Samstag, 30. Juli 2016

Der Wert des Kostbaren Blutes. Oder: Hätte eigentlich an "Halloween" gepostet werden sollen...

... eignet sich aber auch gut zur Betrachtung zum Ende des Monats des Kostbaren Blutes. Denn in Bram Stokers "Dracula" geht es katholischer zu als man sonst angenommen hätte...


Vergleicht man die Tatsache, dass die Heilige Eucharistie eigentlich DAS Sakrament zur Teilnahme am Leben mit Gott ist, das zugleich auch das Opfer und der Quell ist, der das Zentrum des kirchlichen Lebens bilden soll (Messfeier, Eucharistische Anbetung), dürfte ebenso schnell klar werden, dass es sich bei satanistischen Praktiken wie der Schändung des Allerheiligsten und der "Emanzipation" durch entsprechende Kulte, die tatsächlich solche "vampirhaften" Charakterzüge wie im Video beschrieben haben, um eine aggressive Ablehnung des Zugehens Gottes auf den Menschen handelt.

Bei näherer Betrachtung handelt es sich bei den "Opferungen" im Satanismus lediglich um passive Tätigkeiten, viele Satanisten würden sogar sagen um Symbole. Trotzdem beruft man sich an vielen Stellen darauf, echte Kräfte, Visionen und Güter von Satan/Luzifer/irgendeiner Macht zu erhalten. Man erinnere sich an dieser Stelle an die Versuchung Jesu in der Wüste (Mt 4, Lk 4), an dem Ihm ganze Königreiche angeboten werden, wenn er "den Fürst dieser Welt" (Joh 16,11) anbete.
Das dürfte auch das Problem sein, worüber man sich über Gott beschwert. Viele Satanisten geben an dieser Stelle an, dass Gott ihnen nichts anbiete, um ihr Leben angenehmer und besser zu machen, meinen aber an dieser Stelle primär materielle Güter. Genau wie der Teufel ein Ursurpator dieser Welt ist, die er nicht erschaffen hat und die ihm auch nicht gehört, so drohen der Materialismus und der Hedonismus zum Sinn des Lebens deklariert zu werden - in vielen modernen Bewegungen wie dem sogenannten Transhumanismus scheint dieser Geist wie Licht durch ein Glasfenster hindurch.

In Jesus Christus kam Gott selbst als Mensch unter die Menschen und hat mit seinem Kostbarstem Blut nicht nur einmalig Sühne getan, sondern für immer, dass wir auf ewig Anteil an dem Leben haben, zu dem uns Gott erschaffen und berufen hat. Während alles, was der "Fürst dieser Welt" zu bieten hat, nur eine gewisse Zeit ("eine kleine Weile" Joh 16, 16-22) dauert und dann zerfällt, bleibt Gott ewig. Und es "materialisiert" sich im Leben auf beide Weisen, so wie Er es vorgesehen hat:
Im Leben als Vollzug selbst, vor allem wenn wir uns das Leben und die tätige und echte Liebe der Heiligen zu Gott und dem Nächsten betrachten, ebenso im eigenen Leben, das an dieser Quelle gepflanzt ist. Aber auch in den Wundern, von denen dieses Gut begleitet wird und von denen es inzwischen unzählige gibt.


Daher: Trau keiner Pappnase von selbstgemachtem Gott. Vertraue dem Original.


Zum Tod von P. Jaques Hamel: Die zwei Seiten der Medaille



Einerseits nehmen die Warnungen aus dem Nahen Osten - schon seit Beginn der "Flüchtilingskrise" bekannt - immer mehr manifeste Gestalt an.

[...] Europa laufe Gefahr, "den gleichen Terror gegen Christen zu erleben wie wir im Nahen Osten", so der Kirchenmann [der syrisch-orthodoxe Erzbischof Theophilus George Saliba] mit Sitz im irakischen Mossul, der derzeit allerdings im Exil im libanesischen Beirut lebt und ein Mitbegründer der in Wien ansässigen Stiftung "Pro Oriente" ist. Regierungen wie etwa in Schweden sähen tatenlos zu, wie radikale Moslems Kriegsflüchtlinge sogar in europäischen Ländern bedrohten. Setzten sich derzeitige Entwicklungen fort, stehe Europa in zehn Jahren "sehr schwierige Tage" gegenüber, so Saliba. [...]


Andererseits trifft aber auch das ein, was der Kirchenvater Tertullian über das Opfer der Christenverfolgung sagte, die sogar in den absurdesten Situationen trotz ihrer Schwachheit und Unterlegenheit zum Leuchtfeuer für die Menschen werden - weil paradoxerweise sich gerade in ihnen die Stärke Gottes in der Verfolgung offenbart, mit der selbst die "mutigsten" Großmäuler nicht klarkommen:



Requiem aeternam dona ei, Domine.
Et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in pace.

Amen

PS: Mach das mal nach, Mohammed... [Satire aus]



Zeit zum Abschalten...

... und Abreagieren.

Zumindest in meiner Präsentation zum Thema "Erstellen von Raumillusionen" (ja, dieser Blogbeitrag liegt jetzt in erweiterter Form als Powerpoint-Datei vor), die zwar terminlich immer wieder verschoben worden ist, aber durch immer neue Klausuren (vier innerhalb von fünf Tagen) ersetzt wurde.


Zum Glück begannen jetzt die Semesterferien. Sonst wäre auch Salvador Dalí schon längst auf M. C. Escher losgegangen...

Wie das Programm in den nächten vier Wochen aussehen wird: Faulenzen, HTML/CSS büffeln, an einem neuen Cosplay weiterbasteln, nach Italien fahren (Gardasee, Vincenza, Padua) und wahrscheinlich noch in Wigratzbad vorbeischeneien. Ach ja, und dann kommt mein Bruder nach sechs Monaten Arbeitsaufenthalt aus Singapur zurück. Dazwischen kommt es weiterhin zu Blogbeiträgen. Der Inhalt wird dann übrigens durch den Sonnenstichfaktor bestimmt.

Für den Rest der Blogozese wünsche ich schon mal ebenfalls erholsame Ferien. :3


Donnerstag, 21. Juli 2016

Nicht nur Katholen können auf Dauer dogmatisch werden...

... das Gleiche passiert auch bei eingefleischten Fanboys und -girls.
Zum Beispiel sollte man bei Fans der "Legend of Zelda"-Reihe niemals die Bemerkung fallen lassen, dass "Zelda" sein Lieblingsheld sei (der heißt nämlich Link. Zelda ist die Prinzessin, die man regelmäßig retten muss. Warum das Spiel nach ihr und nicht nach dem Held benannt wurde, der sich jedes Mal so schön das Bein ausreißen darf, das wissen sicher nicht einmal mehr die Entwickler. Ist eben die berühmte "Zelda-Logik".)

Dass es beim derzeitigen Pokemon Go (ja, eine Runde geht noch) zu Reibereien zwischen alteingesessenen Fans und denen kommen kann, die zum ersten Mal ein Augmented Reality-Spiel in den Händen halten, zeigt dieses amüsante Video.
SO GET READY FOR EPIC NERD FIGHT.




Wobei...
Kämpfen ist auch nicht die beste Lösung. Wir wissen alle, dass das dauerhaft einen schlechten Eindruck hinterlässt.




Dienstag, 19. Juli 2016

Zum Tagesgeschehen: Ein zufälliger Kommentar auf Facebook

Von Copy-Pasten halte ich eigentlich nicht viel. Aber dieser Beitrag ist wirklich so genial, das muss jetzt einfach mal sein.


Laut Künast muss man solche liebenswerten Typen erst mal auf ein Glas warme Milch einladen.

Und wenn er seine IS-Fahne rausholt, dann muss man ganz fest betonen, dass er eigentlich nur ein Opfer ist.

P.S. und vergesst NIEMALS den Schokopudding!!!

- Symbolfoto


Zusätzlicher Kommentar:

Ich hab keine Ahnung ob er das ist. Aber Typen mit Äxten kann man blind vertrauen, wenn sie auf einen zu rennen. 
Das ist nur die Freude wegen der Milch.


Noch mal zu "Pokemon Go". Aber jetzt ernsthaft.

Jetzt mal Spaß beiseite. Da kann es zu einem Anschlag in Nizza kommen oder zu einem Putsch mit anschließenden "Säuberungsaktionen" - in den Medien wird seit einigen Tagen durchgehend vom neuen Nintendo-Coup "Pokemon Go" berichtet. Primär natürlich wegen diversen Zwischenfällen (sonst wäre bei Anne Will schon längst eine nicht endende Diskussion um die ominöse NX-Konsole entbrannt), auf die besonders Eltern hingewiesen werden müssen.

Die Pokemon-Spielereihe existiert schon seit 1996 - entwickelt von einem Japaner, der als Kind gerne Käfer sammelte, heute übrigens immer noch eine beliebte Beschäftigung im ostasiatischen Raum. Nachdem sie in den letzten (mehreren) Jahren etwas eingedusselt war und bestenfalls noch einige Studenten begeistern konnte, die mit Listen und Berechnungen schon im Voraus versuchten, ihre Gewinnchancen den Kampf der Monsterchen auszurechnen (hat ein Kumpel von mir ziemlich oft gemacht, der auch begeisterter Pen ´n Paper-Rollenspieler ist), kamen sie jetzt mit voller Wucht zurück.

Das Zauberwort heißt "Augmented Reality". Anders als bei der "Virtual Reality" wird hier die "Realität erweitert", das heißt: Animationen werden durch den Bildschirm in die von Smartphone bzw. Tablet wahrgenommene Umwelt projiziert. Und glaubt mir: Mit Phantasiewesen, die man einfangen und trainieren kann eröffnen sich da ganz neue Möglichkeiten.

Zum derzeitigen technischen Stand lässt sich sagen, dass diese Form des Spielens generell heiß diskutiert ist, zum einen wegen den App In-Einkäufen (um schneller voran zu kommen), andererseits wegen des Datenschutzes. Die App funktioniert mit GPS, weswegen sich die eigenen Positionen leicht aufzeichnen lassen können. Welche Ausmaße das im schlimmsten Fall auslösen kann, dürfte noch offen bleiben. Desweiteren werden die kleinen Monstern auch mal über GPS an solchen Orten platziert, wo sie eigentlich nichts zu suchen hätten und es für die App-Benutzer gefährlich werden könnte. Zum Beispiel auf Autobahnen oder Truppenübungsplätzen. Auch im Holocaustmahnmal oder speziell in Auschwitz gilt bald Hausverbot. Für Unfälle durch permanentes Schauen auf den Bildschirm hat man übrigens auch schon eine sehr intelligente Lösung gefunden.

Was in der Zwischenzeit aber vor allem auffiel: Die Benutzer der App sind ausnahmsweise mal länger an der frischen Luft als normal, weil die Pokemon und entsprechende Ladestationen frei an und um öffentlichen Plätzen verteilt sind.
Zum Vergleich: Versucht mal in Wind Waker Segelboot zu fahren - Richtig: Ihr bracht eure Wohnungen überhaupt nicht zu verlassen (außer bei der DS3-Version, auf die jedoch die Umwelt keinerlei Einfluss hat).
Einige Freunde aus der Hackerspace trafen sich bisweilen auch mal spontan, um auf der Karte angezeigte Orte gemeinsam aufzusuchen, ansonsten hätten sie wahrscheinlich noch länger in der Werkstatt gezockt und zufällige Youtube- und Program-Videos reingezogen.
Inzwischen wird sogar ein höheres Interesse an der Benutzung des Spieles als an Pornographie verzeichnet - auch wenn es derzeit viele gibt, die das Thema gerne für das Gegenteil ausschlachten wollen (Ja, ich sehe dich gerade an, Planned Parenthood). In diesem Sinne: Hut ab, Nintendo. 

Natürlich kommt jetzt das, was ganz besonders interessant ist für Lehrer/ Katecheten/ Pädagogen/ vernerdete Dozenten/ etc.: Wie kann man das im Sinne des Edutainment nutzen?
Ansatzpunkte gibt es natürlich viele, vor allem, wenn man an der frischen Natur ist. Das könnte beispielsweise Aufgaben umfassen wie das Sammeln von Pflanzen (schon bemerkt, dass jeder Professor in der Pokemon-Spielereihe nach einem Baum benannt ist? Siehe Prof. Willow/Weide in Pokemon Go) oder dem Kartographieren für den Erdkunde-Unterricht. Praktischerweise wird die Umgebung als GPS-Karte angezeigt, man kann sie also auf Papier nachzeichnen und entsprechend signifikante Merkmale wie Denkmäler, Hügel, Berge oder sonstige Auffälligkeiten einfügen. Und wie praktisch: Es ist sogar ein Kompass mit im Spiel dabei :3

Katechetisch wird es ein wenig schwieriger. Oder generell ein wenig schwieriger, weil man sich mit Games als erweiterndes Element für den Unterricht noch nicht so weitreichend beschäftigt hat. Eine Ausnahme bildet wahrscheinlich ein spanische Priester, der das Spiel Minecraft für den Unterricht benutzt, indem er den Schülern den Auftrag gibt, eine Kirche mit allen wichtigen Merkmalen nachzubauen und herauszufinden, welche Bedeutung sie für den Gottesdienst haben und auf was im Glaubensleben sie verweisen. Aber zu Minecraft sei nur so viel gesagt: Couchpotato.

Vielleicht kann man ja an bestimmten (Wallfahrts-)Orten Hinweise zum Innehalten und Betrachten platzieren - unter anderem, weil auch dort die knuffigen Wesen ab und zu auftauchen, ohne dass man davon weiß. Diese Richtung schlägt beispielsweise der Bischof von Orange County angesichts des Hypes vor, von dem er sich ebenfalls leicht anstecken ließ:

“You might never find a Pikachu, but I promise you this – Search for Jesus, and you’ll find Him every time. Let #PokemonGO. Go #FindGOD.”


So, und jetzt entschuldigt mich. Ich muss das Dusselgurr in meinem Garten fangen.
Ach ne, halt. Das ist ja ne echte Taube...



So weit kommt´s noch





Donnerstag, 14. Juli 2016

Der Antichrist muss auch nicht unbedingt ein Mann sein... Oder: Wie Berufung NICHT funktioniert.



Ein eher amüsantes Beispiel von Medien"arbeit" bietet derzeit der reißerische Titel "Der Schrecken des Vatikans" in der Augsburger Allgemeinen Zeitung. Nein, es geht nicht um das Finanzamt, sondern um eine Theologiestudentin, die um jeden Preis Priesterin werden möchte. In der Onlineausgabe wird zwar der obige Titel nicht verwendet, dafür kann man sich dort den vollen Genuss dieses Interviews reinziehen. Hier die Kurzfassung:

[...] Es handelt sich um die 28jährige Theologiestudentin Jacqueline Straub und sie wird so in der AZ vorgestellt: „Sie will katholische Priesterin werden. Ohne Wenn und Aber … Mit 15 Jahren hatte sie ein Erlebnis, das ihr altes Leben über den Haufen geworfen hat: ‚Ich wurde von Gott berufen‘ … Vor ihrer persönlichen Wende war sie nicht besonders religiös … Das kirchliche Leben beeindruckte sie kaum … Jacqueline sprach viel mit Pfarrern und Pastoralreferenten. Alle hörten ihr zu, die meisten machten ihr Mut und unterstützten das Vorhaben … 
Nach dem Abitur begann sie, Theologie zu studieren… Demnächst wird sie in Luzern ihr Masterstudium abschließen: ‚Die Schweizer sind liberaler‘ … Ihr größtes Pfund ist freilich nicht das Fachwissen … es ist ihr Gespräch für die Medien. Sie ist selbstbewusst, kann sich verkaufen. ‚Die meiste Arbeit verbringe ich mit Medienarbeit‘. Fernsehen, Tageszeitungen, Magazine. Jacqueline Straub hat keine Berührungsängste. 
Routiniert präsentiert sie ihre Argumente. Etwa dieses: ‚Ist es gerecht, wenn man mehr als die Hälfte der Christenheit von Weiheämtern ausschließt‘… Ihren Feldzug für Frauen im Priesteramt hat sie auf professionelle Beine gestellt. Ihre Schwester Meli leitet ein Fotostudio und hat für Jacqueline einen Online-Auftritt eingerichtet … Seit drei Jahren tourt sie mit ihrer Mission durch die Lande … Doch die Amtskirche und deren Bischöfe erreicht sie nicht, noch nicht …“ [...]

Lassen wir die Erklärung Johannes Pauls II. zum Thema Frauenpriestertum mal beiseite, auch die Probleme, die derzeit immer öfter in der (eher "katholisch" orientierten) anglikanischen Hochkirche zu beobachten sind, wo ebenfalls viele Gläubige ihre Probleme haben, dass in Persona Christi eine Frau vorsteht. Das Problem, das hier zutage tritt hat mit der "Berufung" selbst zu tun. 

Es ist großartig, wenn sich jemand bekehrt (wie sehr hat ja der Herr im Gleichnis vom verlorenen Schaf ja selbst dargelegt), es ist auch großartig, wenn jemand ein echtes Berufungserlebnis hat, die auch unter dem Gesichtspunkt der "Unterscheidung der Geister" als authentisch erkannt wird, da praktisch immer die Gefahr besteht, dass man von einer eigenen Berufung so überzeugt ist, dass man sich wirklich böse verrennt - obwohl es sich eher um eine subjektive Laune gehandelt hat. Eher von Großspurigkeit kann man dagegen sprechen, wenn es wie hier im Artikel etwa heißt: "Ich habe mich bekehrt - jetzt muss ich unbedingt Priester/Priesterin werden, weil Gott es von mir will." Oder von einem übermäßigen Anflug von Euphorie. Man kennt das ja: "Bekehrt - jetzt müssen unbedingt ohne großes Überlegen alle AC/DC-Platten rausfliegen. Egal ob man sie auch verkaufen, verschenken oder doch besser behalten sollte." Hab ich auch schon mal erlebt und habe mich auch mal mit einem der Piusbruderschaft nahen Bekannten, der ebenfalls so was durchgezogen hat, darüber unterhalten - wir fanden beide, dass das das ziemlich hirnloseste ist, was einem persönlich passieren kann und schämen uns bis heute beide darüber.

Gefährlich wird es allerdings, wenn diese (scheinbare) Berufung zum Aktionismus ausartet, der immer persönlicher werdende Züge annimmt und unbedingt die komplette Kirchenstruktur dafür ändern will. Wenn man ein bisschen die Kategorien "Auftritte" und "Radio"  auf der Homepage von Jacquline Straub durchstöbert, wird einem schnell klar, dass die Grenze von der kirchlich überprüften Berufung hin zur persönlichen Lebensmission schon längst überschritten worden ist. Das ganze dann noch mit der Bemerkung „Ich bin zur Priesterin berufen, nicht zur Konvertitin“ getoppt wird, wenn es um die Frage geht, warum sie nicht einfach zu einer anderen Konfession konvertiere, lässt ebenfalls immense Zweifel an einer göttlichen Berufung aufkommen. Weitere Anhaltspunkte für eine rein subjektive Vorliebe des "Berufes" lassen sich in diverse Bemerkungen wie beispielsweise in der Badischen Zeitung aufweisen, wobei ständig der Standpunkt in feiner "Ja ich bin ja auch einer Linie, ABER man könnte und sollte da was ändern"-Relativierungen aufgelöst werden:

[...] Auch heute noch findet sie es "herrlich, einen Pfarrer zu sehen, der predigt, die Eucharistie feiert, Kinder tauft". Der Wunsch, selbst Priesterin zu werden, "brennt in meinem Herzen". Sogar den Pflichtzölibat würde sie dafür in Kauf nehmen, obwohl sie eine freiwillige Regelung besser fände. [...]

Die entsprechenden Kampagnen, mit denen sie neben ihrem Studium ebenfalls sehr zeitaufwendig beschäftigt ist, und die Auftritte bei Podien wie der amerikanischen Women´s Ordination Conference lenken ebenfalls den Blick auf eine persönliche Angelegenheit, die unbedingt durch alle Kanäle durchgedrückt werden muss. Vor allem, wenn auch immer wieder die Rede vom persönlichen  "Wunsch" und der "schönen Seite" ist, der unbedingt durchgesetzt werden muss, für den man auch die Grundsätze der Kirche verändern sollte. Vor allem sollte man auch für seine Sache "brennen", die es auch so schön am Anfang ihrer Homepage heißt - sehr frei nach Augustinus, weil letztendlich sie selbst entscheidet, wie sehr jemand nach ihrer Ansicht für Gott "brennt".


Wie anders dagegen sieht der echte Dienst des Priesters aus, dem nicht mit einem Schlag (bzw. einer Bekehrung) sein Leben lang bewusst ist, dass er Priester werden soll! 

[...] Der Priester gelangt nicht durch das Streben nach Selbstverwirklichung, das Pochen auf die Vorrechte seines Standes oder das Hoffen auf die Anerkennung und Wertschätzung seiner Klugheit oder Wortgewandtheit zur Fülle seines Priestertums. Vielmehr ist es das Maß, in dem er selbst abnimmt, auf dass Christus in ihm zunehme, das den Priester im Widerspruch zum Verständnis dieser Welt zur wahren Fülle seines Dienstes führt. 

Obgleich ein Mann „mit Pauken und Trompeten“ wesentlich im Moment seiner Weihe zum Priester wird, ist es doch das in Treue und Innigkeit tagtäglich gelebte Beispiel, das den Priester immer mehr seinem unauslöschlichen Charakter angleicht. Priesterlicher Gehorsam ist das beständige Bemühen, Augenblick um Augenblick, seinem priesterlichen Wesen immer mehr zu entsprechen. 

Die Vertiefung und das Wachstum des Gehorsams kann dann Wirklichkeit werden, wenn Christus im Zentrum allen Strebens bleibt, der den Priester zu jener vertrauten Freundschaft einlädt, die ihren tiefsten Ausdruck im Geschehen am Altar findet. Die Vertiefung des priesterlichen Gehorsams folgt dem Beispiel Christi, der, wie uns die Heilige Schrift bezeugt, selbst Gehorsam gelernt hat. Wie kann es sein, dass der Sohn Gottes, der dem göttlichen Vater unendlich gehorsam ist, den Gehorsam „gelernt“ hat? Durch Sein Leiden und die Annahme desselben um unseretwillen. Indem sich Christus dieser gänzlich menschlichen Erfahrung des „Lernens“ übergab, hinterließ Er uns Sein Beispiel, damit auch wir in Seiner Nachfolge bestärkt und durch Sein Vorbild bei dieser zweifelsohne schwierigsten Anforderung an den Priester bestärkt würden. [...]

Erinnern wir uns: Der hl. Philipp Neri wurde erst ganz im Nachhinein zum Priester geweiht, davor verkündete er jahrelang als Laie das Wort Gottes, ohne groß auf "seine Berufung" zu pochen. Der hl. Franziskus war zwar ein großer Wohl- und Wundertäter, wollte aber nie zum Priester geweiht werden, weil er sich nicht für würdig gehalten hat (vielleicht litt er ja aber auch nur an einem unterentwicklten laikalen Ungerechtigkeitsbewusstsein). Von so großartigen Frauengestalten wie Theresia von Lisieux, Theresia von Avila und Katharina von Siena (die es sogar fertig brachte, den Papst ordentlich zusammenzuschimpfen, dass er vom fernen schönen Avignon wieder zurück nach Rom kam) brauche ich an der Stelle nicht anzufangen - von ihnen hat ebenfalls keine unbedingt die Fundamente der Kirche erschüttern wollen. Und nein, es lag nicht an einer "repressiven" oder "rückständigen Kirche".

Von einem "Schrecken des Vatikans" kann man an dieser Stelle nicht einmal sprechen. Man braucht sich auch nicht darüber beschweren, dass "die Bischöfe und die Amtskirche noch nicht erreicht worden" seien. Das ist schon eher ein Problem der "Vierten Macht im Staate" mit seinem persönlichen Medien- und Agitationsmessianismus, der auf Dauer alles auszuhöhlen glaubt wie das Wasser den Stein - und doch seit über 500 Jahren ein erfolgloses Anrennen an den Felsen darstellt, das einzig deshalb noch nicht als frustrierend empfunden wird, weil man sich selbst ständig in der letztendlichen Vorreiterrolle sieht. Und sich doch ständig im Kreise dreht. 


Mittwoch, 13. Juli 2016

"Plea to the Pope": "Der Heilige Vater muss die Verwirrung beenden"

Mehrere Katholiken aus aller Welt - darunter Weihbischof Athanasius Schneider und Prof. Thomas Stark von der Hochschule Benedikt XVI. in Heiligkreuz - fordern in einem Video Papst Franziskus auf, im Kontext zu "Amoris Leatitiae" Klarheit zu verschaffen, da viele Gläubige verunsichert sind angesichts des Missbrauchs, der in den Medien, aber auch innerhalb der Kirche mit dem Schreiben betrieben wird.




Samstag, 9. Juli 2016

[Laptop-aus-dem-Fenster-Werf]

Wenn wir es schon diese Woche schon zweimal vom ganz normalen Wahnsinn hatten, dürfte ich das hier mal ganz unübersetzt als grandiosen Abschluss stehen lassen und beende damit dieses Thema - egal was innerhalb von zwei Wochen noch kommt.

Cecile Richards, the CEO of Planned Parenthood, responded to a racially charged shooting with a tweet that implies that black people need more access to abortion and contraception.

In a tweet about the shooting of Alton Sterling in Baton Rouge by two police officers, Richards tweeted that “people of color” (abbreviated “POC”) need “repro[ductive] justice”
[...] 


Zwei tote Schwarze durch Polizeigewalt (inzwischen plus fünf tote Polizisten bei einer Demonstration) und eine Vertreterin der unter Beobachtung stehenden Abtreibungs-Industrie (anders kann man inzwischen Planned Parenthood nicht mehr bezeichnen) fordert das was schon damals PP-Gründerin Margaret Sanger der Politik vorschlug - natürlich unter ganz anderen Motiven, aber immer noch mit Aussicht auf staatliche Unterstützung, die wahrscheinlich mit Hillary Clinton als Präsidentin noch zunehmen wird. 

Angesichts solchen Opportunismus ist es schon ziemlich schwierig, die Kinnlade doch nicht runterfallen zu lassen.


Freitag, 8. Juli 2016

Die Liste lässt sich natürlich erweitern...

... wenn es um das Thema "politisch-korrekte Blockwarte" geht und deren gefährliche Einseitigkeit -
wie Heike es schon so schön gezeigt hat.

Nicht nur seit gestern dürfte bekannt sein, dass es "Gewalt" nicht nur auf einer Seite gibt. Was in den Medien natürlich so dargestellt wird, dass betroffene Gruppe gefälligst selbst daran schuld sein muss, wenn entsprechender Ruf wieder mal ordentlich Rekord-Tief erreicht hat.

Eine neue Chuzpe hat sich nun das ZDF erlaubt in einem Bericht über die "Erziehung zum Hass im Nahen Osten" - was angeblich bei Juden und Palästinensern natürlich gleichermaßen vorkommen muss, um fair zu bleiben - und schließlich in eine ordentliche Unfairness ausartet, während Probleme vor der eigenen Haustüre gerne verschwiegen werden.


[...] In dem ganzen Bericht wird jedoch nicht ein einziges Beispiel gezeigt, wo israelische Schüler dazu erzogen werden, Menschen zu hassen und zu töten. Kein Wunder, es gibt diese Form der staatlich geförderten Hasspropaganda in Israel nämlich nicht. In der arabischen Nachbarschaft hingegen schon.

Daher sieht man in dem Bericht auch nur ausschließlich arabische Kinder, die mit Messern in den Händen rufen, Juden abstechen zu wollen und in der Schule beigebracht bekommen, warum man Juden hassen muss und wie man sie am besten ermordet. Das Schlimmste, was Israel in diesem Bericht vorgeworfen wird, ist ein Schulbuch, in dem eine Zeichnung zu sehen ist, die einen Araber zeigt, der auf einem Kamel reitet.
 [...]



Wie schon unser lieber Freund Herr H. in seinem bekannten Bestseller so schön geschrieben hat: 
Man braucht nur eine Lüge so lange zu wiederholen, dann wird sie schon als wahr anerkannt. Und in diesem Falle braucht man sogar nicht mal mehr lügen...


Montag, 4. Juli 2016

Zum 4. Juli...

... eine Illustration meines amerikanischen Lieblingsillustrators J. C. Leyendecker...



... und ein kurzer Blick in den - vielen unbekannten - Gebetsraum im Kapitol in Washington D.C.


So, und mehr Patriotismus darf ich nicht zeigen, weil die GRÜNE JUGEND davon ernsthafte gesundheitliche Schäden bekommt der Durschnitts-Deutsche davon ernsthafte demokratische Schäden davonträgt...


Man kann immer noch eine Schippe drauflegen...

... vor allem, wenn der "Wahnsinn" international wird. 


Gefunden auf Facebook.