Donnerstag, 29. Juni 2017

Gott in allen Dingen finden




[...] Ignatius [von Loyola] strebte nach seiner höfischen Ausbildung militärische Betätigungen an. Er suchte persönlich weltliche Ziele und Ehren. Nach einer schweren Verwundung verunsicherten ihn die Lektüre zu Heiligen und dem Leben Jesu. Er fühlte sich hin- und hergerissen zwischen weltlichen und geistlich-christlichen Zielen. Diese Erfahrung sollte später in den jesuitischen Grundsatz der „Unterscheidung der Geister“ eingehen.

Bei einer Wallfahrt zu „Unserer Frau von Monserrat“ brach er endgültig mit seiner höfischen äußeren und inneren Verfassung. Fortan bestimmten Gebet und Nächstenliebe als Krankendienst sein Leben.

Auf dem Weg nach Barcelona, am Fluss Cardoner, machte er die für ihn wohl entscheidende Gotteserfahrung: In allen Dingen Gott zu finden und in allen Tätigkeiten Gottes Ehre zu fördern, sollten ebenfalls zu einer spezifischen Maxime des Jesuitenordens werden. Diesem Prinzip wurde sogar das zeitlich festgelegt Chorgebet aller bisherigen Orden geopfert. Zugleich war in dem Grundsatz die Weite und Weltzugewandtheit der Jesuiten begründet.
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