Montag, 16. Mai 2016

Sogar ein Dawkins kann zu Bekehrungen führen...



[...] Ich bemerkte, dass ich nicht besser war als Dawkins. Mein Glaube basierte auf inneren Gefühlen und einer subjektiven Wahrnehmung der Welt, ohne jemals unter dieses Oberflächliche zu gehen. Ich fing an, nach einigen Antworten zu suchen. 

Wer war dieser mysteriöse Jesus? Offensichtlich war er jemand, der das Jerusalem des ersten Jahrhunderts bis ins Mark erschütterte. Irgendetwas großartiges passierte dann. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es massenweise andere Propheten, die in der Bibel erwähnt werden. Wenn jemals eine Religion als siegreich in der Weltgeschichte aufgetreten wäre, hätte sich irgendjemand vorstellen können, dass es das Christentum hätte sein können? Sicher, es hätte der Judaismus oder vielleicht irgendeine Version der römischen Religion sein können. Jesus war ein armer Handwerker/Schreiner mit einem Bündel an Anhängern. Diese waren sicherlich keine Gebildeten, Mächtigen oder Männer mit politischen Verbindungen.

Und das war der erste Schritt auf meinem Weg zur Konversion zum Katholizismus. Während ich gelesen habe, um Dawkins zu widerlegen, bildete ich mich weiter und fand Antworten auf meine Fragen. Ich entdeckte den Gott-Menschen Jesus. 
Die katholische Sicht harmonisierte mit mir nicht nur auf emotionaler Ebene, sondern war intellektuell ehrlicher, was weit wichtiger für mich war. Die protestantische Sicht schien verwässert (vielleicht ein Teil des Grundes, warum ich die Lutheranische Kirche verließ, um judaistische Erklärung weiterzuverfolgen). 

Aber meine Frage blieb bestehen: Wie hat das erste Jahrhundert Jesus Christus gesehen? 
Meine Suche führte mich letztendlich zu Papst Benedikts "Jesus von Nazareth" und das schloss den Kreis. Es ist keine einfache Lektüre, aber es machte Sinn. Der essentielle Glaube der Kirche - der Glaube an einen übernatürlichen Gott, der sich erniedrigte, um im Gott-Menschen Jesus Christus in die Welt zu kommen, um für unsere Sünden zu büßen, um die Heilsgeschichte zu erfüllen - kann nicht von der wissenschaftlichen Methode bewiesen werden (das heißt Dawkins Atheismus... wobei man sich wundern dürfte, wie er einen Beweis für Gottes Nicht-Existenz rechtfertigen könnte). [...]

Quelle


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