, den Rückstoß nicht genügend abfedern könnte, will ich an der Stelle mal ganz schweigen. Vom Nachbau sollte also wegen erhöhter Verletzungsgefahr dringends abgeraten werden.


Eine weitere Besonderheit des Landesmuseums stellt auch diese frühe Form des Revolvergewehres dar, daneben ein Doppelschussgewehr. Die natürlich nach Gebrauch wieder aufwendig geladen werden mussten, aber den Feind verwirrten, der generell nur einen Schuss pro Schütze erwartete, um sich anschließend auf den Nahkampf einzustellen.