Dienstag, 16. August 2016

Gedankenfetzen. Italienurlaub, erster Tag.



Seit heute Morgen trage ich den leichten beschen Mantel. Jetzt in Tramin/Südtirol bei gefühlten 30°C fragt mich meine Mutter, ob ich ihn nicht ausziehen will. Ich krämple den Ärmel hoch, die Sonne brennt sofort auf den Arm.
Endlich verstehe ich, warum der olle Rommel gerade mit so einem Teil durch Nordafrika rumlungerte.

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Wie man sich als Deutscher in Italien fühlt.
Man kommt an einem Aushang mit Sterbeanzeigen vorbei, auffällig groß, auffällig bunt und mit viel mehr Text als bei den  Zetteln, die man bei uns in Deutschland an die Terminwände an die Kirche hängt oder regelmäßig in den Sterbeanzeigen abdruckt.
Ich komme mir vor wie eine Karteileiche.


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Der Spritz Aperol hat mehr Sektgehalt als normal. Ich torkle ins Hotel zurück, vorbei an einem offiziellen italienischen Lidl, der sterile Spritzen (mit einem lächelnden kleinen Mädchen auf der Verpackung) und jeweils zwei Cola-Flasche im Sortiment hat, die sich ein einziges Etikett teilen (nein, ich sehe nicht doppelt. Habe es selbst überprüft). Zurück in der Wohnung fange ich an, dieses Posting zu schreiben und öffne eine Flasche Aperitif, die es im selben Lidl für 99 Cent im Sechserpack gab.

Italien ist schön.
Ich frage mich, wie normale Menschen nur in so einem schönen Land überhaupt leben können, ohne auf Dauer bizarre Autoaggressionen davon zu entwickeln...




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