Montag, 23. Mai 2016

Andere Länder, andere Sitten...



Bei einer Massenschlägerei vor einer Asylunterkunft in Bielefeld sind am Wochenende fünf Personen schwer verletzt worden. Laut Polizei gingen jeweils 15 irakische Jesiden und Tschetschenen mit Messern, Stöcken und Fäusten aufeinander los. Die Beteiligten sind in der Zentralen Unterbringungseinrichtung „Oldentruper Hof“ untergebracht. [...]

[...] Nachdem sich die Lage zunächst wieder beruhigt hatte, versammelten sich laut Polizei einige Stunden später rund 100 Jesiden vor der Asylunterkunft und versuchten gewaltsam in den ‚Oldentruper Hof’ einzudringen, um erneut die Tschetschenen anzugreifen. Die Polizei verhinderte dies mit Verstärkung und dem Sicherheitsdienst der Unterkunft. Im Laufe der Nacht wurden ein 24jähriger und ein 42jähriger Tschetschene in Gewahrsam genommen.

Die Bezirksregierung Detmold entschied anschließend, alle jesidischen und tschetschenischen Asylsuchenden getrennt in andere Städten innerhalb Ostwestfalens unterzubringen.



Ja. Man merkt auch in der Politik langsam, dass es nicht "DIE Flüchtlinge/ DIE Asylanten" gibt, die man nicht unter Generalverdacht stellen sollte, sondern dass es auch dort schwarze Schafe gibt und solche, die sich lieber auf das provinzielle Fehderecht als auf das deutsche Grundgesetz berufen. 

Die Bezirksregierung hat mit der geplanten Trennung in diesem Falle völlig vernünftig und rational gehandelt, auch in Berlin wurde diskutiert, homosexuelle Flüchtlinge separat unterzubringen wegen den gewalttätigen Zwischenfällen, die sie ebenfalls oft erleben mussten. In Nürnberg wurde so eine Unterkunft inzwischen eingerichtet. Was angesichts der Tatsachen ebenfalls vernünftig und rational ist.

Im Vergleich dazu sind die Äußerungen des "Zentralkomitees Deutscher Katholiken" ("ZdK" - übrigens bewusst in Anführungszeichen gesetzt), christliche Flüchtlinge nicht getrennt unterbringen zu können und zu wollen - trotz immer auch in öffentlichen Medien deutlich werdender Konflikte in Flüchtlingsheimen - nur noch verstörend.
Die Vorstellung des Dhimmis, des Menschen zweiter Klasse wegen eines anderen Glaubens, der ebenfalls bei den entsprechenden Tätern verbreitet ist, damit zu kontern, dass orientalische Christen bisher  "rund 1350 Jahre in Ländern des Nahen Ostens überwiegend friedlich, wenngleich nicht gleichberechtigt mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit gelebt" habe, die peinlichste und naivste Bemerkung, die überhaupt zu diesem Thema fallen konnte. Vor allem, weil Konvertiten betroffen sind, für die in einigen muslischen Ländern wie Saudi-Arabien immer noch die Todesstrafe wegen "Abfall vom wahren Glauben" vorgesehen ist.


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