Samstag, 20. Februar 2016

R.I.P. Umberto Eco

Am gestrigen Freitag erlag der italienische Semiotikprofessor und Schriftsteller Umberto Eco seinem Krebsleiden.



Der 1932 geborene Eco wurde 1980 durch seinen Roman-Erfolg "Der Name der Rose" weltbekannt. Weniger bekannt war, dass er in seinen Romanen, die der "streitbare, aber unorthodoxe Linke" erst im Alter von 50 Jahren zu verfassen begann, seine Theorie und Betrachtungen zur Zeichentheorie bearbeitete. So wurde "Das Focaultsche Pendel"(1988) zum Gegenstück seines ersten Werkes, in dem er den esoterischen und journalistischen Relativismus parodierte, die sich im Laufe des Buches immer weiter annähern. Bei seinem letzten Buch "Nullnummer"(2015) handelt es sich ebenfalls um eine Parodie auf den journalistischen Betrieb.

Geboren wurde Umberto Eco in Alessandria/Piemont, dem er in seinem Werk "Baudolino"(2001) ein nachträgliches Denkmal setzte. Sein erstes Buch außerhalb der literarischen Szene war "Die Frage der Ästhetik beim Heiligen Thomas"(1956). Weitere ähnliche Fragen zum Thema Ästhetik behandelte er für den Leser verständlich in reich illustrierten Anthologien wie "Die Geschichte der Schönheit"(2004)und "Die Geschichte der Hässlichkeit"(2007).


Requiem aeternam dona ei, Domine.
Et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in pace.
Amen


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