Freitag, 17. Februar 2017

P. Desiderius Lenz OSB und die Beuroner Kunst...



... werden nun mit der Reproduktion des Werkes „Liber Evangeliorum. Die Buchmalerei der Beuroner Kunstschule“ geehrt.

Das weltweit bekannteste Werk aus der Erzabtei ist bis heute - was nur wenigen bekannt sein dürfte - das Design der Benediktusmedaille, deren Form ebenfalls Lenz übernommen hat.

Obwohl sich die Kunstschule eng an den Nazarenern orientierte, tendierte sie doch sehr stark zu einer modifizierte Form der ägyptischen, altchristlichen und byzantinischen Stile, die man beinahe schon als Vorläufer des Art déco bezeichnen könnte, wäre da nicht der geographische und zeitgeistliche Graben zwischen beiden Kunststilen.

Besonders die Beschäftigung des Paters mit einer ägyptisch angehauchten Sakralkunst tragen zu diesem Eindruck bei.
Ein Kuriosum dürfte sein Bauplan für eine Kirche in der Form eines Tempel mit Pyramide im Sakralbereich sein (habe den Plan selbst einmal bei einer Ausstellung gesehen, konnte aber leider noch keine Bilder davon in Netz finden), für die es nie zur Bauerlaubnis kam. Dagegen ist bis heute die Mauruskapelle mit den eindrucksvollen Fresken erhalten, sowie ein ägyptisch angehauchter Tabernakel in Beuron und entsprechende Ornamente in der Kirche St. Gabriel in Prag.
Und natürlich jede Menge Illustrationen...










Warum also an den Nil fahren, wenn man schon alles beinahe vor der eigenen Haustüre hat? 
Oder im Messbuch... :3


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