Freitag, 28. Oktober 2016

Das Teatro Olimpico in Vicenza. Oder: Vitruv lässt grüßen.

Nachdem wir letztes Mal die Durchreise durch Padua abgeschlossen haben, kommen wir nun zum Teatro Olimpico in Vicenza, das ebenfalls auf meiner diesjährigen Urlaubsroute stand. Erwähnt habe ich das Theater bereits in einem früheren Beitrag, als ich das Kunstruktionsprinzip für ein kleines Eckregal übernommen habe. Jetzt habe ich es auch mal in echt gesehen :3


Erbaut wurde das Teatro Olimpico von 1580-85 nach den Plänen von Andrea Palladio, dem bedeutendsten Renaissance-Architekten Italiens. Als Vorbild diente ihm das römische Amphitheater nach den Beschreibungen von Vitruvius.



Martialisch und standesbewusst: So kennt man die Renaissance...


... und trotzdem pflegte sie besonders die Schönen Künste. 
Blick in den Hof des Theaters.




Im Inneren fühlt man sich tatsächlich wieder in die alten Zeiten zurückversetzt, wie der Architekt es vorgesehen hat.


Blick auf die wie in der Antike angeordneten Sitzreihen.


Beim direkten Blick funktioniert die optische Täuschung vom weiten Hintergrund...




... ein Stück weiter aber durchschaut man den Trick, der eine Kombination von schräg gestellter Ebene, nach innen verkleinerter Kulissen und aufgemaltem Stuck-Hintergrund  darstellt.


Hier noch einmal, diesmal mit versteckten Details wie Stauen, die man nur aus einem bestimmten Blickwinkel wahrnehmen kann und somit neue optische Bezugspunkte bilden, um die Illusion auch aus anderen Winkeln aufrecht zu erhalten.


Handwerklich beeindruckend auch die hintere Säulenreihe...


... und die Drastellung der mythischen  zwölf Aufgaben des Herakles.




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