Dienstag, 21. Juni 2016

Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Ludwigshafen-Oggersheim...



... dürfte wahrscheinlich eine von denen Kirchen in Deutschland sein, bei denen spontan der erste Gedanke ist:
"Okay Leute, jetzt mal ehrlich. Wer hat das Teil aus Rom mitgehen lassen?" 

Besonders wenn man bedenkt, dass man sich immer noch in einem Stadtteil von "BASF City" befindet. Aber wer die Jesuitenkirche im nahen Mannheim kennt, dürfte trotzdem nicht sonderlich überrascht sein.

1729 wurde sie vom Wittelsbacher Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach als Teil des Oggersheimer Lustschlosses errichtet, das 1794 durch einen von französischen Revolutionstruppen ausgelösten Brand zerstört wurde und somit das heute einzig erhaltene Überbleibsel der Schlossanlage darstellt.

Vorbild der Kirche war das Heilige Haus in Loreto, wobei man bedenken muss, dass Nachbauten von Wallfahrtsorten in der Barockzeit bei vielen Herrschern beliebt waren. Wie im Falle der Markgrafen von Baden-Baden die Einsiedelner Kapelle in Rastatt. Zuletzt wurde die Wallfahrtskirche 1774 von Elisabeth Auguste, der Gattin des in Mannheim residierenden Kurfürst Karl Theodor weiter in ihrer heutigen Form ausgebaut.






Dieses Jahr gibt es sogar eine Heilige Pforte.






Und wem das noch nicht genug ist, der kann sich auch gleich mal auf zur "Schiller-Route" machen :-)




Kommentare:

  1. "... wer hat das Teil aus Rom mitgehn lassen ..." - sehr gut ;-))
    Aaaber: Oggersche als "Teil von BASF-City" - da muss ich doch heftigst widersprechen !! O. existierte als Stadt (!) lange bevor die Menschheit an LU (inkl. Helmut K.) überhaupt gedacht hat. Und das kleine, piekfeine Schiller-Museum, 5 Minuten von der Wallfahrtskirche, gleich neben dem vortrefflichen Mayer-Bräu, kann nur wärmstens empfohlen werden !!

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    1. Ist leider nicht sehr vielen bekannt. Auch nicht einmal meinen Bekannten aus dem Kreis Mannheim/Ludwigshafen. :-(

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