Samstag, 30. Juli 2016

Der Wert des Kostbaren Blutes. Oder: Hätte eigentlich an "Halloween" gepostet werden sollen...

... eignet sich aber auch gut zur Betrachtung zum Ende des Monats des Kostbaren Blutes. Denn in Bram Stokers "Dracula" geht es katholischer zu als man sonst angenommen hätte...


Vergleicht man die Tatsache, dass die Heilige Eucharistie eigentlich DAS Sakrament zur Teilnahme am Leben mit Gott ist, das zugleich auch das Opfer und der Quell ist, der das Zentrum des kirchlichen Lebens bilden soll (Messfeier, Eucharistische Anbetung), dürfte ebenso schnell klar werden, dass es sich bei satanistischen Praktiken wie der Schändung des Allerheiligsten und der "Emanzipation" durch entsprechende Kulte, die tatsächlich solche "vampirhaften" Charakterzüge wie im Video beschrieben haben, um eine aggressive Ablehnung des Zugehens Gottes auf den Menschen handelt.

Bei näherer Betrachtung handelt es sich bei den "Opferungen" im Satanismus lediglich um passive Tätigkeiten, viele Satanisten würden sogar sagen um Symbole. Trotzdem beruft man sich an vielen Stellen darauf, echte Kräfte, Visionen und Güter von Satan/Luzifer/irgendeiner Macht zu erhalten. Man erinnere sich an dieser Stelle an die Versuchung Jesu in der Wüste (Mt 4, Lk 4), an dem Ihm ganze Königreiche angeboten werden, wenn er "den Fürst dieser Welt" (Joh 16,11) anbete.
Das dürfte auch das Problem sein, worüber man sich über Gott beschwert. Viele Satanisten geben an dieser Stelle an, dass Gott ihnen nichts anbiete, um ihr Leben angenehmer und besser zu machen, meinen aber an dieser Stelle primär materielle Güter. Genau wie der Teufel ein Ursurpator dieser Welt ist, die er nicht erschaffen hat und die ihm auch nicht gehört, so drohen der Materialismus und der Hedonismus zum Sinn des Lebens deklariert zu werden - in vielen modernen Bewegungen wie dem sogenannten Transhumanismus scheint dieser Geist wie Licht durch ein Glasfenster hindurch.

In Jesus Christus kam Gott selbst als Mensch unter die Menschen und hat mit seinem Kostbarstem Blut nicht nur einmalig Sühne getan, sondern für immer, dass wir auf ewig Anteil an dem Leben haben, zu dem uns Gott erschaffen und berufen hat. Während alles, was der "Fürst dieser Welt" zu bieten hat, nur eine gewisse Zeit ("eine kleine Weile" Joh 16, 16-22) dauert und dann zerfällt, bleibt Gott ewig. Und es "materialisiert" sich im Leben auf beide Weisen, so wie Er es vorgesehen hat:
Im Leben als Vollzug selbst, vor allem wenn wir uns das Leben und die tätige und echte Liebe der Heiligen zu Gott und dem Nächsten betrachten, ebenso im eigenen Leben, das an dieser Quelle gepflanzt ist. Aber auch in den Wundern, von denen dieses Gut begleitet wird und von denen es inzwischen unzählige gibt.


Daher: Trau keiner Pappnase von selbstgemachtem Gott. Vertraue dem Original.


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