Mittwoch, 29. März 2017

Wie war das nochmal mit "Faschismus"?



Faschistisch kann - nach Meinung vieler Linker - nur ein totalitärer Staat sein, der definiert, was Gut und Richtig, die Wirklichkeit an sich ist und damit nicht nur die Lebensweise, sondern auch das Denken vorgibt.

Doch was wenn der Staat dabei ist, linke Ideologien, Konstruktionen und Vorgehensweisen als Handlungsprinzipien durchzusetzen? Und zwar so, wie es diese Gruppen vorher generell ablehnten?

Ganz einfach: Man schaltet von "Der Staat und die Gesellschaft haben mir nichts zu sagen" um in den Modus "Der Staat hat es legitimiert und von der Gesellschaft wird es anerkannt - also kann es nichts anderes als richtig und für jedermann verpflichtend sein - sonst ist man ein ewiggestriger Fanatiker - oder eben Faschist."

Und hier wird es selbst für einen "Gottkanzler" absurd.


[...] Schulz´ Forderung ist aber nicht bloß Stimmungsmache für den Wahlkampf, sondern ein Akt von Willkür und von Populismus unterster Schublade.

Ehe und Familie existieren vor dem Staat. Ihre Natur (Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau) haben sie also nicht von Staat erhalten. Ehe und Familie sind sogar die Keimzelle des Staates. Es bedeutet, dass der Staat aus einer Verbindung von Familien entstammt. Eine Zusammensetzung von Familien bildet ein Volk und damit ein kollektives Wesen mit öffentlichen Interessen und Aufgaben. Der Staat ist das Organ, das sich um diese Interessen und Aufgaben kümmern soll.

Die Forderung nach einer „Ehe für alle“ impliziert die Vorstellung, der Staat dürfe nach Gutdünken definieren, was eine Ehe und was eine Familie ist. Dies wäre aber blanke Willkür und im Grunde ein despotischer Akt. Der Staat würde sich anmaßen, eine Institution, die unabhängig von ihm existiert, umzudeuten.
[...]


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