Dienstag, 28. Februar 2017

R.I.P. Hans Buschor


[...] Als ich vor 40 Jahren Pfarrer Buschor kennen lernte, war er aktiver Pfarrer in der Schweizer Gemeinde Gais. Auf dem Dachboden seiner Kirche hatte er längst eine Art Filmstudio errichtet und versicherte jedem Besucher, er werde irgendwann einen Fernsehsender aufbauen. Selbst ihm Gutgesinnte konnten darüber, schon wenn sie die alte Holztreppe des Dachbodens wieder hinunterstiegen, nur kopfschüttelnd lächeln. Unglaublich, mit welcher Energie, Entschlossenheit und Gottvertrauen er sein Lebenswerk umsetzte und seinen Traum vom eigenen katholischen Fernsehen verwirklichte. Er wusste – und das sagte er mit spürbarem Stolz: "Ich bin Pfarrer der größten Diözese Europas." Hans Buschor ist zweifellos ein Medienapostel der Neuzeit, einer, der mit leidenschaftlichem Eifer und unbeschreiblichem Gottvertrauen etwas ins Werk gesetzt hat, das lange nach seiner Zeit noch Menschen zu Christus führen wird. [...]


Am Sonntag verstarb mit 84 Jahren Pfarrer Hans Buschor, der 1999 den katholischen Fernsehsender K-TV gründete. Hohe Bekanntheit erlangte er vor allem für seinen Dokumentarfim "Pater Pio -Vater von Millionen", bei dem er die letzte Messe des Heiligen Pater Pio von Pietrelcina aufnahm, der es sogar zum Kinofilm schaffte.




Requiem aeternam dona ei, Domine.
Et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in pace.

Amen


Donnerstag, 23. Februar 2017

Ich bin schizophren. Wir dürfen das...


[...] Das Magazin erzählt die Geschichten von Erika Anderson und anderen Durchgeknallten. Überlegen Sie sich also, ob Sie wirklich weiterlesen wollen. Es könnte der finale Angriff auf Ihre Nerven sein. [...]


Und ungefähr ab diesem Punkt bei schaltete mein Hinterkopf wieder mal "Ich tu dir weh" von Rammstein ein...
Die entsprechend bissigen Kommentare des Verfassers haben den Artikel aber zum Glück einigermaßen lesbar gemacht.
Da kommt man sich wenigstens in der weiten Welt nicht mehr so bekloppt vor :3

[...] Erika Anderson hat nach einer Scheidung „sich selbst“ geheiratet. Die Hochzeitsfeier fand mit vielen Geladenen auf einer Terrasse im New Yorker Stadtteil Brooklyn statt. Die Braut trug ein klassisches, weißes Brautkleid. Sie sprach auch eine Art Eheversprechen an sich selbst: „Ich habe mich für Dich entschieden“. Dann kippte sie zwei Gläser Whiskey hinunter, schließlich mußte sie ja für „beide“ Brautleute trinken. Ein Glas für sich und eines … für sich.

Zur Selbstheirat waren Hochzeitseinladungen verschickt worden, es gab eine Hochzeitsliste und einen Verlobungsring. Hätten es eigentlich nicht zwei sein müssen? Erika gestand dem Monatsmagazin: „Die Entscheidung war nicht leicht“. Offensichtlich hat Erika Probleme mit sich selbst. Da will eine Ehe schon gut überlegt sein.
[...] 

Nicht vergessen: Das ist alles "Lebenswirkichkeit"...


Freitag, 17. Februar 2017

P. Desiderius Lenz OSB und die Beuroner Kunst...



... werden nun mit der Reproduktion des Werkes „Liber Evangeliorum. Die Buchmalerei der Beuroner Kunstschule“ geehrt.

Das weltweit bekannteste Werk aus der Erzabtei ist bis heute - was nur wenigen bekannt sein dürfte - das Design der Benediktusmedaille, deren Form ebenfalls Lenz übernommen hat.

Obwohl sich die Kunstschule eng an den Nazarenern orientierte, tendierte sie doch sehr stark zu einer modifizierte Form der ägyptischen, altchristlichen und byzantinischen Stile, die man beinahe schon als Vorläufer des Art déco bezeichnen könnte, wäre da nicht der geographische und zeitgeistliche Graben zwischen beiden Kunststilen.

Besonders die Beschäftigung des Paters mit einer ägyptisch angehauchten Sakralkunst tragen zu diesem Eindruck bei.
Ein Kuriosum dürfte sein Bauplan für eine Kirche in der Form eines Tempel mit Pyramide im Sakralbereich sein (habe den Plan selbst einmal bei einer Ausstellung gesehen, konnte aber leider noch keine Bilder davon in Netz finden), für die es nie zur Bauerlaubnis kam. Dagegen ist bis heute die Mauruskapelle mit den eindrucksvollen Fresken erhalten, sowie ein ägyptisch angehauchter Tabernakel in Beuron und entsprechende Ornamente in der Kirche St. Gabriel in Prag.
Und natürlich jede Menge Illustrationen...










Warum also an den Nil fahren, wenn man schon alles beinahe vor der eigenen Haustüre hat? 
Oder im Messbuch... :3


"Small Soldiers" Reloaded...

