Mittwoch, 14. Juni 2017

"Das Wunder des Corpus Domini"


Mitten im Zentrum der italienischen Stadt Turin befindet sich ein kleiner Platz namens "Piazetta del Corpus Christi". Hier steht heute auch die gleichnamige Kirche, erbaut von dem Architekten Vittozotti im 17. Jahrhundert zur Erinnerung an das Wunder von Corpus Domini. 

Es geschah am 6. Juni 1453 zwischen 16 und 17 Uhr im Herzen von Turin, neben der Kirche St. Silvester, dort, wo das Leben zwischen Kräuter- und Getreidemarkt am heftigsten pulsierte:

Ein Mann erschien auf dem Marktplatz, geflgt von einem vollgepackten Maulesel. Plötzlich fiel das Tier vor dem Eingang der Kirche zu Boden. Keine Schläge, Zurufe, kein Ziehen an den Zügeln brachte den Esel wieder auf die Beine. Die Riemen, die den Sack auf dem Rücken des Tieres festbanden, lösten sich und der ganze Inhalt entleerte sich. Was für ein wunderbares Gut entdeckte man da? Wertvolles Gegenstände, die bei einer kriegerischen Plünderung aus einer Kirche entwendet wurden, darunter auch eine Monstranz mit der konsekrierten Hostie darin, bereitete sich auf dem Erdboden aus. 

In diesem Augenblick begann sich die Monstranz zu erheben und schwebte zum Erstaunen aller leuchtend in die Luft. Das Volk fiel auf die Knie und rief: "Ein Wunder, ein Wunder!" Rasch verbreitete sich die Kunde vom wunderbaren Geschehen und jung und alt, arm und reich versammelten sich auf dem Platz.

Endlich eilte auch der Bischof von Turin, Msgr. Ludovico di Romagna, mit all seinen Priestern herbei und hob den Kelch mit folgenden Worten der Monstranz entgegen: "Pane nobiscum Domini - Der Leib unseres Herrn".

Das heilige Brot schwebte nun frei wie eine Sonne gleißend in der Luft; die Monstranz fiel zur Erde: Langsam aber senkte sich die Hostie in den Kelch des Bischofs. Ein feierlicher großer Prozessionszug begab sich jetzt zur Kirche. Der Bischof stellte den Kelch auf den Hauptaltar, segnete die Menschenmenge und schloss den Kelch mit dem Leib Christi in den Tabernakel. Heute noch beten täglich viele vor dem Corpus Domini.

Quelle: Karl Maria Harrer: "Die schönsten Eucharistischen Wunder - Heft 2"
Bildquelle: Cataquesis para ninos


Kommentare:

  1. vielen Dank - das kannte ich noch nicht ! (nur das lateinische Zitat ist leider grottenverkehrt ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Weiß ich. Stand leider so übersetzt im Text - was so ziemlich weh tut.

      Löschen