Montag, 18. Januar 2016

Humanistische Zerebralphimose



"Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finsteren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden Riesenblödheit. Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert."
Michael Schmidt-Salomon

"[...] Die Zerebralphimose ist eine Erkrankung des Gehirns (zerebral), die ihre Bezeichnung von der Vorhautverengung am Penis hat (Phimose). Sie hindert den Patienten daran, seinen Verstand voll auszufahren. Der angeschwollene Verstand drückt dann auf das Gehirn. Denken verursacht erhebliche Schmerzen. Besonders Grüne sind überdurchschnittlich häufig an Zerebralphimose erkrankt. Wenn der Grüne nichts denkt, hat er keine Schmerzen. Dann freut er sich und lacht. [...]"
Prof. Dr. Gripsenschmalz???


Nach dem Presse-internen Supergau um die Berichterstattung um den Erzbischof von Toledo kann man sich natürlich (wie der Kommentator Hans bei Herrn Alipius) fragen, warum man an dieser Stelle vermehrt den Humanistischen Pressedienst kritisiert, wenn doch der Erzbischof weltweit falsch interpretiert worden ist - also warum in diesem Fall der hpd für manche besonders ins Kreuzfeuer rückt. Zugegeben, bestimmte kirchliche Medien haben sich im Laufe des Skandals noch peinlicher verhalten, wenn ungefragt Berichte übernommen werden (besonders wenn es um Skandale geht), um dann anschließend von zwei Bloggerinnen bloßgestellt zu werden, die als einige der wenigen sich den Originaltext angesehen haben.

Sagen wir mal, dass man in diesem Falle ebenfalls die Umstände berücksichtigen muss. Es geht nicht wirklich darum, dass der hpd scheinbar als erster den Bericht veröffentlicht hat, sondern um den Umstand, dass man sich nicht gerade humanistisch im bekannten Sinne der Aufklärung und des ehrlichen Forschens verhalten hat. Und diesen Anspruch stellen sowohl der hpd, als auch die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs), die ebenfalls unter dem Anspruch des "evolutionären Humanismus" zu den Förderern des Pressedienstes gehört und überdurchschnittlich oft zitiert wird (sodass man eigentlich von einem Hofpressedient sprechen könnte) immens in Frage. Besonders wenn man anderen diesen "Humanismus" auch in der Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig unter die Nase reibt.

Um von dem "Quid pro Quo"-Prinzip auszugehen:
Wenn die Kirche ordentlich Mist baut (auch wenn es eine sehr fragwürdige Art von Mist ist), dann darf man nach Ansicht des hpd die Kirche kritisieren (was ja eigentlich nichts Falsches ist), in diesem Falls aber auch eine Beweis für den Atheismus sehen (was eher fragwürdig ist). Von den hämischen Kommentaren mal ganz zu schweigen.
Wenn die Humanisten mal ordentlich Mist bauen, dann... Kehrt man das irgendwie unter den Teppich. Ist irgendwie was falsch gelaufen, aber man selbst hat damit irgendwie nichts zu tun. Was irgendwie zu den Prinzipien dieses "Humanismus" gehört.

Immanuel Kant würde sich im Grabe umdrehen.

Dummheit gehört dann irgendwie nur zu dem Milieu der anderen. Besonders zum Milieu "der Religionen". Wenn da jemand irgendwie ein wenig herumspinnt, dann spricht man - mit den Wort von Michael Schmidt-Salomon von einem "Religiot". Wenn ein Kleriker was anderes sagt, als man gerne hören möchte, ist die einzige Frage nur: "Verlogen oder nur senil?"
Wenn Vorstandsprecher der gbs, Schmidt-Salomon, erst jahrelang leugnet, dass Peter Singer (Ausgezeichnet mit dem Ethik-Preis der gbs) sich noch immer für die Kindstötung bis zum 21. Tag nach der Geburt einsetzt, um dann völlig überrascht festzustellen, dass er es doch noch tut, dann war das irgendwie ein fahrlässiges Versehen. Davor bestand die Regel des Herunterspielens und des Frontalangriffes auf "Fundamentalisten" und "Mundtot-Macher", für die man sogar den Rücktritt forderte. Sollte dennoch sich dennoch das Gegenteil erweisen, macht man es wie der GröFaZ nach dem Sieg Jesse Owens bei der Olympiade 1936 - man spricht nie wieder darüber.

Dass man sich an dieser Stelle auch nicht wirklich distanziert von der offensichtlichen Falschmeldung, sondern nur indirekt zitiert, dürfte an dieser Stelle ebenfalls nicht wundern.

Und von der stark idealistisch-simplifizierten Evolutionstheorie des Projektes "Evokids", das wichtige darwinistische Elemente wie die natürliche Selektion weglässt, um anschließend zu singen "We are Children of Evolution", möchte ich mal komplett weglassen.
Die Evolution frisst auf Dauer auch ihre eigenen Kinder, das haben wir schon bei Norbert Hoersters gesehen, dem man nach seiner Kritik und dem Austritt aus der gbs noch einmal nachträglich dem Nestbeschmutzer ans Schienbein trat.

So läuft das eben im Tierreich der "nackten Affen".


Kommentare:

  1. Hm, also doch keinen Humanismus? Humanismus nix gut? Dann wieder beten! - https://www.facebook.com/TheGoodLordAbove/photos/a.157796790974699.40772.157750900979288/1622940161127014/?type=3&theater

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    1. Wenn man unbedingt den Begriff "Humanismus" auf "Humanistischer Pressedienst", "Giordano-Bruno-Stiftung", ordinären Atheismus und Antiklerikalismus runterkürzen will... Aber lassen wir das mal im Raum stehen, das ist wieder mal das unrelevante Geschreibsel, was Sie so auf fremden Kommentarseiten praktisch regelmäßig ausreihern.

      Kein Humanismus an sich wäre natürlich schade. Dann würden ja Humanisten wie Eramus von Rotterdam, Thomas Morus und andere hervorragende Denker ja komplett wegfallen. Dann wäre da noch die bekannte "humanistische Bildung", die leider immer weiter an den deutschen Schulen abgebaut wird.

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