[...] Cayla weiß zu viel – und gehört deshalb zerstört, hat jetzt die Bundesnetzagentur entschieden. 
Eltern sind seit Freitag dazu aufgerufen, die Plastikpuppe „unschädlich zu machen“, wie es in einer offiziellen Mitteilung heißt. Zwar könnte Cayla mit ihren großen blauen Augen und dem engelsgleichen Haar unschuldiger kaum aussehen. Tatsächlich ist sie aber eine getarnte Abhöranlage, hat der Saarländer Jura-Student Stefan Hassel herausgefunden. Denn Cayla kann Bild- und Tonaufnahmen aus dem Kinderzimmer in die ganze Welt senden. [...]

Ach ja. Das weckt Erinnerungen an einen Film, bei der diese Aktion beinahe daneben ging...



Samstag, 11. Februar 2017

Niedergang der Blogozese???

Catholicism WOW kann ich mich widerspruchslos anschließen. Der Artikel von Armin Schwibach behandelt weniger einen reellen Niedergang katholischer Blogs denn das scheinbare Abebben der Benedikt-Begeisterung innerhalb der Blogozese. Und schießt auch dort ordentlich daneben.

Einerseits ist Benedikt noch am Leben. Alleine das hat die Begeisterung für seine Person und sein Wirken noch lange nicht abebben lassen. Man erkundigt sich regelmäßig nach seinem Zustand, man bringt auch öfters humoristische Bilder im Umlauf. Generation Benedikt lässt grüßen.
Und selbst wenn er sterben würde: Mit solchen Bildern im Hinterkopf und seinem umfassenden theologischen Wirken kann ich es mir leicht vorstellen, dass nach wenigen Stunden die ersten Römer mit Santo subito-Transparenten auf die Straße laufen.

Zum anderen ist die sogenannte Blogozese noch ziemlich viral drauf. Man achte nur mal auf die immensen Reaktionen auf die Äußerung von Kardinal Marx, Bloggen führe bisweilen zu Verblödung. Das war über zwei Jahre, nachdem Benedikt zurückgetreten ist. Und lange vor Joseph Ratzingers Wahl betrat eines der bisher ältesten deutschsprachigen katholischen Blogs die Bühne des Internets.

An Benedikt selbst kann es also nicht wirklich liegen.
Der Heilige Geist wirkt, wo er will. Da können Blogs katholisch werden oder Blogger konvertieren. Die Überdosis Koffein und die Nerdigkeit der Verfasser tut dann den Rest.


Apropos: Wenn Benedikt alleine schon angeblich für den Bloggerhype verantwortlich sein soll - was könnte dann hypothetisch gesehen erst ein potentieller Nachfolger von Franziskus alles anrichten...




Vox populi non est vox plebis...



Viele, die die römischen Traditionen nicht kennen, werden sicher den "Traditionalisten" die Plakataktion gegen Papst Franziskus in die Schuhe schieben. 

Für den in den letzten Jahren entstandenen und immer lauter vertretenen massenmedialen Pöbel (plebs divulgationis) ist es eigentlich typisch, für unerklärliche Vorgänge, die einen scheinbar überfordern, gerne nach ominösen Gesellschaften oder Einzelpersonen Ausschau zu halten, um sich nachts auch versichern zu können, überhaupt noch gut schlafen zu können. 

Man hat zwar keine Ahnung, was in einem anderen Land vor sich geht - aber hey: Man hat einen Schuldigen, den man irgendwann einmal sicher aushebeln wird - oder den sicher irgendwann mal jemand abknallen wird. Problem erledigt. 
Klappte ja auch ganz toll bei den Hexenjagden.

Unangenehm wird es jedoch, wenn man mit der Realität konfrontiert wird.

Aber die kann man ja auch ganz einfach ignorieren. 
Wie beispielsweise die peinliche Sache mit den Bussen...


Mittwoch, 8. Februar 2017

"Das ist nicht progressiv. Das ist regressiv."

Ein verheirateter Homosexueller, der außerdem Pro-Choice ist, erklärt, warum er sich lieber als konservativ bezeichnet und die Rechte der Little Sisters of the Poor (2:10) verteidigt.

Äußerst sehenswert!




Samstag, 4. Februar 2017

"Das ist ein Akt von heimischem Terrorismus"



Noch einmal Amerika: An der Universität Berkeley rastet eine komplette Protestgruppe aus und randaliert sich anschließend  durch die Stadt.

Der Grund für den Aufstand: Milo Yiannopoulos, Trump-Unterstützer und Mitarbeiter bei Breitbart News, sollte eine Rede über Meinungsfreiheit halten. Ergebnis:


„Ich musste aus dem UC Berkeley-Campus evakuiert werden, nachdem gewalttätige linke Demonstranten Barrikaden, Molotow-Cocktails, Feuerwerkskörper, Steine usw. an die Fenstern warfen und den Boden des Gebäudes aufgebrochen haben. Mein Team und ich sind in Sicherheit. Aber die Veranstaltung wurde abgesagt."



Derweil in Deutschland. Ohne Worte.