Donnerstag, 12. Januar 2017

Postfaktisch...



Während der künftige Präsident sich derzeit durch das eigene Land trollt und CNN für diverse Berichterstattungen mit permanentem Ignorieren abstraft, wird einem schnell klar, dass die Lage in Deutschland (das derzeitige meine ich übrigens)  nicht viel besser aussieht.


[...] Trotz deren Distanz zu Trump sei Tiedje von amerikanischen Sendern wie CNN besser über den Republikaner informiert worden als durch die deutsche Berichterstattung. „Das hat sich übrigens nach der Wahl Trumps keinen Deut verändert. Was immer er sagt, was immer er tut – den deutschen Fernsehwelterklärern ist es nie recht.“ Die Behauptung, Trump werde „nur von ewig gestrigen, weißen Männern gewählt“ und die Eliten stünden „vollständig hinter Frau Clinton“, sei dagegen „schon vorab als paradox und völlig neben der Sache erkennbar“ gewesen.

Die erste Schuldzuweisung, US-Demoskopen hätten sich katastrophal geirrt, wies der Journalist zurück. „Keiner sagte vorher: Hillary gewinnt in jedem Fall.“ Stattdessen gab es auch einige, die einen Sieg Trumps prognostizierten. „Das wurde hierzulande völlig ausgeblendet, weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte: Das nenne ich miserablen Journalismus.“ Nun sei der russische Präsident Wladimir Putin als der wahrhaft Schuldige ausgemacht worden.
[...]


Welche Anmaße das Wort des Jahres ebenfalls annehmen dürfte, ist seit längerem ja schon bekannt - was es bisweilen leider nicht weniger bizarr macht, vor allem wenn man damit regelmäßig versucht, die Massen zu mobilisieren.


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