Mittwoch, 24. August 2016

Wallfahrtskirche Maria Locherboden



Auf der Rückreise von Italien kam ich in Österreich im der Nähe des Klosters Stams an einem besonderen Wallfahrtsort vorbei, nämlich der praktisch überdeutlich sichtbaren Wallfahrtskirche Maria Locherboden.



Die Geschichte dieses Wallfahrtsortes beinhaltet gleich zwei wunderbare Ereignisse. Beim ersten im Jahre 1740 wurde der Bergknappe Thalman Kluibenschädl aus Mötz bei seiner Suche in einem Stollen eingeschlossen. Er war wie viele Bergknappen aus der silberreichen Gegend auf der Suche nach einer neuen Silbererzader. Nachdem mehrer Adern nach kurzem Graben wieder im Berg versiegten, versuchte er sein Glück am noch heute erhaltenen Stollen, vor dessen Eingang sich jedoch ein Fels schob. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen rief er die Muttergottes um Hilfe an und schlief daraufhin ein. Daraufhin sollen Engel den Stein beiseite geschoben haben, sodass Thalman am nächsten Morgen durch einen schmalen Zugang zurück ins Freie gelangte. Als Dank dafür brachte er am Stolleneingang ein Bild der Muttergottes an, das später durch eine Kopie eines Bildes von Lucas Cranach ersetzt wurde.



Einen erneuten Schub erhielt der Wallfahrtsort, als im Jahre 1871 die schwerkranke Maria Kalb aus Rum bei Innsbruck vor dem Bild vollständig geheilt wurde. Der Frau, die schon von den Ärzten aufgegeben wurde und der bereits die Sterbesakramente gereicht worden waren, erschien die Muttergottes, die ihr sagte, sie solle sich nach Locherboden aufmachen und dort den Rosenkranz der sieben Schmerzen beten. 1896 wurde der Bau der Kapelle begonnen, die 1901 beendet und von 1914 bis 1916 mit den heute noch sichtbaren Bildern ausgemalt wurde, nachdem schon vorher neue Wege für die vielen Pilger erschlossen worden waren. Bei der Konsekration des Baus durch Fürstbischof Simon Aicher aus Brixen wurden immer wieder seltsame Lichterscheinungen beobachtet.

 









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