Samstag, 21. Januar 2017

In der Anstalt. Am Tag danach.



"Der Mensch will betrogen werden" und "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen". 

So ungefähr könnte man die Reaktion beschreiben, mit der derzeit die deutsche Presselandschaft und Politik auf einen unerwünschten Präsidenten reagieren.

Infragestellung des Friedensnobelpreises für Barack Obama, den er gleich ohne große Leistung zu erbringen nachgeworfen bekam? Das Verhältnis von Hillary Clinton zu den aufgedeckten Machenschaften von Planned Parenthood, die dank gefälschter Statistiken als angeblich wichtigste Gesundheitsorganisation der USA noch einmal ein Finanzspritze von 500 Mio. Dollar von Seite des Präsidenten bekamen?

Fehlanzeige, letzteres schaffte es nicht einmal in die deutsche Öffentlichkeit.


Was dagegen an der Tagesordnung steht: Nicht-wahr-haben-wollen und die Fassade des Bösen aufrecht erhalten. Wie beispielsweise Le Penseur bemerkt hat:

[...] Wer die Berichte über die »Demonstrationen« sah, den berührte die Voreingenommenheit der Systemmedien-Reporter geradezu schmerzhaft: wie da die friedlichen Demonstranten als verunklärende Rechtfertigung für die Randalierer, die gewalttätigen Schaufensterzertrümmerer und Autoabfackeler herhalten mußten, war wirklich schwer erträglich!

Aber auch die Simultan-Übersetzung der Trump-Rede war auf n-tv so blamabel schlecht und streckenweise schlicht falsch — bis zur Sinnentstellung, ja: Sinnlosigkeit —, daß sie bei einem x-beliebigen Wissenschaftskongreß zur fristlosen Kündigung des Dolmetschers führen würde. Und da sind z.B. ad hoc zu übersetzenden Diskussionsbeiträge wohl etwas schwieriger zu verstehen, als die in einfacher Sprache vorgetragene programmatische Rede des neuen Präsidenten.
[...]

Auch die öffentlicher Verlautbarung der Vorzeige-Bürger lässt nicht lange auf sich warten. David Berger wundert sich auf seinem Blog scheinbar schon lange nicht mehr, wenn nach dem politischen Nachhilfeunterricht Claudia Roths (warum ist die noch einmal zur Vizepräsidentin des Bundestages ernannt worden? - Ich meine, außer dass sie hoffentlich mit ihrem Rumgejammer aufhört...) jetzt eine Gewinnerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels vorschlägt, den jüngsten Sohn Donald Trumps in eine alternative Pflegefamilie zu geben, damit er nicht so wie sein Vater werde (hat man zwar gleich massenweise in der DDR auch ohne alternative Versionen geschafft, ist aber an dieser Stelle auch wieder egal, genau so, wie die Zahl von Stasi-Mitarbeitern, die immer noch im Polit-Betrieb herumlungern). Selbst die Bemerkung des Chef-Redakteurs der Welt, man solle als Reaktion auf Trump nun "schwuler" werden, lässt so einige Fragen nach der Zurechnungsfähigkeit des Zitierten offen - zum Beispiel ob das nun auch auf Frauen zutreffe.

Das obig zu sehende unglaublich übertriebene Cover unseres "Sturmgeschützes der Demokratie" dürfte dann wohl auch nicht mehr groß ins Gewicht fallen. (Übrigens "Sturmgeschütz" ... Witz verstanden? ;-)

Ein Glanzpunkt der Mediengläubigkeit dürfte sicher die Übersicht von Fragolin sein, die das ganze Maß aufdeckt...

[...] "Trump hat vier Jahre Zeit, sich bei den Promis beliebt zu machen." Was die anerkennungsgeilen "Irgendwas-mit-Medien"-Fuzzinetten nicht kapieren: Es ist Trump nicht nur scheißegal, was die sogenannten "Promis" von ihm halten, er fordert sie sogar heraus und lacht ihnen ins Gesicht. Der Mann hat Milliarden damit gemacht, dass er Hotels und Kasinos gebaut hat, den interessiert nicht die Meinung derer, die ihre Millionen mit dem Taschengeld von Teenagern machen. [...]

... und bei der sich Trump schon während den Wahlen (als Reaktion auf einen Werbe-Clip Clintons) klar und deutlich gezeigt hat, dass ihm Promis eher einen feuchten Kehricht interessieren. Während man in Deutschland immer noch dem Dschungelcamp nachhechelt, dass es sogar bei den wichtigsten Meldungen in GMX angezeigt wird.



Was also machen in einem Land, das sogar von Menschen Rundfunkgebühren verlangt, die nicht einmal Radio und Fernseher besitzen (Blick wandert Richtung Öff Öff, den Glücklichen...), aber dafür nicht einmal den einfachsten Pflichten wie neutrale Berichterstattung nachkommt? 

Das Gebet zum Erzengel Michael wäre angebracht.


Und natürlich eine Tüte Popcorn, wenn man ansonsten nicht anders kann als sich zurückzulehnen und zuzuschauen, wie sich das Establishment selbst zerlegt. Denn so makaber es sich anhört, so was ist wirklich unbezahlbar und macht für diese spitzenmäßige Realsatire die GEZ schon wieder locker wett. 

Nur eins sollte man nicht: Sich unnötig aufregen.


P.S. Schon die Popkorn-Tüte besorgt? Gut so, denn hier ist die volle Einführungsrede von Donald J. Trump :3




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