Samstag, 10. Dezember 2016

Konfrontation mit Seiner Gegenwart



Das vor acht Monaten anerkannte eucharistische Wunder von Liegnitz hinterlässt Spuren.
Entnommen aus dem VATICAN magazin des letzten Monats.

[...] Die Realität de Anwesenheit des Gottessohnes, die in Liegnitz auf eine außerordentliche Weise bekundet wird, verlangt ein Umdenken.

Als im vergangenen Sommer eine deutsche Jugendgruppe auf ihrem Weg zum Weltjugendtag nach Krakau in Liegnitz das rote Stück Fleisch in der Monstranz sehen wollte, hielt Andrzej Ziombra, der Pfarrer der St.-Hyazinth-Kirche, eine Katechese vor den jungen Leuten.

Im Gespräch vernahm er mit erkennbarem Entsetzen, dass sich in Deutschland - im Gegensatz zur gängigen Praxis in Polen - die Handkommunion so gut wie ausschließlich etabliert hat. Er beschwor daraufhin die Jugendlichen, die Eucharistie über alles zu schätzen und sie  nicht unbedenklich zu empfangen: "Kein Sonntag ohne Messe! Kein Kommunionempfang ohne Gewissensprüfung und - gegebenenfalls - nicht ohne vorherige Beichte!"

Als der deutsche Priester, der die Gruppe begleitete, ihm erzählte, dass er aus der Botschaft von Liegnitz Konsequenzen ziehe wolle und sich deswegen bereits zwei Tage zuvor in Tschenstochau  Kommunionspatenen besorgt habe, um sie in seiner Pfarrei einzuführen und damit ein Zeichen zu setzen, fiel ihm Pfarrer Ziombra vor Freude um den Hals. 

Eine Freude, die im Land der Reformation nur von wenigen verstanden wird, wo sich auch unter Katholiken flächendeckend die evangelische Auffassung eingebürgert hat, man empfange in der Kommunion ein Stück Brot, das uns an das letzte Abendmahl erinnert. Es bleibt deswegen zu wünschen, dass viele - besonders aus Deutschland - nach Liegnitz in die Kirche des heiligen Hyazinth kommen, die vor über siebzig Jahren zu einer katholischen Kirche wurde. Denn dort zeigt der Himmel selbst, was in de Reformation verloren ging.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen