Samstag, 14. Januar 2017

Eigentlich feiern wir ja dieses Jahr gleich zwei Reformationen...



... Die eine "Reformation" endete in mehreren Kriegen, Stärkung der territorialen Fürstenherrschaft auch in geistlichen Fragen (wodurch die politische und nationale Handlungsfähigkeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation immer weiter eingeschränkt wurde - anders als Luthers versprochen hatte) und gleich mehrfacher Abspaltung, ohne selbst einer echten Reform der Kirche nachzukommen.

Die andere Reformation endete in einer echten Erneuerung der Kirche, von der man nicht nur damals, sondern auch heute noch zehren kann, ohne dass sie ihren Glanz verliert und die weltweit die Glieder der Kirche in ihrem Zusammenhalt in Glauben, Hoffnung und Liebe mit unvergleichlicher Macht stärkte wie ehedem die Konzilien von Nicäa und Konstantinopel.

Die Rede ist natürlich vom Konzil von Trient, das gestern vor 470 Jahren sein Dekret über die Rechtfertigung verabschiedete.


Am 13. Januar 1547 verabschiedete das Konzil von Trient das Dekret über die Rechtfertigung. Die Rechtfertigung bildete einen der zentralen Streitpunkte, zu denen Martin Luther 30 Jahre zuvor die „Reformation“ losgetreten hatte. Nach Jahren der Verwirrung wurde 1545 ein ökumenisches Konzil einberufen, das Klarheit schaffte. In dieser ersten Phase tagte das Konzil in der namengebenden Stadt Trient, der damaligen Hauptstadt des gleichnamigen Hochstiftes, das an der Südgrenze des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation lag und auf das engste mit der österreichischen Grafschaft Tirol verbunden war. Heute gehört die Stadt zu Italien. Luther hatte in erster Linie das deutsche Volk und das römisch-deutsche Reich gespalten. Nicht vom „welschen“ Rom, das die Protestanten verachteten, sondern vom Boden des Regnum Teutonicorum wurde ihnen Antwort gegeben. [...]


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